Warum fragt niemand nach seinen Kindern?

goodie
Dabei seit: 12.11.2011
Beiträge: 3372
Naja das Wort sagt es ja selber, sonst müsste man es in Elternzeit umwandeln. Mutterschaftsurlaub ist ja für die Mutter um sich von den strapazen der SS und der Geburt zu erholen und sich aufs Stillen zu konzentrieren, weil eine Frau die ein Baby adoptiert bekommt kein Mutterschutzurlaub.

„Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg."

Mahatma Gandhi
Blue64
Dabei seit: 20.08.2003
Beiträge: 1456
Nun - ich bring wieder ein bisschen Feuer ins Forum: in Österreich heisst es nicht mehr Mutterschaftsurlaub, sondern "Elternkarenz" und kann zwischen Mutter und Vater aufgeteilt werden! 😊

Ich denke, also bin ich hier falsch !
GabrielaA
Dabei seit: 18.10.2002
Beiträge: 5613
@Blue: in Österreich müssen sich somit die Mütter weniger von der SS und Geburt erholen?
goodie
Dabei seit: 12.11.2011
Beiträge: 3372
Aber Mutterschutz gibts nachwievor noch in Österreich auch da müssen sich Schwangere Frauen vor und nach der Geburt schonen. Also gibts dort zusätzlich noch eine Elternzeit und das finde ich nur richtig dass der Vater da auch zum Zug kommt. Und zwar giltet der Anspruch bis zum 7. Jahr des Kindes. Für mich sind das 2 Paar Schuhe, weil die beginnt mit dem Ende des Mutterschutzes.

„Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg."

Mahatma Gandhi
Scheri
Dabei seit: 22.12.2014
Beiträge: 399
@KlaraM

Mit "diese Diskussionen hatten wir ja schon..." bin ich auf die Themen von GabrielaA eingegangen. Hätte zitieren sollen.
Scheri
Dabei seit: 22.12.2014
Beiträge: 399
Aber zum Ausgangsthema:

Mir scheint es immer wieder, als ob die modernsten Ansicht der Frauen immer wieder die Natur grundlegend aushebeln will. Es kann ja sein, dass wir uns immer mehr von der Natur weg entwickeln. Aber wie gesagt, natürlicherweise entsteht während der Schwangerschaft eine Symbiose zwischen Mutter und Embryo. Warum diese Symbiose so schnell wie möglich auflösen ?

Ein weiterer Aspekt ist für mich das menschliche Balzverhalten. Auch wenn sich ganz viele Leute diesbezüglich nicht bewusst sind und auch wenn es Beispiele gibt wo es anders gelaufen ist, trotzdem gehe ich davon aus, dass die Meisten nach folgendem Muster verlaufen sind (ich weiss, das ist eine gewagte These und wird im idealsten Fall viel Empörung bei den Frauen auslösen, hihihi...) :

Wen findet eine Frau als Mann attraktiv, um mit ihm Familie zu gründen? Ein Mann, von dem frau ausgehen kann, dass er ein liebevoller Mensch ist aber mindestens so wichtig, dass er fähig ist, gute Kohle zu verdienen, um die Familie, mindestens während der ersten Phase des Mutter/Kind Glücks ernähren zu können. Am Besten auch noch auf einem solchen Niveau, dass auf keine Annehmlichkeiten verzichtet werden muss (grosszügiger Wohnraum, den Lebensumständen passendes Auto, vielleicht auch mal Ferien auf den Maledieven oder ganz einfach eine Ferienwohnung in Laax...).
Das ist jetzt gerade ein wenig überspitzt ausgedrückt, aber ich behaupte, dass wir (natürlicherweise?) so funktionieren.
Der Mann hingegen fürchtet sich vor einer Frau, welche ihm beruflich überlegen ist und fühlt sich gut, wenn er der Frau Schutz und (finanzielle) Potenz bieten kann.
Ergo, ist es ja auch nachvollziebar, dass die Väter die 100% Jobs und die Karrieren schmeissen und die Mütter die Teilzeitjobs und das Hauptaugenmerk auf die Kinder haben.
Somit wundert es mich auch im Jahre 2017, KlaraM, nicht, dass die Mütter gefragt werden, wie sie denn den Job und das Familienmanagement meistern. Ist ja schliesslich eine grosse Leistung, welche Beachtung verdient.

Und mal ehrlich, wer von euch Forum Müttern wäre wirklich daran interessiert, dass ihr Mann per sofort z.B. von 100% auf z.B. 60% reduzieren würde und gleichzeitig auf weitere Karriere verzichtet ?

Alles hat Vor- und Nachteile. Ich bewundere auch Männer, welche in leitenden Funktionen in richtig tollen Jobs sind und nebenher auch noch den engagierten Familienvater geben. Woher nehmen die diesen Power ?
Blue64
Dabei seit: 20.08.2003
Beiträge: 1456
In der Elternzeit ist der Mutterschutz integriert - 8 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt darf Frau nicht arbeiten. Danach beginnt die Karenzzeit - diese können Frau und Mann sich teilen, dauert 2 Jahre, aber der A n s p r u c h auf Teilzeit gilt 7 Jahre! Wenn Frau nur 1 Jahr geht, darf Mann innert 7 Jahren seinen Teil nehmen.

Ich denke, also bin ich hier falsch !
Blue64
Dabei seit: 20.08.2003
Beiträge: 1456
Ich kenn viele Paare, die sich - schon damals, als ich noch in Wien lebte - die Kinder"aufzucht" teilten: während es bei den Angestellten beruflich immer zu Lasten des Mannes ging, war es bei den Akademikern die Frau, die Einbussen hatte!
Aber ich kann mich nicht erinnern, dass in meinem Freundes- und Bekanntenkreis danach gefragt wurde, wer grad das Kind hütet. Aber immer, wirklich immer, was der Arbeitgeber sagt, dass er/sie das Pensum reduziert hat!

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 23.01.2017 um 06:46.]

Ich denke, also bin ich hier falsch !
Quest
Dabei seit: 05.11.2002
Beiträge: 975
Also wenn ich von Zu Hause weg bin, dann frag ich weder Frau noch Mann wo denn die Kinder sind.

Das ist mir einfach schlicht egal. Ist ja deren Bier und nicht meins.

Gerade wenn es was geschäftliches ist, dann sowieso.

Bin ja froh, wenn mich auch niemand fragt, denn das geht auch niemanden was an.
goodie
Dabei seit: 12.11.2011
Beiträge: 3372
Hab ich selber auch noch nie gefragt und ich wurde selber auch noch nie gefragt, oder doch als ich mit einer Bekannten nach London bin. Da hab ich dann nur gesagt, die haben doch auch einen Vater.

Ich würde mir für die Schweiz auch wünschen dass Männer Anspruch auf eine gewisse Anzahl Wochen Teilzeitarbeit hätten nach der Geburt und/oder einige Wochen Elternzeit beziehen könnten. Ich glaub das würde den Vätern wirklich gut tun.

„Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg."

Mahatma Gandhi