Asperger findet sein Leben total sinnlos

Elfi
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 26.08.2021
Beiträge: 3
Hallo,

Ich hoffe das mir hier vielleicht einige einen Tipp geben können,oder vielleicht gibt es auch Asperger Autisten hier im Forum.

Mein Sohn ist Asperger Autist,er nimmt seit langer Zeit Drogen und kommt nicht davon weg.Er hat extreme Stimmungsschwankungen und dreht oft richtig durch,mit Zittern, weinen und mit der Faust gegen die Wand schlagen.

Ausbildung hat er abgebrochen.Wir haben ihn vor kurzem einen Minijob gesucht,er würde auch genommen und wurde herzlich empfangen,es war ein super Team.Ich dachte nun geht es bisschen wieder aufwärts.

Nach nur 7 Tagen arbeiten also 2bis 3 Mal die Woche,hat er aus dem Nichts gekündigt,es wäre ihm alles zu viel und er habe kein Bock zum Arbeiten.Er kann ja absolut nicht mit Geld umgehen,wenn er welches in der Hand hat gibt er es sofort aus,so sind seine 200 Euro in ein paar Tagen weg.Dann möchte er wieder Geld.In der letzten Zeit wird sein Verhalten immer schlimmer,er rastet regelrecht aus wenn ich ihm sage er bekommt kein Geld.Dann droht er sich umzubringen, kriminell zu werden und sagt sein Leben ist so ne sinnlos,er wäre lieber tot.

Ich bin verzweifelt weil ich nicht mehr weiß wie ich ihn helfen kann.Ich unterstütze ihn überall,aber langsam geht meine Kraft zu Ende.Es macht mich zu tiefst traurig ihn so zu sehen.

Therapie lehnt er ab,das will er absolut nicht.Er sagt das schafft er selber,ab morgen und immer wieder von neuen, lügt sich aber selber an.

Nun ist es eine Überlegung von mir das ich ihn sage das er erst wieder Geld von mir bekommt wenn er in eine Klinik geht.

Ich weiß sonst nicht ob wie es weiter gehen soll. Für dieses Jahr hat er keine Ausbildung und einen Job möchte er auch nicht.

Mir scheint das der letzte Ausweg zu sein.

Aber ich weiß nicht ob das richtig ist?Ich möchte ihn ja nicht noch mehr in ein tiefes Loch bringen.

Hat vielleicht jemand Erfahrungen gemacht?oder hat ein paar Tipps?

Er geht zu einem Psychiater der ihm auch jedes Mal sagt das er in eine Klinik soll.

Ach mein Sohn ist 18 Jahre alt.

Vielen Dank für's lesen


Lovely
Dabei seit: 03.04.2010
Beiträge: 14
Liebe Elfi

ich kann sehr gut mitfühlen. Ich habe ein Patenkind, welches ich als Beistand betreue, welcher ähnlich Züge aufweist wie dein Sohn. Er nimmt aber keine Drogen. Ist aber Autist-Asperger, und hat auch noch die Diagnose Schizophrenie........
Dein Sohn braucht unbedingt professionelle Hilfe, eine Einweisung in eine Klinik wäre wahrscheinlich sehr wohl angebracht. Dann könnte er später in eine Institution, wo er eine Ausbildung/Praktikum machen könnte. Ich kann mir vorstellen, das er eine vollumfängliche Betreuung braucht. Kannst Du das ihm bieten? Ich finde das als Mutter sehr schwierig, da Du viel zu nahe bei ihm bist, all die Emotionen und so weiter. Die Drohung mit dem Leben nehmen, ist immer sehr schwierig einzustufen. Aber man muss dies schon als Hilferuf verstehen. Dein Sohn merkt, dass er an seine Grenzen kommt, und weiss nicht wie weiter. Er schreit nach Hilfe...........
Suche Dir Hilfe, kannst Du evt. mit dem Psychiater besprechen die Vorgehensweise. Du hilfst ihm nicht, wenn Du ihm einfach Geld gibst.
Ich wünsche Dir von Herzen viel Kraft auf Eurem Weg.

Lebe jeden Tag als seis dein letzter
Elfi
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 26.08.2021
Beiträge: 3
Hallo,vielen Dank für deine Antwort.

Natürlich habe ich auch schon mit dem Psychiater geredet.Aber es ist immer die selbe Antwort,er muss es selbst wollen. Da er aber jegliche Hilfe ablehnt ist das sehr schwer.
Natürlich werde ich das alles Mutter n in cht bieten können was eine Einrichtung bietet. Aber wie gesagt jedes Angebot wird abgelehnt.

Auch alle Angebote die der Arzt macht. Übrigens habe ich mich auch schon an andere Stellen gewendet,die alle die gleiche Antwort hätten. Das ist leider so.


Semipro
Dabei seit: 11.02.2021
Beiträge: 8
Das tut mir so leid Elfi, ich wünschte da könnte ich was Positives einbringen. Mein jüngerer Sohn macht ähnliche Anstalten, wobei er aber alles abstreitet. Somit kann ich nicht herausfinden, was genau los ist. Bisher konnte ich nur bewirken, dass er zu einer Sozialberaterin für Jugendliche ging, im Rahmen der Schulbildung. Habt ihr da ähnliche Möglichkeiten? Du kannst als Mutter nicht alles alleine tragen. Wie sieht es mit dem Vater oder väterlicher Zuwendung aus?

Ich wünsche euch jedenfalls dass sich die Wolken lichten und ja, er muss es wollen, nur die Drogensucht wird ihn abhalten den Willen aufzubringen zumal er keinen Sinn darin sieht. Es muss ihn etwas oder jemand dazu motivieren. Was für eine Weile als Ersatz herhalten kann ist jemand, der ihn zum Sport nimmt. Sozusagen als Substitut. Jemand der ihn verlässlich abholt und bringt. Das wäre eine Idee, die sich jedoch nur realisieren lässt, wenn das Umfeld zuverlässig ist und mitmacht.

Wege entstehen dadurch, dass man sie geht
Elfi
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 26.08.2021
Beiträge: 3
Hallo,vielen Dank für deine Antwort.

Da ist mein Sohn auch gewesen bei so einer Beratung,da kam leider nichts raus.
Kam etwas bei euch raus?

Was genau meinst du damit?Dein Sohn streitet alles ab?

Zum Glück habe ich ein gutes Umfeld und er wird auch von allen unterstützt.

Er geht schon zum Sport das macht er so 2 bis 3 mal die Woche. Aber das hilft ihm leider nicht. Es hilft ihm Mal paar Tage mit weniger klar zu kommen.