KIrchenaustritt der Kinder

Harlekin
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 15.10.2002
Beiträge: 23
Hallo zusammen.

Meine Kinder (13 und 14 haben schon länger den Wunsch aus der ref. Kirche auszutreten, da sie nichts damit anfangen können.

Wäre ja an und für sich kein grosses Problem, wenn da meine Ex-Frau nicht wäre,die der Meinung ist, dass Kinder eine religiöse Grunderziehung brauchen. Sie selber besucht aber weder Gottesdienste noch andere Veranstaltungen. Ich bin schon vor Jahren ausgetreten.

Der Austritt an sich wäre ja einfach, aber als Geschiedener mit gemeinsamen Sorgerecht braucht es da wohl die Zustimmung beider Elternteile, ansonsten hätte ich da schon längst gemacht.

Hat irgendjemand Erfahrungen gemacht mit einer ähnlichen Situation? Dann meldet Euch doch bitte.

Besten Dank im Voraus.

Sic vis pacem parabellum
Yvonne
Dabei seit: 31.12.2001
Beiträge: 711
Hallo Harlekin
Ich gehe davon aus, dass deine Ex-Frau dann auch grad die religiöse Grunderziehung übernommen hat, oder? *ironieoff*

Einen wirklich guten Rat kann ich dir nicht geben, aber wenn sie volljährig sind, dürfen sie ja dann selber entscheiden. So müssten sie wohl solange warten, und erst dann aus der Kirche austreten? Bin mir nicht mal sicher, ob sie das (zumindest bei den Reformierten) mit 16 machen können.....

Alles Gute dir!
Spargel_2
Dabei seit: 26.10.2007
Beiträge: 1428
13 und 14 Jahre... bei uns können sie selbstständig ab 16 Jahren aus der Kirche austreten (röm. Kath.). Ich würde also nicht zu viel Kraft dafür aufwenden, weiter mit deiner Ex-Frau zu streiten. Es ist ja absehbar für die Kids.

Nehme jeden Tag wie er kommt!
Madruna
Dabei seit: 25.04.2011
Beiträge: 379
In der ref. Kirche sind die Kinder auch volljährig mit 16 Jahren.
In diesem Fall hier geht es vermutlich darum, dass die Kinder nicht mehr in die KUW wollen. Daher möchten die Kinder wohl nicht warten bis nach Abschluss der kirchlichen Erziehung.

@Harlekin
Da kannst du wohl gegenüber der Mutter der Kinder nur mit Reden und Begründen die Kinder unterstützen.
elfe818
Dabei seit: 05.10.2017
Beiträge: 4
Mein Exmann und ich haben uns entschieden, aus der Kirche auszutreten.
Unseren jüngsten Sohn lassen wir auch direkt mit austreten, er ist zu klein um das selber zu entscheiden.

Unsere Tochter - sie geht in die dritte Klasse - möchte in der Kirche bleiben. Im nächsten Jahr hätte sie auch Kommunion.
KlaraM
Dabei seit: 01.03.2013
Beiträge: 1770
Ich würde das Argumentieren den Kindern überlassen. Wenn sie austreten wollen, dann sollen sie das der Mutter erklären. Wie alle Jugendlichen brauchen sie dazu das Einverständnis beider Eltern. Deins haben sie, das andere brauchen sie noch. So einfach.
thea
Dabei seit: 28.06.2013
Beiträge: 878
Unter den Eltern in meinem Umkreis wurde der Kirchenaustritt der Kinder schon öfter diskutiert, schlussendlich waren die meisten der Meinung, dass die Kinder den kirchlichen Unterricht besuchen und damit den Ablschluss (bei uns Konfirmation) erreichen sollen, danach können sie selber entscheiden, welchen Weg sie gehen möchten. Bei vielen jungen Erwachsenen rückt die Kirche einige Jahre in den Hintergrund und wird oft erst in der Zeit der Familiengründung wieder aktuell, vielleicht auch, weil dies dem Partner wichtig ist. Mit dem Abschluss der kirchlichen Ausbildung hält man sich die Möglichkeit offen, sich irgendwann wieder aktiver am kirchlichen Leben zu beteiligen, kirchlich zu heiraten und die Kinder taufen zu lassen.
elfe818
Dabei seit: 05.10.2017
Beiträge: 4
"KlaraM" schrieb:

Ich würde das Argumentieren den Kindern überlassen. Wenn sie austreten wollen, dann sollen sie das der Mutter erklären. Wie alle Jugendlichen brauchen sie dazu das Einverständnis beider Eltern. Deins haben sie, das andere brauchen sie noch. So einfach.


So werde ich das auch handhaben, ja...
kaye
Dabei seit: 25.11.2009
Beiträge: 977
@thea: das kann man auch ohne Konfirmation. Zumindest die reformierte Kirche ist noch so froh über jeden der kirchlich heiraten oder die Kinder taufen will. Da werden keine Voraussetzungen gemacht. Man kann sich sogar selber gleich auch noch taufen lassen, wenn man das noch nicht ist.
Das hat mir übrigens am meisten Mühe gemacht, dieser behauptete Zwang: wenn ihr nicht mitmacht und jahrelang Punkte durch allerlei läppische Aktivitäten sammelt, dürft ihr Euch nicht konfirmieren lassen. Das war dann auch der Grund, warum meine Tochter nicht mehr mitmachen wollte. Über Gott nachgedacht hätte sie gerne...

NYC
Dabei seit: 20.11.2015
Beiträge: 83
"kaye" schrieb:

Das hat mir übrigens am meisten Mühe gemacht, dieser behauptete Zwang: wenn ihr nicht mitmacht und jahrelang Punkte durch allerlei läppische Aktivitäten sammelt, dürft ihr Euch nicht konfirmieren lassen. Das war dann auch der Grund, warum meine Tochter nicht mehr mitmachen wollte. Über Gott nachgedacht hätte sie gerne...




Nun, ich persönlich finde über Gott nachdenken geht sehr wohl ohne Konfirmation!

Mein Sohn - katholisch - hatte und hat berechtigterweise grosse Zweifel am Glauben. Er hat den katholischen Unterricht nicht mehr besucht, weil es für ihn keinen Sinn machte. Dass er auch nicht gefirmt wird, war ihm egal - im Gegenteil, er hätte es nur verlogen gefunden, wäre er gefirmt worden, ohne dass er dahinter stehen kann. Aus der Kirche ausgetreten ist er allerdings "noch" nicht - gerade, weil er eben über Gott nachdenkt!

Im Übrigen finde ich persönlich (bin allerdings Atheistin) es sehr schräg, ohne tiefen kirchlichen Werdegang in der Kirche zu heiraten, weil es halt dazu gehört....