Min. jemand in der Familie klaut Süssigkeiten

fluff
Dabei seit: 19.04.2018
Beiträge: 26
Mit kreativen Ideen findet man oft Lösungen, die für alle Familienmitglieder passen. Und das ist, denke ich mir, ganz wichtig, dass die Bedürfnisse von allen wahrgenommen und auch soweit wie möglich befriedigt werden.

Dass kleine Kinder, die sich selbst noch nicht gut unter Kontrolle haben, nicht selbst bei den Süßigkeiten bedienen sollten, sehe ich auch so. Wenn die Kinder noch klein sind, lässt sich da aber durch Lagerung oben in den Schränken gut regeln.

Und wenn die Kinder größer sind, müssen sie, meiner Meinung nach, auch einen eigenverantwortlichen Umgang mit Naschzeug lernen. Bei uns wird zum Beispiel eigentlich von allen nur selten genascht und Naschen vor dem Essen gibt es nicht. Satt essen sollte man sich mit gesunden Nahrungsmitteln.
cip&ciop
Dabei seit: 26.04.2015
Beiträge: 51
Ja, ich denke, dass es eigentlich selbstverständlich sein sollte, dass man ab einem gewissen Alter den Kinder auch beibringt, dass man vor dem Essen nicht Naschen sollte bzw. nicht zu viel Süßigkeiten zu essen. Aber beim Ansatz von Yvonne kommt es mir eigentlich so vor, als ob sie gewissermaßen spärlich mit den Süßigkeiten umgeht. Außer sie werden relativ oft nachgefüllt, aber davon gehe ich eher nicht aus.
Yvonne
Dabei seit: 31.12.2001
Beiträge: 711
"cip&ciop" schrieb:

Aber beim Ansatz von Yvonne kommt es mir eigentlich so vor, als ob sie gewissermaßen spärlich mit den Süßigkeiten umgeht. Außer sie werden relativ oft nachgefüllt, aber davon gehe ich eher nicht aus.


Ich denke, das ist eine Frage, die irgendwie gar nicht beantwortet werden kann icon_biggrin.gif Sind 2 Kuchen und 2 Packe Guetsli, die innerhalb von wenigen Stunden weg sind, dann Zuwenig? Oder 2 Tafeln Schoggi, die nach 5 Tagen weg sind, dann zuviel? Mich reuts nicht, und ich kaufe Dinge ein, die die Teenager gern haben, drum ists auch sehr schnell wieder leer.
cip&ciop
Dabei seit: 26.04.2015
Beiträge: 51
Vielen Dank für deine Rückmeldung! Na ja, das hängt auch von euren Geschmäckern bzw. von den Geschmäckern in der Familie ab. Ein Ansatz könnte meines Erachtens auch sein, den Vorrat zu verstecken (ich weiß schon, es ist schwer, aber irgendwo im Schrank oder so sollte es doch machbar sein?) und nicht sofort nachzufüllen.
steeve
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 27.09.2018
Beiträge: 2
Ich melde mich zu diesem Thema wieder.

Nein, die Süssigkeiten reuen uns überhaupt nicht. Es geht uns nur darum, dass wir unseren Kindern lernen wollten, dass man fragt, wenn man etwas nimmt, das einem nicht gehört.
Wir haben z. T. extra darauf hingewiesen, dass wir diese oder jene Süssigkeit für ein Geschenk brauchen, trotzdem ist es öfters vorgekommen dass sie danach verschwunden ist.

Daraufhin hatten wir die Idee (auch auf Anraten von einigen von euch) diese Fälle einfach nicht mehr zu erwähnen. Wir dachten so würden die Fälle vielleicht abnehmen, wenn sie keine Beachtung mehr bekämen. Aber das Gegenteil trat ein:
Es fehlen nun nicht mehr nur Süssigkeiten, sondern alles mögliche: Büromaterial, Bürowerkzeuge, sonstige Werkzeuge, einmal auch unser Notebook, ...
Wenn wir dann fragen, wer diese Dinge genommen hätte meldet sich niemand. Auch wenn wir sagen, sie können diese Dinge zurücklegen wenn wir es nicht sehen, passiert überhaupt nichts. Wir hatten ihnen dann mehrmals erklärt, dass das so nicht funktioniere. Dass wir Eltern, aber auch die anderen Familienmitglieder, diese Dinge immer wieder brauchen für irgendwelche Arbeiten, oder Hausaufgaben, ...
Was sollen wir tun? Hat jemand Ideen dazu?

Globi
Dabei seit: 30.07.2008
Beiträge: 2787
@steeve

"auch mal ein Notebook"??? Im Ernst? Da hörts dann aber definitiv auf. Entweder braucht jemand dringend Geld oder leidet unter Kleptomanie! Jedenfalls geht sowas in der Familie absolut und grad gar nicht.

Was ihr tun könnt weiss ich auch nicht. Nur, dass ich wohl komplet ausflippen würde! (Wobei das das Problem natürlich auch nicht löst icon_smile.gif )
Madruna
Dabei seit: 25.04.2011
Beiträge: 374
Ich finde auch, dass ein solches Verhalten krankhafte Züge hat. Vor allem weil die Diebstähle zugenommen haben, nachdem ihr nicht mehr darüber gesprochen habt. Das sieht nach einem klaren Hilfeschrei aus.

Wie Globi schreibt: Kleptomanie oder jemand braucht Geld, wird ev erpresst von Mitschüler. Gibt es alles.

Habt ihr einen Verdacht, welches Kind es sein könnte?

Ich würde so vorgehen:
Habt ihr schon Einzelgespräche geführt mit jedem einzelnen Kind und nur mit einem Elternteil und dann nochmal mit dem andern Elternteil und ohne dass die Geschwister jeweils wissen, wann diese Gespräche mit den andern Geschwister gerade stattfinden. Mit je beiden Elternteilen jeweils alleine, damit es 1:1 ist und das Kind wählen kann, wem gegenüber es sich öffnet.
Ich würde Kleptomanie und Erpressung erwähnen, das Krankhafte und Schuldhafte daran mit Berichten untermauern, so könnte sich das betroffene Kind ev. besser outen, wenn es sieht, dass in solchem Fall Hilfe benötigt und auch angeboten wird.

Als Eltern würde ich eine Beratungsstelle aufsuchen. z.B. Erziehungsberatung auf freiwilliger Basis. Im Kanton Bern gibt es zum Beispiel die Beratungsstelle Berner Gesundheit. Auch wenn das nicht gerade ihr Business ist, hätten sie doch ev. weitere Adressen.



[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 05.06.2019 um 21:46.]