Der Freund meiner Tochter

Orcas_neu
Dabei seit: 31.05.2012
Beiträge: 65
ich finde das ein sehr schwiriges Thema, einerseits ist sie erst 17 und gleichwohl in einem Jahr volljährig (ich finde das zu früh, aber das ist eine andere Diskussion icon_cool.gif)
Ich würde versuchen, mit Hilfe eines Aussenstehenden, bei uns wohl mit unserem Jungendarbeiter, das Gespräch mit meiner Tochter suchen, und zwar nicht in dem Sinn, ich will nicht, dass du mit x zusammen bist, sondern eher, ihr einen Spiegel vorhalten über ihre Art der Beziehung. In einem weiteren Schritt das gleiche mit ihm.
Solange sie bei euch sind, gelten eure Regeln, ob nun mit 17 oder mit 25 - das ist egal!

Ich wäre auch sehr unglücklich, wenn meine Tochter einen solchen Freund hätte und ich würde auch wollen, dass sie solche Unterdrückung nicht zulässt. Wo führt das den hin?

Ob du eilst oder ob du langsam gehst, der Weg bleibt immer derselbe!

chinesisches Sprichwort
Marley
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 02.11.2012
Beiträge: 10
Ich danke Dir für Deinen Rat, genau deswegen schrieb ich diesen Beitrag, Ich bin mit meinem Latein am Ende und genau dann ist es sehr hilfreich Ratschläge und Ideen zu erhalten um wieder einen Weg zu finden
Blue64
Dabei seit: 20.08.2003
Beiträge: 1456
Marley, sie fährt nicht gegen eine Mauer, aber sie nimmt nun das in Anspruch, das ihr zusteht: sie macht ihre eigenen Erfahrungen.

Und wenn diese weh tun, so gehört auch das zum Reifen, Erwachsen werden.

Und dir als Mutter bleibt nur eines: da zu sein, wenn sie dich braucht und aushalten, ihre Tränen, ihre Wut, was auch immer. Es wird nicht das erste mal und nicht das letzte Mal - aber deine Tochter hat ein Recht auf ihre eigenen Erfahrungen.

Wenn eure Beziehung stimmt, dann hast du nichts zu befürchten.



Ich denke, also bin ich hier falsch !
VreniK
Dabei seit: 18.12.2012
Beiträge: 2
Hallo Marley,

ich kann das sehr gut nachempfinden, dass dir jedes mal wenn sie zu ihm geht fast das Herz bricht.
Wie alle hier bin auch ich der Meinung, dass das eine sehr schwierige Situation ist, vor allem deshalb, weil deine Tochter ja schon fast volljährig ist, d.h. verbieten kann man ihr nicht mehr viel, zumindest nicht mehr lang...
Letztendlich muss deine Tochter mit 17 Jahren selber entscheiden, mit wem sie ihre Zeit verbringt, welche Menschen ihr gut tun und welche nicht. Das gehört auch zum Lernprozess des Erwachsenwerdens mit dazu.

Auch wenn es schwierig ist, wäre ich an deiner Stelle zuversichtlich. Sie ist 17 und wird ihre Einstellung zum Leben und zu den Menschen mit Sicherheit noch ändern. Und wenn ihr Freund wirklich schlecht für sie ist und ihr nicht ausreichend Freiraum lässt, wird sie das eines Tages merken und sich ganz von selbst von ihm lösen. Das muss auch keine Ewigkeiten dauern, gerade in dem Alter ändert man seine Meinung ja manchmal auch sehr schnell. Und wenn du dann für sie da bist wird sie dir dafür ganz sicher sehr sehr dankbar sein.

