Pathologisierte Kindheit

Veronica Bonilla, Redaktion
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 16.12.2014
Beiträge: 7
Zu klein, zu unruhig oder sonst wie behandlungsbedürftig: Es scheint zunehmend schwierig zu sein, ohne Diagnose und Langzeitmedikamente aufzuwachsen.

Lesen Sie unseren Artikel zum Thema Generation Diagnose http://www.wireltern.ch/artikel/generation-diagnose-0717


Haben Sie auch die Erfahrung gemacht, dass Kinder heutzutage pathologisiert werden?
fisi
Dabei seit: 05.04.2007
Beiträge: 4072
Nein.

Der Vorteil der Klugheit besteht darin, daß man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger.
Quest
Dabei seit: 05.11.2002
Beiträge: 936
Nicht nur heutzutage.
War bei meinem Sohn schon für 13 Jahren der Fall.

Die Kindergartenlehrering war der Meinung er habe ADHS.
Die Kinderärztin hat nur gelächelt (ist eine Freundin und kennt deshalb meinen Sohn ziemlich gut)

Wir haben dann den Frieden zuliebe eine Abklärung gemacht, die natürlich negativ ausgefallen ist.

Die Kindergartenlehrerin hat danach nie mehr was gesagt.......
goodie
Dabei seit: 12.11.2011
Beiträge: 3156
Haha also meine Tochter hatte auch Trotzanfälle, dann wär sie in den USA mit einer Bipolaren Störung diagnostiziert worden. Die einzigen die eine Störung haben sind solche Ärzte. Für mich geht das in eine gefährliche Richtung.....



„Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg."

Mahatma Gandhi
Carina_1981
Dabei seit: 29.06.2017
Beiträge: 1
Grundsätzlich wird vieles pathologisiert, das stimmt. Allerdings bin ich nicht einverstanden, bezüglich der Aussagen zum Wachstumshormon. Auch nicht, wie der Ratgeber von Prof Eiholzer dargestellt wird. Wer Prof Eiholzer kennt, weiss, dass er die zitierte Aussage auch so meint, dass in den meisten Fällen Entwarnung gegeben werden kann! Bei den Abklärungen für die Wachstumshormontherapie wird definitiv sehr sorgfältig vorgegangen. Zudem kriegt man den Eindruck, dass man mit Wachstumshormon jemanden beliebig zum Wachsen bringen könne. Dabei nutzt diese Therapie nur, wenn auch tatsächlich ein Mangel vorliegt!
Franz Josef Neffe
Dabei seit: 17.11.2006
Beiträge: 1020
Wenn ein Kind Rechtschreibfehler macht, wird der Pflock sofort bei Rechtschreibversagen und Legasthenie eingeschlagen. Dann grast die Ziege lebenslang um diesen Pflock und die Kinder lernen - entsprechend den pädagogischen Vorgaben, genauso perfekt verkehrt zu schreiben, wie die anderen Kinder richtig zu schreiben lernen.
Im Ich-kann-Schule-Experiment habe ich immer wieder praktisch gezeigt, wie Kinder, die laut Diagnose Totalversager hätten sein müssen, sofort und ohne dass wir auch nur einen Buchstaben geübt hätten, mehrfach besser schreiben konnten als mit der "Diagnose" behauptet wurde.
Die Diagnose war also gar keine Diagnose sondern ein Irrtum.
Leider mit SUGGESTIVWIRKUNG - die auch niemand beachtete, was wiederum für eine ständige Vergrößerung des Problems gesorgt hatte, wie die Untersuchung zeigte.
Ich habe dieser "Diagnostik und Pädagogik" meinen Respekt entzogen.
Nach meinen konkreten, praktischen Erlebnissen können die sog. Legastheniker in der Regel sogar BESSER schreiben als die anderen Kinder.
Wenn wir es genau untersuchen, findet sich leicht der Grund dafür:
Sie sind sensibler. Ihren Talenten tut unsere plumpe, grobe Vollzugspädagogik viel eher und mehr weh und infolgedessen ergreifen die Talente die Flucht um sich vor den ständigen päd. Misshandlungen in Sicherheit zu bringen.
Wir setzen diesem Unfug von Pädagogik noch die Krone auf, wenn wir erst die Talente vergraulen und dann mit einem "Test" auch noch feststellen, dass die Talente nicht da sind, und wir dann - falsch - schließen, das Kind hätte diese Talente nicht.
Im Ich-kann-Schule-Experiment sie sie nämlich wieder heraus und entlarven durch faszinierende Ergebnisse diese pädagogischen Verfehlungen.
Man muss es einmal deutlich sagen: Die Pädagogen schieben heute fast nur noch "Krankheitssymptome" hin und her, weil sie zahnlose Tiger geworden sind und Problemlösung völlig verlernt haben.
Franz Josef Neffe

"Wenn ich Sie in dem Irrtum lasse, dass ich es bin, der Sie gesund macht, dann mindere ich Ihre Persönlichkeit!" Émile Coué