Behindertenheim

NYC
Dabei seit: 20.11.2015
Beiträge: 84
"Frau" schrieb:

Die ganze Diskussion hier zeigt ja, mit wie vielen Problemen die ganze Gesellschaft konfrontiert wird, wenn Föten mit geistiger Behinderung nicht abgetrieben werden. Das haben eben auch die 95% der betroffenen Schwangeren eingesehen im Gegensatz zu nur 5%, die da unbekümmert sind.



Solche Aussagen machen mir grosse Angst!
Ist die Menschheit empathisch am Nullpunkt angelangt?

Was genau sollte dann Deiner Meinung nach, mit Kindern bzw. Erwachsenen geschehen, die durch eine schwere Krankheit oder einen Unfall "erst" nach der Schwangerschaft, mit einer Behinderung konfrontiert werden?
Notschlachtung?



barbarar
Dabei seit: 12.04.2014
Beiträge: 48
Hallo kaye
Olala! Ich bin in meinem Leben einigen schwangeren Frauen begegnet und diese berichten dann auch in aller Regel sehr gerne über den Verlauf ihrer Schwangerschaft. Bestimmt ein beliebtes Frauenthema. Alle diese Frauen haben alle ihre Hoffnung geäussert, dass sie ein gesundes Baby zur Welt bringen. Wenn du nun schreibst, dass geistig behinderte Menschen eine Bereicherung für die Vielfalt des menschlichen Lebens sind, dann verstehe ich die Welt nicht mehr. Das ist ja, wie wenn jemand sagt, dass starke Erdbeben eine Bereicherung für die Vielfalt des Städtebilds sind. Das ist ja nun mal wirklich völlig daneben.
lirumlarum122
Dabei seit: 18.09.2013
Beiträge: 205
Mir wird grad ein bisschen schlecht, wenn ich eure Diskussion lese. Natürlich sind Menschen mit Behinderung – nicht nur aber auch – eine Bereicherung für die Gesellschaft. Manchmal frage ich mich ab Frauen, die alle nur erdenklichen vorgeburtlichen Tests machen und dann ein Trampolin in den Garten stellen, wo sie die Kinder unbeaufsichtigt stundenlang gumpen lassen, am liebsten grad noch ohne Sicherheitsnetz. Was tut man dann mit den "Behinderten" nach einem Trampolinunfall? Abtreiben kann man die ja dann nicht mehr.
barbarar
Dabei seit: 12.04.2014
Beiträge: 48
Hallo lirumlarum122
Solche Eltern müssen zur Rechenschaft gezogen werden, und zwar comme il faut! Das ist schon ein krasses Beispiel, das Du da anführst, und ich kenne niemanden, der so etwas je machen würde, oder habe auch noch nie von einem solchen Fall gehört so nebenbei. Aber nähmen wir mal an, dass es doch eine solche Situation gäbe, dann wäre das schon ungeheuerlich. Zum Glück sind wir ja in der Schweiz in einer Situation, wo Kinder, die - aus welchen Gründen auch immer - durch Unfälle oder Krankheiten behindert werden, kompetent umsorgt und behandelt werden. Wir sind da sehr gut eingerichtet dafür, finde ich.
Ich kann allerdings nicht erkennen. was das wirklich mit den hier angesprochenen Themen zu tun hat. Grosso modo ging es doch darum, ob die Fruchtbarkeit von geistig Behinderten nicht auf die eine oder andere Art unterbunden werden und ob man Schwangerschaften, die zu 'geistig' Behinderten führen, nicht vorzugsweise vorzeitig beenden sollte. Vom Gesetz her steht Letzterem ja nichts im Wege. Die Fristenlösung ist in diesen Fällen ja aufgehoben, weil die Tests ja bis zur 12. Woche nicht aussagekräftig sind.