Autismus

Viola
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 28.10.2007
Beiträge: 205
Gehören eigentlich Wahrnehmungsstörungen im visuellen und auditiven Bereich und grosse Frustrationsintoleranz (Wutausbrüche, schnelles Weinen) auch zum Erscheinungsbild oder sind diese Symptome losgelöst von einem Autismus-Spektrum-Syndrom zu betrachten? Vor Jahren wurde bei unserer Tochter von einer Fachstelle ein Verdacht auf Asperger geäussert und sie bekam verschiedene Unterstützungen.

Sind andere betroffene Kinder auch einsam und leiden unter fehlenden sozialen Kontakten?
WinniePooh
Dabei seit: 28.01.2003
Beiträge: 861
Ja gehören meiner Meinung nach auch dazu. Haben jedenfals alle Asperger welche ich kenne auch. Einfach alle in unterschiedlicher Stärke. Und ja leider gehört auch die Einsamkeit und fehlende soziale Integration zur Welt der Asperger weil die Umwelt nicht damit umgehen kann und die Kinder von anderen gemieden werden weil sie eben oft emotionaler reagieren und die anderen Kinder das nicht begreifen und so die Asperger ausgrenzen icon_frown.gif
esprit
Dabei seit: 05.03.2008
Beiträge: 57
Ja, Wahrnehmungsstörungen gehören zum Erscheinungsbild des Asperger Syndroms. Je nach Kind sind sie verschieden ausgeprägt. Die tiefe Frustrationstoleranz ist ebenfalls eines der "Symptome", die sowohl bei Asperger-Kindern wie auch bei vielen AD(H)S-Kinder dazugehören können. Wie alle Kinder sind auch Asperger-Kinder sehr verschieden, von daher kann es dennoch sehr unterschiedlich sein.
Unsere Tochter hat das Asperger Syndrom, und aufgrund ihrer mangelnden sozialen Kompetenzen sind die fehlenden sozialen Kontakte oft ein Problem. Sie leidet darunter.

Leben ist endlich. Lebe endlich!
Franz Josef Neffe
Dabei seit: 17.11.2006
Beiträge: 1028
Ist es nicht erst einmal die Frage, ob ich ein Pro-blem als Defekt oder als Aufgabenstellung und Herausforderung, Kräfte & Talente zu entwickeln, betrachte? Pro-blem kommt von griech. "ballein = werfen" und bedeutet den Ball, den mir das Leben pro = vor die Füße spielt, um mir zu zeigen, dass ich noch im Spiel bin.
Wenn ich den Ball aufnehme und mitSPIELE, tue ich das mit den Talenten & Kräften, die ich dafür habe, und gehe angemessen gut mit diesen um. Um welche Kräfte & Talente geht es denn und was sind deren Bedürfnisse? Wie gehe ich mit ihnen um, dass sie sich entfalten und entwickeln und wachsen und sich gerne und gut bewähren?
Ich habe mich immer gewundert, wie formal und technisch wir mit MENSCHLICHEN Kräften & Talenten in ihrer MENSCHLICHEN Not umgehen. Für mich als Ich-kann-Schule-Lehrer ist das eine Sackgasse. Menschliche Probleme müssen menschlich gelöst werden. Ich sehe, höre, lese, spüre überall den großen Hunger der feinen Geistes- und Seelenkräfte. Was geben wir der Seele zu essen?
Vor 30 Jahren hatte ich in der Münchner Heckscher Klinik meine erste Begegnung mit autistisch genannten Kindern; in der ZHeilpäd habe ich darüber berichtet. Der Lehrer gestand mir, wie sehr ihn sein Beruf auslauge. Er engagierte sich sehr für die Kinder. Erklärend meinte er: "Es sind halt Autisten." Damit schloss er mir etwas Wesentliches auf:
Diese Botschaft: "Ihr - die Ursache meiner Erschöpfung - seid halt Autisten!!!!!!!!!!!!!" strahlte aus seinen Augen heraus. Wer möchte freiwillig in Augen schauen, aus denen es einem entknallt: "Du bist halt ein Autist!!!!!!!!"? Seit diesem Erlebnis sehe ich das Meiden von Blickkontakt als sinnvolle Überlebensreaktion des Unbewussten.
Ich habe dann erlebt, wie dieselben Kinder Kontakt und Blickkontakt mit mir SUCHTEN, wenn ich entsprechend anderes ausstrahlte. Überlege einmal: Ich änderte nur MEINE INNERE EINSTELLUNG und in der Folge meine Ausstrahlung und erlebte eine ganz neue Entwicklung. So sensibel und FEIN re-agieren diese Kinder und wir agieren zumeist so GROB.
Dabei habe ich FEINheit durchaus erlebt und beobachtet. Der Kollege, den ich schon erwähnte, war seinen Schülern von Herzen zugetan, aber ihm war die Bedeutung seiner Herzenswirkung nich bewusst. Er erwartete sich eine mögliche gute Entwicklung aus seiner formalen Arbeit und war sich der tiefgehenden Wirkung dessen, was er fühlte und dachte und ausstrahlte, gar nicht bewusst. Mit seiner Ausstrahlung "Das sind halt Autisten - da ist nicht mehr möglich....." schuf er einen Da-ist-nicht-mehr-möglich-Berg, den er mit seinen begrenzten bewussten Kräften nie im Leben abtragen kann. Solche Da-ist-nicht-mehr-möglich-Berge schaffen wir unbewusst alle, weil wir nie darauf zu achten gelerntn haben.
Wenn uns unsere unbewussten Wirkungen bewusst werden, können wir unsere innere Einstellung ändern. Wenn wir dann grundsätzlich ausstrahlen "Es ist möglich", bekommt die Kommunikation nauf der entscheidenden höchsten und feinsten Ebene eine neue Qualität. Unsere Worte und Gedanken müssen dann nicht mehr abgewehrt werden sondern werden als echte Stärkung empfunden und aufgenommen.
Die Entscheidung fällt nicht durch Quantität sondern durch Qualität auf der höchsten und feinsten Ebene. Alles, was dafür nötig ist, steht jedem Menschen zur Verfügung - wir mnüssen nur damit umgehen lernen.
Ich freue mich auf Euren Erfolg.
Franz Josef Neffe

