Was ist, wenn der obhutsberechtigte Elternteil ausfällt?

KlaraM
Dabei seit: 01.03.2013
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"Universum" schrieb:

Von daher mein Rat zur Soforthilfe: ihr Pensum reduzieren.


Das ist sicher nötig, das eine (Job) oder das andere (Familienarbeit). Sofort-Hilfe wegen der Überlastung ev. in der Familie suchen, wenn er nicht bereit dazu ist, und dann im zweiten Schritt die Situation an sich ändern. Das lässt sich ja nicht ohne Überlastung bewältigen.
lirumlarum122
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1. Schritt: Du lässt dich krank schreiben, denn du bist zu krank für den Haushalt und den Arbeitsweg, also bist du sicher nicht gesund genug zum arbeiten.
2. Notfallbetreuung organisieren so für den Zeitraum der nächsten paar Tage bis 2 Wochen.
3. Haushalthilfe organisieren und zwar eine Festangestellte ab sofort bis auf weiteres.
4. Zuverlässige familienexterne Betreuung organisieren.
5. Dein Arbeitspensum überdenken, allenfalls reduzieren. Falls das nicht geht, kündigen lassen und beim RAV anmelden mit dem Prozentsatz der für dich möglich und vernünftig ist.
6. Alimente anpassen lassen an neue Situation.

Im Moment fällt es dir offensichtlich schwer, den Standpunkt deines Ex-Mannes zu verstehen. Aber soll er sich wirklich auch noch bis zum umfallen überlasten? Er sieht ja wie es dir geht damit.
Lemala
ThemenerstellerIn
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Ja, er ist berufstätig, aber in der Lebensmittelbranche, das heisst, dass er frühmorgens um ca.4 Uhr mit der Arbeit beginnt und bis ca.13 Uhr arbeitet. Also könnte er sehr wohl die Kinder 1-2 Nachmittage nehmen. Das Problem ist, dass er nicht will. Er ist glücklich, dass er so wenig zahlen muss, weil ich Dumme ja arbeite, um den Kindern ihr Zuhause zu bewahren (wir haben ein Haus und ich habe von der Bank die Vorlage, mindestens 106000.- Jahreseinkommen inkl. Alimente zu verdienen), selber aber NICHTS TUN muss. Daher MUSS ich 100% arbeiten. Täte ich es nicht, müsste ich das Haus verkaufen und wegziehen, da bei uns die Wohnungen viel zu teuer sind und ich mindestens das Doppelte an Miete zahlen müsste als ich jetzt Hypo zahle. Die Kinder sind aber hier verwurzelt, wachsen sehr frei auf. Er weiss genau, dass ich den Kindern zuliebe weiterhin arbeiten werde und nutzt das schamlos aus. Es kann doch aber nicht sein, dass er 5200.- pro Monat für sich hat (würde ich nicht arbeiten, würden ihm 3300.- bleiben, sein Existenzminimum), mich in meiner Berufstätigkeit oder eben in dieser Situation nicht unterstützen muss. DAS ist in meinen Augen die Sauerei. Könnte locker fast 6 Jahre lang zuhause bleiben, tue dies aber nicht wegen den Kindern, und er ist fein raus.
Lemala
ThemenerstellerIn
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lirumlarum, WOMIT genau ist er überlastet? Er lebt alleine, hat kaum Haushalt zu erledigen, nur seine eigene Wäsche zu waschen, muss weniger einkaufen und hat erst noch ein Auto. Nach der Arbeit kann er nach Hause gehen und seine Beine hochlegen...
Lemala
ThemenerstellerIn
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Beiträge: 59
PS: Meine Eltern sind ausgewandert, von da her ist da keine Hilfe zu erwarten...
Xenia2
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Seit drei Jahren versuchst du den "Karren" irgendwie zu ziehen, nun mit gesundheitlichen Folgen. Ihn wirst du kaum noch ändern können bzw. auch nicht müssen. Er war wahrscheinlich schon der "Pascha" während eurer Ehe...
Es ist schon ein wenig so, wie Fraulein schreibt: Versuch nicht die noch vorhandene Energie dafür aufzuwenden, an seinem Verhalten sich aufzuregen.
Es scheint wirklich der beste Weg zu sein, euer Alleinerzieherleben neu zu organisieren. Nicht mit ihm zu rechnen. So wird es deinem Seelenwohl bestimmt besser gehen. Mit Folgen: Deine Schulter wird es dir danken!



