Meint der das Ernst?

KlaraM
Dabei seit: 01.03.2013
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@Scheri

Ich kann Kaye nur zustimmen: Wenn man Teilzeit arbeitet, hat man immer das Gefühl, eben nicht genug dort zu sein. Ich hasse, dieses "Nein, an dem Tag bin ich nicht hier." oder "Erst am Donnerstag wieder.". Ich merke, wie Teilzeit eben nicht ganz dorthin führt, wo es mich zufrieden stellt. Trotzdem ist Vollzeit keine Option, weil ich eben der Meinung bin, dass die Kinder es auf jeden Fall wert sind, dieses Gefühl auf sich zu nehmen.

Meine Kinder sind grösser, deshalb hat sich der andere Teil, das Gefühl, zu Hause eben auch nicht genug da zu sein, erledigt. Das ist höchstens mal der Fall, wenn ein Kind krank daheim ist, ich aber bei der Arbeit. Sonst nie, da den Kindern durch meine Abwesenheit keine Nachteile entstehen.
Aber klar, Hausarbeiten oder Sachen, die ich erledigen sollte, bleiben schon mal liegen und der Haushalt ist nicht ganz so perfekt. Aber was soll's, das ist ja nun wirklich nicht wichtig.

Am einfachsten wäre das wohl in einem 0800-1700-Job, wo man die Gedanken an die Arbeit beim "Aufstempeln" ablegt und erst beim "Einstempeln" wieder aufnimmt. Diese Jobs sind aber immer seltener und in gewissen Berufen nicht vorhanden.
Scheri
Dabei seit: 22.12.2014
Beiträge: 399
@KlaraM
Ich kann das, was du schreibst teilweise nachvollziehen.

Also doch nicht satirisch ?
KlaraM
Dabei seit: 01.03.2013
Beiträge: 1770
Doch, weil Mann denkt, er hätte weiss-ich-was entdeckt, dabei sind vor ihm schon ein paar Mütter mit Erwerbstätigkeit zur gleichen Erkenntnis gekommen. Es ist im Fall das Gleiche, ob Mutter oder Vater. Abgesehen von Mutterschaftsurlaub und Recht auf Stillzeit.

Und Lohnen tut es sich allemal. Also kein Grund, deshalb das andere Modell zu bevorzugen.
nanny72
Dabei seit: 21.05.2006
Beiträge: 1060
KlaraM
danke mit deinem link konnte ich den beitrag lesen
vatter
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 17.10.2014
Beiträge: 3
Ich habe, als meine Frau 2006 schwanger war, meinem damaligen Arbeitgeber (dem Inhaber einer mittelgrossen Werbeagentur) davon berichtet, dass ich Vater werden würde. Das fand er toll. Aber meinen Wunsch, auf 60% zu reduzieren, um die Betreuungs-, Erziehungs- und Hausarbeit mit meiner Frau zu teilen (auch sie arbeitet seit der Geburt unseres Sohnes 60%) fand er dann gar nicht toll. Er beharrte auf einer 100%-Anstellung.

Konsequenterweise habe ich die Stelle dann sofort gekündigt, ohne eine neue in Aussicht zu haben. Und, wie ich es gehofft habe, fand ich glücklicherweise sehr rasch (im direkten Anschluss an meine gekündigte Stelle) einen neuen 60%-Job, der mich sehr erfüllt.

Ich erlebe, wie meine Frau auch, das Beste aus beiden Welten: Arbeit daheim und bezahlte Arbeit ausserhalb. Ich erlebe (und erdulde) den wichtigen und meistens unspektakulären Alltag mit meinen Kindern. Die Sprüche zu diesem gleichberechtigen Beziehungs- und Lebensmodell lassen mich so was von kalt!

Deswegen mag ich nicht in Reto Hunzikers Gejammer einstimmen.

Für mich sind die drei wichtigsten Punkte zwischen Vater und Kind respektive Kindern: Beziehung, Beziehung, Beziehung.

[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 13.12.2015 um 11:46.]
KlaraM
Dabei seit: 01.03.2013
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*dreimalganzfestaufdenlikebuttongedrückt*