Wenn Mütter die Gewissenskeule schwingen

blackforce
Dabei seit: 06.02.2013
Beiträge: 58
Ich hab jetzt den englisch text nicht gelesen und auch nicht alle Beiträge hier...Ich für mich sage jeder muss es selber wissen wie und was er in der Erziehung macht solange es dem Kind keinen schaden macht.
Das eine mutter ihrem Kind mal sagt was man als Mutter alles macht dem Kind zuliebe finde ich eigentlich ganz ok...finde mit 10 Jahren darf ein Kind schon auch mal fakten wissen...auch je nach Charakter halt und je nach dem wie man es sagt. Ich finde in der heutigen Zeit werden Kinder viel zu sehr "verwöhnt" im sinne von "mami muss immer gut drauf sein, darf dem Kind ja nicht zeigen wenn es ihr mal schlecht geht" deutsch gesagt: Mami ist ein Roboter. Neiiinn!! ich finde das ehrlich gesagt scheiße. Wieso soll mein Kind mich nicht kennen lernen wie ich bin? mit meinen ganzen Emotionen. Ja auch wenn Mami mal weint. Wieso nicht? das gehört dazu. Solange man das Kind danach nicht stehen lässt mit fragen im Kopf sondern man da ist und darüber sprechen kann. Wenn mein Kind stink frech ist mit 10 Jahren, ja wieso soll ich ihm dann nicht sagen das sich gewissen Respekt der Eltern gegenüber gehört?! weil es schliesslich Geld bekommt, essen, ein dach über den Kopf, vieles was es sich wünscht usw...wieso darf man dafür keinen Respekt verlangen? Respekt ist gut, angst ist scheiße. und wegen dem Thema das dies doch selbstverständlich ist...echt??ist es selbstverständlich das man sein ganzes leben auf die Kinder einrichtet damit sie eine wunderschöne Kindheit haben? finde ich nicht. es gibt genug Eltern die das nicht machen! Kinder zu haben ist auch kein Job. es ist eine Lebensaufgabe!

Keep calm and kill zombies
blackforce
Dabei seit: 06.02.2013
Beiträge: 58
ah und noch was....ein 100% job kann sehr wohl reichen man muss halt einfach mehr verzichten. Es kommt ganz drauf an was einem wichtig ist...ob Familie oder Geld. Bei uns ist es die Familie. Mein Mann arbeitet, ich bin zuhause bis die Kinder im Kindergarten sind. und nein ich habe auch kein Babygeld oder sonstiges bekommen da ich immer selbständig gearbeitet habe vor der Schwangerschaften. Ja wir verzichten auf dicken Urlaub uns reicht es Ausflüge hier in der Schweiz zu machen. Mein Mann hat einen ganz einfach job. Also verdient nicht übermässig und es reicht vollkommen auch das die kids gewünschtes bekommen können. In der heutigen Zeit ist es sehr wohl so das kaum noch jemand trotz Kinder sein vorheriges leben aufgeben will. Voll zuhause zu sein erfüllt die wenigsten Frauen...aber arbeiten gehen KArriere machen im Job, Anerkennung zu bekommen das passt besser in die heutige Zeit. das ist auch ok so. Wir Frauen haben schliesslich gelernt, Ausbildungen gemacht usw...wieso also danach nicht arbeiten? aaaber bitte hört auf zu sagen das es nicht anderst geht. das ist meistens sehr selten der Fall. Man muss einfach wissen wo verzichten. Wir wohnen trotzdem in einem Haus und fahren nen Lancia voyager. dafür verzichtet Mami auf ständigs neue Kleider oder schminke. Mein Mann verzichtet Abends mit Kumpels saufen zu gehen (er ist sowieso lieber bei der Familie). wir sind glücklich so. andere sinds mit 200% arbeiten und die kids in Fremedbetreuung abzugeben. Es ist ok. jeder muss doch sein eigenes ding finden wie er glücklich ist.


Keep calm and kill zombies
Schmetterling03
Dabei seit: 13.11.2003
Beiträge: 937
Mein englisch reicht nicht aus, um diesen Brief lesen zu können.
Was schreibt sie denn so falsch? Ist ja Richtig, was sie schreibt. Damit habe ich absolut keine Probleme.

Es ist ja auch nur ein Beitrag einer Person. Du weisst ja nicht, wie sie es genau gemeint hat? Für mich kommt das absolut nicht "Heldenhaft" rüber und ob sie sich so darstellen wollte, weiss ich ja auch nicht.
Ich kann nicht verstehen, warum man sich über so dahergeschriebene Worte aufregen kann?
Persönlich interessiere ich mich absolut nicht für irgendwelche Blogs. Dises Thema las ich nun mal, weil es eines der wenigen ist, welches länger oben ist- da nahm es mich wunder.

