Freundin meines 17jährigen Sohnes

GabrielaA
Dabei seit: 18.10.2002
Beiträge: 5508
Ich fände es schön, wenn mein 17 Jähriger uns seine Freundin(nen) jeweils überhaupt vorstellen würde und sie nach Hause bringen würde.

Wenn sie halt nicht mit euch gemeinsam essen möchten, würde ich ganz ruhig bei Gelegenheit den Sohn so ganz nebenbei fragen, ob es einen bestimmten Grund gibt.

Vielleicht liegt es an den hier aufgezählten Gründen? Vielleicht ist ihr/ihnen das Essen nicht so wichtig und sie möchten lieber die Zeit für sich nutzen? Vielleicht ist sie schüchtern und hat Hemmungen, mit euch zu essen? Wieviele Personen seid ihr denn? Hat er noch Geschwister?

Auch ich würde dir raten, nicht zu viel zu drängen. Mein Sohn macht da ganz schnell dicht, und dann geht grad gar nichts mehr. Bei ihm muss ich immer sehr behutsam vorgehen, damit er nicht gleich wütend wird und sich vor mir verschliesst.

Mich als Mutter würde auch eher interessieren, weshalb ihre Eltern nichts von der Beziehung wissen (dürfen?). Das könnte auch ein Grund sein fürs nicht-Essen. Wenn sie bei euch isst, so könnte es sein, dass sie zu Hause nichts mehr mag. Sie kann aber nicht sagen, dass sie beim Freund war und dort gegessen hat. Wer weiss, vielleicht wollen ihre Eltern auch, dass sie sonntags jeweils zu Hause gemeinsam mit der Familie isst? Dann steht sie zwischen ihrer und seiner Familie.

Falls die Beziehung über längere Zeit hält, kannst du immer noch mit dem Sohn reden. Ganz sanft ansprechen und nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen. Kann auch gut sein, dass sich das alles in wenigen Wochen von alleine löst.

Mit 17 würde ich jetzt nicht mehr darauf bestehen, dass alle gemeinsam am Sonntag essen müssen. Das gäbe bei uns eher Stress. Unser Sohn verbringt die WE ab und zu beim Kollegen, wo er auch ab und zu isst. Wir haben Steamer, da kann er sich auch was wärmen, wenn er möchte.

Ich muss einfach wissen, ob er kommt oder nicht, und wo er sich aufhält. Alles andere ist egal.
yucca
Dabei seit: 08.02.2007
Beiträge: 3069
"Swiss" schrieb:

Wenn ich das ansprech bei meinem Sohn dann wird er ausfallend und meint das könne mir egal sein.


Die Aussage deines Sohnes, finde ich jetzt auch nicht die feine Art. Es sollte doch möglich sein sachlich darüber zu reden, so dass du es verstehst. Schliesslich lebt ihr zusammen unter einem Dach, da darf eine gegenseitige Rücksichtnahme, von beiden Seiten, erwartet werden.

Auch aus Steinen, die in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.
KlaraM
Dabei seit: 01.03.2013
Beiträge: 1770
@Yucca

Klar, tönt etwas ruppig, aber vom Inhalt her hat er schon Recht. Die junge Frau möchte nicht mitessen. Das muss sie nicht wirklich begründen, wenn sie nicht will. Ausserdem ist sie bei ihm zu Besuch und nicht bei seinen Eltern.


Mal im Ernst: Jetzt sind sie 17, seit einem Monat zusammen und entdecken sich gerade erst gegenseitig. Natürlich wollen sie das nicht noch unter elterlicher Beobachtung tun. Alles ist neu, sie sind noch unsicher, auch zueinander. Wenn's dann länger hält und sie sich miteinander entspannt fühlen, dann wagen sie sicher auch ein Abendessen mit den Eltern. Los lassen ist angesagt, Swiss.
Swiss
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 24.12.2004
Beiträge: 31
Danke für eure Meinungen. Ich bin schon sehr erstaunt über Aussagen wie das geht mich nichts mehr an. So lange mein Sohn noch zu Hause wohnt gibt es schon noch so einiges was mich angeht. Mal schauen wie es weiter geht.
yucca
Dabei seit: 08.02.2007
Beiträge: 3069
@KlaraM
mir ist dass schon klar... trotzdem finde ich seine Reaktion nicht richtig. Er könnte es wenigstens erklären, damit Swiss es versteht. Bekanntlich macht der Ton die Musik und etwas Anstand darf man ja auch erwarten. Wenn ich wüsste dass die Freundin/Freund meins Kindes Hemmungen hat, oder eine andere Esskultur pflegt gehe ich als Mutter doch anders damit um. Ich nehme mal an dass er seinen Lebensunterhalt nicht selber verdient, deshalb finde ich eine gewisse Kommunikation auch angebracht. In der Schule oder Berufsleben geht das auch nicht so.

Auch aus Steinen, die in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.
KlaraM
Dabei seit: 01.03.2013
Beiträge: 1770
"yucca" schrieb:

Bekanntlich macht der Ton die Musik und etwas Anstand darf man ja auch erwarten.


Absolut einverstanden. Irgendwie habe ich aber das Gefühl, dass es Swiss weniger darum geht, sonst hätte sie einen anderen Titel gewählt. "Mein Sohn ist frech" oder sowas. Sie sieht das Problem aber anderswo. Ich vermute, der Sohn gibt auch sonst mal patzige Antworten. Aber nein, ich finde auch, so spricht man nicht miteinander, und das würde mich viel mehr beschäftigen als die Frage nach dem Raclette zusammen oder doch nicht.

"yucca" schrieb:

Ich nehme mal an dass er seinen Lebensunterhalt nicht selber verdient, deshalb finde ich eine gewisse Kommunikation auch angebracht.

Damit hingegen bin ich gar nicht einverstanden. Es gibt Regeln des Zusammenlebens, aber mit dem Einkommen hat das nichts zu tun.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 19.01.2016 um 11:35.]
KlaraM
Dabei seit: 01.03.2013
Beiträge: 1770
"Swiss" schrieb:

Er sieht sie nur einmal in der woche zum Glück.


Vielleicht hat es damit etwas zu tun, dass sie nicht mitessen will? Scheint ja nicht besonders willkommen zu sein. icon_confused.gif
yucca
Dabei seit: 08.02.2007
Beiträge: 3069
"yucca" schrieb:

Ich nehme mal an dass er seinen Lebensunterhalt nicht selber verdient, deshalb finde ich eine gewisse Kommunikation auch angebracht.

Damit hingegen bin ich gar nicht einverstanden. Es gibt Regeln des Zusammenlebens, aber mit dem Einkommen hat das nichts zu tun.


ja KlaraM, da hast du recht. Habe mich wohl etwas unglücklich ausgedrückt.
Mir geht es mehr um die Kommunikation, bezgl. "kann dir egal sein" und im nachhinein zu erwarten, den Kühlschrank zu plündern. Das stimmt für mich def. nicht.

Auch aus Steinen, die in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.
Swiss
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Doch KlaraM sie ist willkommen bei uns, genauso wie jeder andere auch. An dem kann es nicht liegen. Ansonsten bräuchte sie ja nicht zu kommen.
Swiss
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Beiträge: 31
Yucca, ich finde halt dass man sich auch als 17jähriger an Regeln und Absprachen halten kann und genau wie du sagst, er verdient zwar was, aber er ist noch auf uns angewiesen. So lange man zu hause wohnt muss man sich auch anpassen.