"Wenn ich Sie in dem Irrtum lasse, dass ich es bin, der Sie gesund macht, dann mindere ich Ihre Persönlichkeit!" Émile Coué
Lilly
Dabei seit: 11.06.2009
Beiträge: 255
@Lieber Franz Josef Neffe

danke für ihre Worte.
Unser Sohn ist jetzt fünf und geht seit letztem Sommer in den Kindergarten. Wir wussten immer das er nicht der "Norm" entspricht. Er spielt lieber alleine,teilt seine Gefühle wenig mit uns und hat oft Frustanfälle u.s.w. ! Doch wen ich in seine Augen sehe und er mich wiedermal mit seiner wunderbaren Fantasie überrascht. Empfinde ich unglaubliche Freude und Zufriedenheit. Kaum war er im Kindergarten waren seine Anfälle und seine verweigerung in der Gruppe mot zu machen ein Thema und wir mussten zum Gespräch. Da wurde uns empfohlen in bei der Frühförderung abzuklären( ein schlimmes Wort ). Was wir dan auch taten. Wärend des Gespräches mit der Kindergärtnerin dachte ich die ganze Zeit sie sieht nur die Probleme und nicht wie wunderbar und intressant mein Kind doch ist.
Nun ist die Abklärung durch und er weisst Autistische Züge auf. Also gieng es nocheinmal zum Gespräch. Und da sprach sie schon etwas anders von ihm nun hatte sie auch seine faszienierende Seite gesehen. Doch trotz allerdem wird er jetzt dan in einen Koordienierten Kindrgarten wechsel damit er bestmöglichst gefördert werden kann. Er wird auch immer öfter geschlagen und beschimpft weil er sich von den Kindern absonndert. Wir sind zuversichtlich das er danach in die 1.Klasse in unserem Dorf gehen kann.
Für uns ist unser Sohn gut so wie er ist und er müsste sich nicht ändern wir haben gelernt wie wir ihn lesen können er kann auch schmusen mit uns und zeigt mitgefühl. Was er halt im Kinergarten nicht kann. Wir hoffen das der neue Kindergarten eine gute lösung für ihn ist.
Franz Josef Neffe
Dabei seit: 17.11.2006
Beiträge: 1028
Gesteuert werden alle unsere Lebensfunktionen NICHT durch den bewussten Verstand. Wenn uns das klar ist, dann müsste uns doch geradezu schreiend auffallen, wie hilflos die Pädagogik (und Therapie) auf diesen, für fast nichts Entscheidendes zuständigen bgewussten Verstand fixiert ist.
Schon solche Worte wie "Abklärung" sind doch im Grunde beinahe eine Farce. Was ist denn dann KLAR? Noch nicht mal, was man alles NICHT weiß und kann. Wir nehmen einfach eine Papier-Checkliste und haken die vorgegebenen Punkte ab und geben uns dann dem Wahn hin, dass dadurch etwas gelöst wird. Wo aber bleiben die Lösungen danach?
Wenn uns KLAR ist, dass alle wichtigen Lebensfunktionen im UNBEWUSSTEN gesteuert werden, haben wir eine konkret Adresse, an die wir uns wenden können. Auch wenn wir es noch nicht können. Wann und wo lernt man bei uns, mit den UNBEWUSSTEN Kräften des Menschen umzugehen?
E.COUÉ ist ein wirkliches, konkretes, praktisches Beispiel, wie man das - für alle Lebensprobleme - erfolgreich macht.
Coué zeigte, dass wir mit unseren feinen, sensiblen, alles entscheidenden UNBEWUSSTEN Kräften in aller Regel umgehen wie "der Elefant im Porzellanladen". Nein, das ist ein schlechter Vergleich! Ich müsste sagen, wie der Mensch im Porzellanladen, denn Elefanten sind sehr feinfühlig.
Mit unseren feinsten, empfindsamsten Kräften - und denen unserer Mitmenschen - sollten wir FEIN umgehen lernen, dann bekommen wir EINFLUSS auf die Entwicklung. Es heißt ja auch EIN-FLUSS und nicht EIN-SCHLAG.
Natürlich akzeptieren wir jeden Menschen JETZT so, wie er IST. Dabei denke ich aber schon, wie er WERDEN KANN.Und dies strahle ich aus, und dafür helfe ich ihm, Türen zu öffnen.
Kein Mensch bleibt, wie er ist, es sei denn, alle, einschließlich ihm selbst, reproduzieren ihm immer wieder das alte BILD von sich. Lasst uns also die KRAFT DES NEUEN BILDES entdecken und erproben!
Ich freue mich auf Euren Erfolg.
Franz Josef Neffe

"Wenn ich Sie in dem Irrtum lasse, dass ich es bin, der Sie gesund macht, dann mindere ich Ihre Persönlichkeit!" Émile Coué