Mir spielt es keine Rolle ob jemand 100% arbeitet und zu Hause noch Kinder hat oder 100% zu Hause ist.
Hauptsache es wird das gewählte Model aufrichtig und bestmöglich erledigt.

Da gibt es andere Sachen, welche mich so richtig auf die Palme treiben. Eltern, welche ihre Kinder ab 3 Jahren in sämtliche Sportvereine oder andere Angebote stecken wollen (dagegen habe ich nichts! Aber.. )und dann motzen, wenn es im Dorf oder der näheren Umgebung kaum mehr Angebote gibt...
Spricht man diejenigen darauf an, dass sie sich gerne als Leiter/Leiterin, Trainer/Trainerin ausbilden lassen sollen, kommt die Antwort: nein, ich arbeite noch...
Oft erlebe ich halt einfach, dass man alles will (Materiell, Ferien 3-4x im Jahr) und dann eben motzt, weil es niemanden mehr gibt, der sich ab 15:30/16:00 uhr die Zeit nimmt, um das Töchterlein oder Sohnemann möglichst professionell in einem Sportfach auszubilden.

Egal ob männlich oder weiblich,

Und kurz noch zum Thema. Es gibt sie leider noch oft, diese Stellen, wo es unmöglich ist, weniger als 100% zu arbeiten. Nicht jede(r) kann einfach mal auf 90% runter.

Mit 100% Hausfrau dasein bin ich eh langsam eine "ausgestorbene Rasse". Für mich ist es super und ich schaue es als Privileg an.

Niemals würde ich diese Arbeit jedoch in den Himmel loben, wie ich mich auch nicht rühmen würde, wenn ich zB 80% arbeiten täte.
Es ist mein Job, mein Wunsch und für uns stimmt es.


[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 09.11.2015 um 13:26.]
KlaraM
Dabei seit: 01.03.2013
Beiträge: 1770
"Scheri" schrieb:


Was ich sagen möchte, wir müssen hier in der Schweiz keine 200% arbeiten, um gut über die Runden zu kommen.
(…)
In diesem Sinne meine ich dass wir in der hiesigen Gesellschaft verschiedene Möglichkeiten haben, unser Familienmodell zu gestalten. UND DASS DAS TOLL IST!



Absolut, und das geht gerne vergessen! Es ist ein Privileg, das Betreuungsmodell wählen und bei Bedarf auch wechseln zu können. Viele sind sich dessen gar nicht bewusst.

Der TE kann ich weitgehend zustimmen. Jede Mutter wählt die Rolle, die sie spielen will, also soll sie sich nicht als Märtyrerin fühlen. Wir sind erwachsen und in der Lage, über unser Leben zu bestimmen. Aber ja, unsere Gesellschaft ist eingefahren und trägt immer noch Erwartungen an die Mütter heran, die sich von den Erwartungen an die Väter unterscheiden. Warum, das wissen die Götter. In der Natur liegt es nicht, denn es gibt durchaus Völker, wo es anders funktioniert.
Obwohl ich mich aktiv dagegen wehre und überzeugt bin, dass die Mutterbetreuung der Vaterbetreuung in keinster Weise überlegen ist, erwische ich mich doch auch, dass ich - als Kind eben dieser Gesellschaft-, eben doch manchmal entsprechende Gedanken habe. Mich irritiert eine Spur, wenn ich von einer Frau in sehr hoher Führungsposition weiss, dass sie extrem viel arbeitet und viel im Ausland weilt, also tage-, manchmal auch ein, zwei Wochen unterwegs ist. Der Mann schmeisst den Familienalltag, also ist für die Kinder bestens gesorgt. Und doch irritiert es mich ein wenig, blöderweise, obwohl ich einige Familien kenne, bei denen es mit umgekehrte Vorzeichen genauso läuft (Vater so viel weg). Vom Verstand her kein Unterschied, aber.

Dasselbe bei 100 % Beschäftigung. Ich kenne schon auch Mütter, die einen 100 %-Job haben, aber keine hat dann noch zusätzlich ein zeitintensives Hobby ausser Haus und ist noch dreimal abends weg. Es gibt aber Väter, die sich genau diese Freiheit nehmen. Was hält die Mütter davon ab und die Väter nicht?

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 09.11.2015 um 17:26.]
Scheri
Dabei seit: 22.12.2014
Beiträge: 399
"dude" schrieb:

@Scheri
Nein du hast wirklich gar nichts verstanden... Und ich gehe jetzt gar nicht genauer darauf ein, denn wenn du so allgemein die Hausfrauen meinst und offensichtlich nur das liest was du willst, dann ist mir das zu blöd.