In jeder Minute, die du mit Ärger verbringst, verschwendest du 60 glückliche Sekunden deines Lebens!
lirumlarum122
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"Lemala" schrieb:

lirumlarum, WOMIT genau ist er überlastet? Er lebt alleine, hat kaum Haushalt zu erledigen, nur seine eigene Wäsche zu waschen, muss weniger einkaufen und hat erst noch ein Auto. Nach der Arbeit kann er nach Hause gehen und seine Beine hochlegen...

Er arbeitet so viel ich verstanden habe 100% (wie anspruchsvoll sein Job ist, weiss ich nicht), hat die Kinder jedes zweite Wochenende und in den Ferien und hat seinen eigenen Haushalt. So geht das für ihn, aber mit mehr (= so wie du es machst) wäre er überlastet... wie übrigens die meisten Menschen.

Auf Dauer gehen 100% Job und 3 Kinder und alles selber schmeissen kaum unter einen Hut. Du willst nun den halben Hut deinem Ex aufsetzen. Wie soll das gehen?

Zwingen kannst du ihn sowieso nicht, elterliche Sorge hin oder her. Das war ja deine ursprüngliche Frage. Jemandem zu helfen, der ständig am Anschlag läuft ist halt auch ein Fass ohne Boden. Genug wird es sowieso nie sein.
Lemala
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 10.05.2014
Beiträge: 59
Ich werde einfach soweit reduzieren, dass ich die Vorgabe der Bank in etwa einhalten kann. Wenn ich weniger verdiene, muss er auch mehr Frauenalimente zahlen und ich habe weniger Stress. Werde das zur Sicherheit abklären. Aber das wird ihm gar nicht passen, wenn er mehr zahlen muss...
Universum
Dabei seit: 13.05.2013
Beiträge: 1515
Eigentlich sollte er ja daran interessiert sein, dass es dir soweit gutgeht, dass du euren Kindern weiterhin gut schauen kannst. Wenn es dich "zämeleit", dann wird es schwierig, auch für ihn. Er wird es dann wohl nicht so lässig finden, wenn eure Kinder dann in Pflegefamilien kommen. Das würde ich ihm mal andeuten. Vielleicht sitzt dann die Franken etwas lockerer in seiner Geldbörse.

Versprich nichts, wenn Du glücklich bist.
Antworte nicht, wenn Du wütend bist
und triff keine Entscheidungen wenn Du traurig bist.

Autor unbekannt.
kaye
Dabei seit: 25.11.2009
Beiträge: 963
Ich glaube, Du stehst kurz vor einem Burnout oder schon mittendrin. Als erstes solltest Du Dich krankschreiben lassen, mit der Schulter ja sowieso, aber auch wegen Erschöpfung. Dann besprichst Du mit dem Hausarzt oder einer kompetenten Fachperson, wie es weitergehen kann die nächsten Wochen. Vielleicht kannst Du mit den Kindern in eine Kur? Vielleicht kann eine Haushalthilfe übernehmen, dass Du allein wegfahren kannst?
Und wenn die akute Krise gemeistert ist, musst Du längerfristig Dein Leben so einrichten, dass Du es durchhältst. Ich war auch quasi alleinerziehend und berufstätig, und ich sage mir immer noch, es ist ein Marathon, ich muss es längerfristig durchhalten, nicht nur ein paar Wochen. Erst jetzt, wo meine (einzige) Tochter 12 ist, werde ich wieder 100% arbeiten, und habe schon den Bammel davor. Und das, obwohl ich paradiesische Unterstützung meiner Familie und auch meines Partners habe.
Drei kleine Kinder und 100% arbeiten, ohne Nanny/Hausangestellte, das hält niemand auf Dauer durch. Aber auf den Ex kannst Du dabei nicht zählen. Wenn er mehr Kinderbetreuung machen würde, müsste er weniger Kinderalimente bezahlen, glaube ich.