Lerntherapie bei ADS?

Mukla
Dabei seit: 08.08.2005
Beiträge: 39
Franz Josef
Mich interessiert die autosuggestion. Wie sehen die Sätze konkret aus welche du einem Kind mit Konzentrationsproblemen und zappligkeit sagen würdest? Ich habe das richtig verstanden , dass du die sagst, während das Kind schläft? Danke
Smile79
Dabei seit: 07.04.2009
Beiträge: 2397
@mammameier
ev. hilft musik (keine stille)
ev. braucht sie weniger schlaf - (ich habe immer weniger geschlafen, als all
die anderen)
ev. hilft es (um runter zu kommen) - malen/basteln

bei ads könnte auch koffein (cola) beruhigen -
Mukla
Dabei seit: 08.08.2005
Beiträge: 39
Franz Josef Neffe: deine antwort nimmt mich Wunder.
Franz Josef Neffe
Dabei seit: 17.11.2006
Beiträge: 1028
Wer sagt denn, dass wir gleich das ganze Schulsystem ändern müssen oder sollen? Meine Idee ist eher, sich zuerst einmal selbst zu stärken und zu konzentrieren und gut zu informieren - starke konzentrierte Gutinformierte werden schneller besser verstanden und weniger attakiert.
Die Kämpfer verlieren immer den Krieg - auf beiden Seiten; gewinnen tun allein die, die kämpfen lassen - sie lenken die Kräfte.
Da wäre es doch klug, sich genau anzuschauen, bei wem welche Kräfte wie wirken und wie man sie lenken kann. Wenn ich zu den intelligenten Kräften eines Pädagogen zum Beispiel freundlicher bin als er selbst, dann bewirke ich dadurch konkret Entspannung in ihm und mehr Spielraum und Wohlbefinden für diese intelligenten Kräfte. Darum sage ich: Wenn ich mit deinen Kräften BESSER umgehe, mögen sie mich und folgen mir lieber als Dir.
Wenn ich zu einem Kind spreche - ob es schläft oder wach ist - ist das Wichtigste überhaupt dass ich zu 100% die Wahrheit sage. Dann sage ich: "Ich stehe auf Deiner Seite." und das muss dann aber die Wahrheit sein. Wenn ich mich für die Fehler meines Kindes schäme, wenn ich es unbedingt der Lehrerin recht machen will o.ä., dann stehe ich nicht auf der Seite des Kindes.
Um Suggestion vermarkten zu können, konditioniert man dazu immer wieder neue Bedingungen. Es gibt m.E. nur eine einzige Bedingung und die lautet: "Sprich mit dem Unbewussten und allen dort liegenden Kräften wie zu deinem besten Freund! Achte auf Reaktionen und reagiere sorgfältig darauf - wie Du das bei deinem besten Freund ja auch tätest!" Es geht also nicht um den Satzbau, es geht um die menschliche Qualität des Gespräches. Bei Gesprächen mit Fremden achten wir ganz automatisch darauf. Bei Gesprächen mit uns selbst sind wir dressiert, möglcisht alles verkehrt zu machen. Darum noch einmal: "Sprich mit Dir selbst - oder dem Selbst Deines Kindes - immer so, wie Du gerne möchtest, dass man mit Dir spreche!"
Ich habe die Punkte der Schlafsuggestion ja schon oft zusammengefasst: die erschöpften Kräfte auftanekn, ihnen eine neue Orientierung geben, ihnen ihre gute Entwicklung ausmalen und schließlich einen klaren Auftrag dafür geben. Und ihnen zeigen, dass man sie verlässlich auf ihrer Seite am Ziel erwartet. Im Coué Brief 9 auf der Coué Seite finden sich ggf. weitere Beispiele dazu. Ich freue mich auf Euren Erfolg.
Franz Josef Neffe

"Wenn ich Sie in dem Irrtum lasse, dass ich es bin, der Sie gesund macht, dann mindere ich Ihre Persönlichkeit!" Émile Coué
Smile79
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@fjn
stimme dir zu!
wenn ich dich richtig verstehe, es ist die einstellung -

wenn man seine stärken UND seine schwächen akzeptieren kann, diese wahrnimmt und mit der akzeptanz (dass man eben adere wege erarbeiten muss um so zu funktionieren wie andere)
seinen selbstwert stärkt, erreicht man viel mehr als mit dem ständigen kampf sich gegen seine schwächen zu wehren.

und bei adhs ist es eben so, dass die schwächen nicht beim nicht-können liegen sondern beim unbeständigem.
gruss
Smile79
Dabei seit: 07.04.2009
Beiträge: 2397
uups muss mich korrigieren... man fuktioniert nicht, wie andere. man fuktioniert anders.... doch das resultat zählticon_wink.gif
Franz Josef Neffe
Dabei seit: 17.11.2006
Beiträge: 1028
Die SCHWÄCHEN zeigen doch nur, dass es den STÄRKEN in uns, die etwas tun sollten, schlecht geht. Schwächen sind nichts weiter als Indikatoren: Anzeiger. Sie sagen: Kümmere Dich endlich um die STÄRKEN, sie sind zu schwach, sie sind geschwächt, sie brauchen Hilfe, Achtung, Anerkennung,. Interesse, Stärkung und mehr desgleichen.
Wenn ein Kind unruhig ist, dann braucht die Ruhe Stärkung.
Wenn es Schreibfehlermacht, dann braucht das Schreibtalent Stärkung.
Wenn es Angst hat, dann braucht seine Seelenkräfte Stärkung.
Und was machen wir?
Wir kümmern uns nicht um die Ruhe sondern stellen die Unruhe in den Mittelpunkt, machen sie mit wissenschaftlich klingenden namen wie ADHS wichtig und lassen die Kräfte der Ruhe verhungern. Ja wir verhöhnen sie oft noch, indem wir behaupten, das Kind habe sie nicht und sie könnten nie entwickelt werden.
Mit den Schreibtalenten gehen wir genauso dämlich um. Wir streiten dafür, dass das Kind sie nicht hat und nie haben wird und zelebrieren eine neue Pseudoreligion für die sog. Legasthenie. Da wir alle Energie in die Legasthenie stecken, muss sie immer stärker werden, und da die Energie im gleichen Maß den Schreibtalenten entzogen wird, müssen sie dahinschwinden und - doch wohl logischerweise - vor so einer Pädagogik die Flucht ergreifen.
Die einzige wichtige Aufgabe, die wir haben, ist doch nur, den Kräften treu zu bleiben und sie gut zu behandeln, von denen wir etwas wollen. Das reicht schon fast für die gute Entwicklung aus. Und gut entwickeln kann sich jeder Mensch, sogar Pädagogen. Ich grüße herzlich.
Franz Josef Neffe

"Wenn ich Sie in dem Irrtum lasse, dass ich es bin, der Sie gesund macht, dann mindere ich Ihre Persönlichkeit!" Émile Coué