Obhut von Kind 14 Monate alt bei Trennung

Rita6
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 05.09.2007
Beiträge: 16
Hallo Zusammen
Wir sind nicht verheiratet und sind in Trennung. Ich ziehe, sobald mein Haus frei wird wieder dorthin. ( 800 m) vom Haus meines Ex.
Nun möchte er ab meinem Auszug den Kleinen 50/50 betreuen. Das heisst er möchte ihn 3 1/2 Tage bei sich haben an einem Stück. Er möchte von seiner 100 % Stelle auf 60 % runter . Er meinte zu mir , schon deshalb weil er mir keine Alimente bezahlen möchte. Er schuldet mir auch noch viel Geld, dass ich in sein Haus gesteckt habe. Die Mutter gleich nebenan ist von dieser Idee auch begeistert, da ich mir vorstellen kann, dass er ihn auch ihr abgibt wenn er seinen Hobbys nachgehen möchte. Ich kann mir nicht vorstellen den Kleinen so lange nicht zu sehen. Er hat kein Gehör für eine andere Variante. Wenn wir uns nicht einig sind entscheidet das für uns die Kesp. Wer hat einen Tipp? Wer hat Erfahrung Betreff Kesp? Macht es Sinn einen Anwalt zu nehmen?

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 25.05.2017 um 12:01.]
goodie
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Ich finde diese Regelung sehr verstörend für so ein kleines Kind. Meine persönliche Meinung ist, dass ein Kind ein Mittelpunkt und ein vertrautes Zuhause haben muss um nicht hin und her gerissen zu werden. Darauf würde ich nie eingehen und mir einen Anwalt nehmen. Kesb erst mal raus lassen. Lieber das Kind lebt bei EINEM Elternteil voll und der andere kann sein Umgang mit ihm haben und/oder je nach Alter auch mal öfters beim anderen Elternteil übernachten. Sagt ja eigentlich schon alles aus wenn er diese Regelung nur will um für das Kind keinen Unterhalt zu zahlen. Da würden schon alle Alarmglocken leuten bei mir.

„Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg."

Mahatma Gandhi
Universum
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Man kann doch nicht von hin und her reissen reden, wenn sich die ELTERN die Obhut teilen.
Heutige Männer können es wohl gar nie recht machen: einmal kümmern sie sich zuwenig, und ist da mal ein engagierter Vater, will man womöglich mit Anwalt und KESB dahinter...
Und tragt eure Geldgeschichten bitte nicht auf dem Buckel des Kindes aus.

Versprich nichts, wenn Du glücklich bist.
Antworte nicht, wenn Du wütend bist
und triff keine Entscheidungen wenn Du traurig bist.

Autor unbekannt.
Universum
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Rita, und was spricht eigentlich dagegen, dass seine Mutter, sprich die Grossmutter deines Kindes ihn hütet, wenn der Vater seinem Hobby nachgeht?
Hat ein Vater nicht auch ein Recht auf Freizeit? Und die Enkel und Grosseltern haben auch ein Recht auf gemeinsame Zeit.

Versprich nichts, wenn Du glücklich bist.
Antworte nicht, wenn Du wütend bist
und triff keine Entscheidungen wenn Du traurig bist.

Autor unbekannt.
Rita6
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 05.09.2007
Beiträge: 16
Universum
Mir war bewusst, als ich den Text schrieb , dass auch solche Fragen kommen. Nur sehen ja die Leser hier nur diesen Text und nicht den gesamten Sachverhalt der Geschichte. Nur möchte ich hier nicht alles dokumentieren und meine Fragen so wie sie sind im Raum stehen lassen.
Rita6
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 05.09.2007
Beiträge: 16
Mit der Geldgeschichte muss ich dir aber vollkommen Recht geben. Diese beiden Sachen sollten strikt getrennt werden.
goodie
Dabei seit: 12.11.2011
Beiträge: 3385
Nun bei der 50/50 Betreuung müssen die Eltern sich einig sein und es sollte zumindest eine kollegiale stimmung herschen, aber das lese ich hier leider gar nicht raus.


„Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg."

Mahatma Gandhi
zipora
Dabei seit: 09.07.2014
Beiträge: 14
Wenn ihr nicht verheiratet seid dann gibt es eigentlich gar nicht viel gerichtlich zu regeln? Oder habt ihr einen Konkubinatsvertrag wo schon etwas im Falle einer Trennung geregelt ist?
Ich finde die beiden Aussagen Pensum auf 60% reduzieren sowie er möchte keine Alimente zahlen schon sehr naiv. Fragt sich ob er einen Arbeitgeber hat wo er grad so nach Lust und Laune das Pensum reduzieren kann. Wegen der Alimente, die muss er doch schon bezahlen und kann nicht einfach so keine mehr zahlen. Und falls er von sich aus das Pensum reduziert ist er quasi selber Schuld und das sollte kein Grund sein dass er nichts mehr zahlen muss.
Ich würde mich mal bei einer Familienberatungsstelle, auf der Gemeinde oder ähnlichen Stellen informieren, noch bevor ich KESB oder einen Anwalt einschalten würde.
KlaraM
Dabei seit: 01.03.2013
Beiträge: 1770
Ist doch unter diesen Umständen die beste Lösung fürs Kind: Trotz Trennung der Eltern kann es mit beiden Elternteilen zu gleichen Teilen aufwachsen. Und weil ihr so nahe zueinander lebt, kann das auch langfristig funktionieren. Ausserdem ist es kein Hin und Her, sondern halbe Woche/halbe Woche.

Du kannst dir nicht vorstellen, dein Kind 3.5 Tage nicht zu sehen? Der Vater kann sich das offenbar auch nicht vorstellen. Ich finde es toll, dass der Vater das so lösen will. OK, eigentlich finde seinen Wunsch nicht toll, sondern ganz normal und eher komisch, wenn man als Elternteil diesen Wunsch nicht hat, aber die Lösung ist natürlich noch nicht so verbreitet, deshalb finde ich seinen Mut toll.

Im Interesse des Kindes ein klares JA.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 25.05.2017 um 21:32.]
nanny72
Dabei seit: 21.05.2006
Beiträge: 1067
Grundsätzlich finde ich es gut, das der Vater sich, auch nach der trennung, mit ums kind kümmern möchte. Auch wenns mit dem hintergedanken ist, das er weniger/keine alimente zahlen muss.
Die frage ist, wie teilt ihr euch die betreuung auf? Und da ist dann auch die frage, wie hat er sich bis jetzt an der betreuung beteiligt?
Eine möglichkeit währe zb: Jedes 2te wochenende und unter der woche regelmässige tage, bezw 1/2tage, die aber fix sein müssten, damit du dann auch die möglichkeit hast, dann arbeiten zu gehen