Dude, hat es sich für dich schon geklärt oder gibt es noch Aussagen von mir, die dich irritieren?
RenaW
Dabei seit: 06.10.2005
Beiträge: 1792
KlaraM, ich denke, in dem Brief der englischen Mutter geht es auch nicht primär darum, dass sie sich als Märtyrerin/Heldin fühlt oder von der Gesellschaft als das gesehen werden will. Ich sehe es eher so, dass sie ihrem Sohn einfach mal vor Augen führen will, was sie alles tut und dass es sie stört das alles so als selbstverständlich angesehen wird.
Meine Schwester und ich mussten damals viel mithelfen auf dem Bauernhof, von Klein auf eigentlich. Also wussten wir auch von Klein auf, was alles anfällt, egal ob im Haushalt, Stall oder auf dem Feld.
Bei meinen Kindern ist es logischerweise anders. Wir leben zwar auf dem Land, haben aber keinen Bauernhof wo die Mitarbeit gefragt wäre und den Haushalt bekomme ich logischerweise alleine auf die Reihe. Vieles erledige ich wenn die Kinder in der Schule/am Arbeiten sind.
Ich frage meine Kinder auch manchmal, ob ihnen eigentlich klar ist, was ich alles für sie tue. Und ich fühle mich keinesfalls als Märtyrerin oder Heldin, diese Art von Verehrung würde ich dann auch auf keinen Fall vertragen, weil es zu viel des Guten ist. Es geht schlicht darum, den Kindern mal klar zu machen, das sie ruhig das was Mami tut so zur Abwechslung auch mal wertschätzen dürfen und es nicht nur immer als Selbstverständlichkeit anzusehen. Ein Bitte und ein Danke hat noch niemandem geschadet.
dude
Dabei seit: 20.05.2003
Beiträge: 1288
"Scheri" schrieb:


Und ihr Hausfrauen müsst euch jetzt einbilden, es wäre für die Teenager besonders wichtig, dass ihr 100% Mutti seid, denn sonst wäre es Pfusch? Oder habe ich das falsch verstanden?



Ursprünglich ging es in diesem Thema ja darum, dass Frau Sassine rummeckert, dass die Männer mal endlich alle ran sollten...Mir ging es also nur darum, dieses Fehldenken zu kritisieren. Also nicht darum welches Modell denn nun besser oder schlechter sein soll.

Wenn du nun also mit Ihr Hausfrauen auffährst, ist das aus meiner Sicht - da du nicht alle direkt anschreibst - alle "auf einen Haufen" schmeissen. DAS hat mich tatsächlich gestört.


You can judge the character of a person by the way they treat those who can do nothing for them
Scheri
Dabei seit: 22.12.2014
Beiträge: 399
@dude

Ok, danke für die Rückmeldung, kann ich verstehen.
KlaraM
Dabei seit: 01.03.2013
Beiträge: 1770
"linda-priska" schrieb:

Es geht schlicht darum, den Kindern mal klar zu machen, das sie ruhig das was Mami tut so zur Abwechslung auch mal wertschätzen dürfen und es nicht nur immer als Selbstverständlichkeit anzusehen. Ein Bitte und ein Danke hat noch niemandem geschadet.


Nicht durch Worte, sondern durch Taten erziehen wir unsere Kinder. Es reicht also durchaus, wenn du selbst und dein Mann dein (und sein) Tun wertschätzt, dann werden es auch die Kinder tun.
Ausserdem ist es deine Wahl, das so zu tun, wie du es tust. Ein guter Teil davon ist den Kindern vielleicht total egal und für sie unwichtig. Im Grunde machst du das Meiste doch für dich, weil du es wichtig findest, weil du willst, dass es so ist, wie es ist. Sonst würdest du es anders machen. Also eigentlich nicht so ganz selbstlos wie manche hier behaupten.
RenaW
Dabei seit: 06.10.2005
Beiträge: 1792
KlaraM, logisch ist es nicht ganz uneigennützig wenn ich den Haushalt mache. Ich koche ja nicht nur für die anderen und selber hab ich Hunger. Oder in einer ordentlichen geputzten Wohnung ist es auch mir selber wohler, als wenn sie völlig versifft ist. Trotzdem finde ich es respektvoll, wenn auch mal ein Danke ausgesprochen wird.
Wir bedanken uns ja auswärts auch für Dienstleistungen, wo wir ja eigentlich genau wissen, das die Person dafür bezahlt wird.