Warum hängt alles an der Mutter und der Vater darf?

Cupcake123
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 20.10.2019
Beiträge: 1
Hallo zusammen
Ich Mutter von 4 gewollten Kindern von beiden stehe nun nach der Scheidung alleine da. Der Vater kommt wann er will.
Kommt nie zu Schulgesprächen, nie zu Kindergartenfesten, hilft nie aus wenn ein Kind krank ist etc.
Ich muss 100% arbeiten, damit wir unser Leben finanzieren können. Muss für 4 Kinder 400% geben und dann steht der Einkauf und Haushalt noch an.
Ist ein Kind krank bekomme ich den Rüffel meines Chefs weil ich wieder krank bin. Es gibt keine Familie und keine Freunde. Das Kesb ist dabei aber eben sagt der Vater hat das Recht aber keine Pflicht.
Wie kann es sein das der Vater darf und die Mutter muss?

Fabienne84
Dabei seit: 05.11.2019
Beiträge: 6
Hallo Cupcake

Ich kenne deine Situation sehr gut. Als ich mich dazumal von meinem Mann trennte, stand ich vor dem nichts. Ich hatte kein Geld, keine Wohnung alles wurde mir genommen.
Die ewige Streitereien um das Besuchsrecht kenne ich. Da der Vater das Kind stets unregelmässig brachte und sich an keine Abmachungen hielt, ging ich zur Elternberatung. Leider konnte diese auch nicht viel machen, da der Vater einfach nie an den Terminen erschien. Daraufhin schaltete ich das KESB ein. Ich erhoffte mir Unterstützung. Leider bekam ich die in keiner Form. Im Gegenteil die ganzen Behördenmitglieder bombardierten mich mit andmin. Fragen. Auch zahlte mein Ex nie Alimente und aufgrund der häuslichen Gewalt wollte ich das Besuchsrecht auf ein Minimum reduzieren. Alle Argumente haben bei den Behördenmitglieder der KESB nicht gefruchtet. Es sind nichts mehr als Pharagraphentrottel (sorry dieser Ausdruck) welche überhaupt nicht situativ entscheiden, sondern irgendwelche Gesetze druchstieren wollen. Für sämtliche Schulgespräche und Anlässe kann das KESB beim Vater jedoch eine Anwesenheitspflicht beantragen.
Falls du noch konkrete Fragen hast, melde dich gerne bei mir.
lg

nanny72
Dabei seit: 21.05.2006
Beiträge: 1025
Das kenne ich auch
Wenn eine Frau den Kontakt zwischen Väter und Kinder verhindert, dann heißt es gleich, Frau muss den Kontakt ermöglichen, zum Wohle des Kindes. Aber wenn der Vater, die Kinder nicht nehmen will, sich nicht richtig kümmert, dann geht's nicht mehr um das Wohl der Kinder, dann heißt es nur, der Vater hat das Recht aber nicht die Pflicht, die Kinder zu nehmen. Wenn Frau sich "nicht Recht" um die Kinder kümmert, dann steht das Amt auf der Matte und macht Probleme und macht einem Vorschriften. Wenn sich der Vater nicht bezw nicht richtig kümmert, dann heißt es vom Amt, das sie den Vater nicht vorschreiben können, wie er sich um die Kinder kümmern muss.
Habe ich leider auch erlebt
Fabienne84
Dabei seit: 05.11.2019
Beiträge: 6
"nanny72" schrieb:

Das kenne ich auch
Wenn eine Frau den Kontakt zwischen Väter und Kinder verhindert, dann heißt es gleich, Frau muss den Kontakt ermöglichen, zum Wohle des Kindes. Aber wenn der Vater, die Kinder nicht nehmen will, sich nicht richtig kümmert, dann geht's nicht mehr um das Wohl der Kinder, dann heißt es nur, der Vater hat das Recht aber nicht die Pflicht, die Kinder zu nehmen. Wenn Frau sich "nicht Recht" um die Kinder kümmert, dann steht das Amt auf der Matte und macht Probleme und macht einem Vorschriften. Wenn sich der Vater nicht bezw nicht richtig kümmert, dann heißt es vom Amt, das sie den Vater nicht vorschreiben können, wie er sich um die Kinder kümmern muss.
Habe ich leider auch erlebt


Dies habe ich auch erlebet. Es geht darum, dass wir uns nicht weiter schikanieren lassen von den Ämtern und dem Ex Partner. Weil der Ex Partner wird sich nie ändern. Wir haben jedoch die Möglichkeit, dass uns das ganze nicht mehr so Nahe geht und wir emotionalen Abstand gewinnen.
fraulein
Dabei seit: 26.10.2003
Beiträge: 1635
@Cupcake123
Wie Fabienne schreibt: einen anderen ändern, geht nicht. Du kannst nur dein Verhalten beeinflussen.

Ich kann nachvollziehen, dass du dich im Stich gelassen fühlst, schliesslich hat man Kinder gemeinsam gewollt.

Mein Ex hat Kindergarten-/Schultermine meist widerwillig wahrgenommen (zumindest war es zu Beginn ein Kampf) und mit den Jahren hat er sich daran gewöhnt icon_smile.gif Wichtig scheint mir einfach, dass man den Kindern wertfrei erklärt, wenn der Vater nicht kommt, dass man das auch traurig findet (in Gedanken kannst den Vater bezeichnen, wie du willst), aber es einfach so ist.

Mit den Jahren haben sich meine Kinder alleine mit ihrem Vater auseinandergesetzt und heute wissen meine Vier alle, worauf sie bauen konnten/können.

Wichtiger finde ich persönlich, dass du dich organisieren kannst. Wenn du keine Familie/Freunde in der Nähe hast, die dich in irgendeiner Form unterstützen können, solltest du dir ein Netzwerk mit Betreuungs- und Erholungsmöglichkeiten aufbauen. Ich weiss, wie anstrengend es ist, vier Kinder mehrheitlich alleine aufzuziehen, dabei zu arbeiten und sich oft hilflos zu fühlen, weil man manches einfach nicht nachvollziehen kann.

Und so nebenbei: wieso, warum, weshalb - das sind keine guten Frageworte, weil sie Energie rauben und man (befriedigende) Antworten darauf in der Regel nicht bekommt.