Warum es oft immer schlechter geht, je besser wir es machen.

Franz Josef Neffe
Dabei seit: 17.11.2006
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Probleme erscheinen als Sachprobleme aber sie SIND immer persönliche Probleme - Warum es oft immer schlechter geht, je besser wir es machen.

Wenn Otto Rechenfehler macht fördert man ihn in Rechnen und lässt ihn mehr üben. Davon werden seine Rechentalente aber nicht stärker sondern müde, erschöpft und schwächer. Das löst die Autosuggestion aus: "Ich kann nicht. Ich schaffe es nicht. Ich werde immer schlechter. Ich bin ein Versager. Ich schaffe das nie. Ich kann´s einfach nicht! usw."
Er registriert, dass er an Ansehen verliert und fühlt sich infolgedessen weniger wert.
Wenn Otto die Hausaufgabe macht, stöhnt er: "Scheiß Mathe! Es ist zum Kotzen! Ich kann´s ja eh nicht! usw." und programmiert damit exakt seine Entwicklung. Sein Gedächtnis kann und darf nicht auswählen. Es speichert mitnichten nur die Rechnungen, es speichert alles andere mit: die Scheiße, die Kotze, das Ich-kann´s-nicht, die Ängste, die Wut, die Ohnmachtsgefühle etc., etc. Bei der nächsten Matheprobe kannst du sehen, wie´s in seinem Gesicht arbeitet, wenn er diesen Misthaufen durchwühlt, um die richtige Aufgabe zu finden.
Otto lässt das Problem nicht los, weil iohm das alle so verkehrt vormachen.
Man erschöpft auf der Sachebene seine Kräfte und scheitert auf der Persönlichkeitebene unweigerlich immer mehr.
Auf der SACHebene erSCHEINen die Probleme. Sie sind gar nicht die wirklichen und wirksamen Probleme, sie sind die SCHEINprobleme. Die Pädagogen arbeiten sich und uns - sinnlos - auf, weil sie SCHEIN und SEIN nicht erkennen und unterscheiden.
In der neuen Ich-kann-Schule werden die SEINSPROBLEME beachtet und gelöst.
Wenn Hans Rechenfehler macht, behandle ich ihn nicht als Versager sondern als Rechengenie, damit er nicht Versagen lernt sondern GENIAL WERDEN. Ich übe keine einzige Rechnung sondern suggeriere die mögliche gute Entwicklung und stärke dadurch die Talente. Meistens wachsen sie durch die gute Behandlung wie verrückt. Ich hab schon erlebt, dass jemand, der "wissenschaftlich abgesichert" mit einer Rechenschwäche arbeiten musste, mir nachdem ich ihn für sich und seine Talente begeistert hatte, sagte: "Das sind ja Babyaufgaben. Hast du nicht was Schwereres?"
Ich habe mich nicht um den schlecht aussehenden SCHEIN gekümmert sondern sein SEIN gestärkt und verbessert.
Ich habe erlebt, dass nach drei Minuten Persönlichkeitsstärkung ein 11jähriger Junge, der mir als "am Rande zuer geistigen Behinderung" vorgestellt wurde, dreimal so schnell rechnete wie sonst und viemal soviel richtig. Keinerlei Mühen waren dafür nötig, im Gegenteil, nur ein intelligenter freundlicher Umgang mit seinen Talenten.
Nicht einmal DENKEN dürfen wir, dass ein Kind etwas nicht kann, denn das macht durch unsere Ausstrahlung eine ATMOSPHÄRE, die Nichtkönnen im Wachsen begünstigt. Wer intelligent ist, nutzt seine Ausstrahlung für eine Atmosphäre in der die Potentiale potent werden.
Natürlich funktioniert das nicht nur bei Rechenproblemen sondern mit allen Problemen. Jede ASCHWÄCHE zeigt uns nur, dass wir die STÄRKE NICHT GESTÄRKT haben. Wenn wir aus Schwächen eine Krankheit machen, vernichten wir jede gute Entwicklung, nicht nur für das Kind sondern für alle. Auch Eltern und Lehrer scheitern an solchen "Kleinigkeiten". Dabei bräuchten wir doch nur jeweils das Ergebnis unseres Tuns sorgfältig prüfen: Wenn es immer leichter und besser geht, machen wir´s richtig, und wenn es immer schwerer geht, machen wir absolut alles verkehrt.
Auf Youtube, Facebook usw. finden sich noch mehr Lösungsbeispiele aus der neuen Ich-kann-Schule. Ich freue mich auf euren Erfolg.
Franz Josef Neffe

"Wenn ich Sie in dem Irrtum lasse, dass ich es bin, der Sie gesund macht, dann mindere ich Ihre Persönlichkeit!" Émile Coué