Und denk immer dran: Egal was momentan passiert, der Kerl ist vielleicht ihr Freund für einige Zeit, du hingegen wirst ihre Mutter bleiben und zwar ein Leben lang!
nea
Dabei seit: 13.03.2010
Beiträge: 7
Die fast volljährige Tochter soll ihre eingenen Erfahrungen machen können. Schlechte wie gute. Ganz klar. Die Mutter und der Vater (Wo steht der eigentlich? Was macht er mit der Situation?) sind für die Tochter da und stellen im Übrigen Regeln auf, wie das Zusammenleben zu Hause ablaufen soll. Soweit so gut.
Die Frage, die sich mir stellt ist nur: Kann dieser junge Mann der Tochter auch so sehr schaden, dass sie wirklich einen psychischen Schaden davonträgt, der sich dann nicht mehr so einfach beheben lässt? Oder hat er sie so fest in der Hand, dass sie aus dieser Beziehung gar nicht mehr rauskommt, auch wenn sie irgendwann merkt, dass die eben nicht so toll ist, wie sie zunächst dachte? Besteht die Gefahr, dass er ihr sogar etwas antun würde, wenn sie beginnt, sich zu wehren? - In Deiner Situation würde ich mich daher an eine Beratungsstelle wenden. An irgendeine, die geeignet erscheint und mich dann durchfragen, bis ich jemanden gefunden habe, der mir da wahrscheinliche Szenarien aufzeigen kann. Vielleicht auch noch eine zweite Meinung einholen. Und wenn bei diesen Experten die Alarmlämpchen leuchten sollten, dann sollen sie auch noch gleich die Strategien erläutern, die in so einer Situation angebracht und wirkungsvoll sind.

Never ever give up.
zimtapfel
Dabei seit: 28.12.2012
Beiträge: 7
Eine Beratungssetelle finde ich total überzogen, so schlimmist der Kerl nun auch wieder nicht. KLar, ich kann verstehen wie sehr dich das stört und nervt. Und finde es auch schade, besonders für deine Tochter. Was aber wohl der einzige Weg ist: IMMEr für sie da zu sein! Sie wird (da bin ich mir sicher) früher oder später bemerken, wie blöd ihr Freund ist und sich selber von ihm abwenden. ANscheinend ist sie sein Lebensmittelpunkt und er braucht ihre komplette Aufmerksamkeit, das zeugt nun nicht von einem besonders reifen Kerl.
Klar, es wird Tränen geben. Aber dann bist du da und kannst ihr beistehen.
Connie72
Dabei seit: 03.06.2012
Beiträge: 145
Hallo Marley
habe mich nun mal durch dein Thema gelesen, und finde es höchst interessant. Beratungsstelle würd ich von vornherein ausschliessen, gibt nur mehr Widerstand von deiner Tochter und ein noch grösseres Gefühl der beiden "alle mischen sich ein, lassen uns nicht in Ruhe" usw. Und es ist möglich, dass sich die beiden ganz von Dir und der Familie abwenden! Es ist sehr schwierig, dir Ratschläge zu geben, denn wenn die beiden nicht auseinander wollen, bleiben sie zusammen! Persönlich finde ich, dass Hausregeln auch mit 17 und älter grundsätzlich eingehalten werden sollten, leider klappt das auch bei uns nicht ganz immer ( Junior 17, Tochter 15).

Aber warum berührt mich das Thema überhaupt? Mit 17 lernte ich einen Jungen kennen, sehr nett, anständig, zuverlässig, alles was sich eine 17 jährige so wünscht. Leider hatte er nicht die gleiche Religion wie ich und meine Familie und somit war klar das meine Eltern dagegen waren! Sie probierten alles, um uns zu trennen. Da ich unbedingt mit ihm zusammen blieben wollte, blieb mir schlussendlich nichts anderse übrig, als mich für eine Weile ganz von meinen Eltern abzuwenden.

Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag.
Connie72
Dabei seit: 03.06.2012
Beiträge: 145
Unsere Beziehung lief gut, und so nahm ich auch wieder Kontakt zu meinen Eltern auf, wobei es einfacher mit meiner Mutter war, Vater töibelte noch länger, (ich war immer seine Lieblingsvorzeigetochter). Heute haben wir wieder ein gutes Verhältnis, der Junge von damals ist noch immer mein Mann und auch mit dem verstehen sie sich bestens....... die Grosskinder mögen sie auch.

Ist aber schon prägend dieses Erlebnis, denn das Ganze ging natürlich über Jahre.

Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag.
ProudDaddy
Dabei seit: 13.07.2021
Beiträge: 1
Hallo Marley

Und wie ging das Ganze nun aus? Ich erlebe gerade Ähnliches mit meiner Tochter. Ich muss mich auch jeweils zusammenreissen, damit ich nicht überreagiere.