Gemeinsam gegen die Hochpreisinsel Schweiz – Unterschreiben Sie jetzt die Fair-Preis-Initiative!

Scheri
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http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Schweizer-zahlen-wenig-fuers-Essen/story/31708755

In der Schweiz gehen im Durchschnitt 10% der Einnahmen für Lebensmittel drauf. Das finde ich nicht viel. Mehr Geld in der Tasche haben ist immer gut. Aber ehrlichgesagt staune ich im Food und NonFood Bereich immer wieder über extrem günstige Preise.

In der Schweiz zu jammern, es gäbe Familien, die aus finanziellen Gründen leiden, finde ich höchst dekadent.

Ich bin für die Schaffung eines weltweiten Finanzausgleiches (so wie wir das bei uns in der Schweiz unter den Kantonen haben). Dann würden wir auf einen Schlag prozentuell bedeutend mehr für Konsumgüter und Nahrungsmittel ausgeben. Das sehe ich im Moment als einzige Nachhaltige möglichkeit für unsere gemeinsame Erde.
Wer nicht dafür ist, soll sich bitte nicht über Völkerwanderungen nach Europa ärgern, sondern diese Leute offen empfangen.
KlaraM
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"GabrielaA" schrieb:

Zeig mir mal, wieviele Häuser in der Schweiz unter 100000 CHF erhältlich sind, die keine Bruchbuden sind? Wieviele in Deutschland?

Jeder lebt freiwillig in der Schweiz. Niemand wird dazu gezwungen.




Ein Haus unter Fr 100'000? As if.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/standardder-traum-vom-eigenheim-rueckt-in-weite-ferne/story/13459866
mercedes
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"n der Schweiz zu jammern, es gäbe Familien, die aus finanziellen Gründen leiden, finde ich höchst dekadent."

Scheri, ich weiss nicht, wo und wie du lebst, aber so etwas von sich zu geben, finde ich höchst dekadent! Ja, es gibt Armut in der Schweiz und zwar mehr als man denkt: die Armut, besonders die Altersarmut ist zunehmend in der Schweiz. Beschämend aber wahr...

Für mich und meinen Mann jetzt schon sonnenklar, wir werden unseren Lebensabend bestimmt nicht in der Schweiz verbringen.
mercedes
Dabei seit: 14.02.2002
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"GabrielaA" schrieb:

Und du verdienst in der Schweiz genau gleich viel, wie der Kollege mit gleichem Job in Deutschland???





Gäll, Du weisst schon, dass Coop und Migros ihre Zeitungen in Deutschland drucken! Somit hält sich meine Loyalität in Grenzen. Meine Schwester geht in Deutschland zum Zahnarzt und die Kosten werden von der KK übernommen. Das Märchen von höheren Löhnen in der Schweiz usw. glaubt eh niemand mehr....
Wir werden mächtig abgezockt in der Schweiz und zwar überall.
Scheri
Dabei seit: 22.12.2014
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@mercedes

Ich gebe zu, meine Ausdrucksweise zum Thema Armut in der Schweiz ist sehr provokativ.
Gerne gehe ich später differenzierter auf das Thema ein.
roebi
ThemenerstellerIn
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"GabrielaA" schrieb:

Zeig mir mal, wieviele Häuser in der Schweiz unter 100000 CHF erhältlich sind, die keine Bruchbuden sind? Wieviele in Deutschland?


Der Preis einer Immobilie ist unter anderem auch oder besonders von Angebot und Nachfrage abhängig.
Zudem gibt es auch Orte auf diesem Planeten da sind Immobilien noch teurer als in der Schweiz. Dies sollte auch Dir aufzeigen, dass die Preise von Immobilien nicht nur vom Materialwert abhängen, wie diese Beispiel ganz besonder deutlich zeigt.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Eine-halbe-Million-Franken-fuer-Garage-in-London/story/17094925

Aber dennoch gilt auch hier, dass die Bauunternehmen vieles was sie über einen Generalimporteur beziehen müssen zu diesen vorgegebenen Preisen beziehen müssen und diesen entsprechend dem Käufer der Immobilie weiter verrechnen für einen Neubau.
Weiter gilt dies auch für die Geräte die auf dem Bau gebraucht und nicht nur für die kleinen wie eine Bohrmaschine, welcher der Elektroinstallateur braucht oder den elektrischen Hobel des Zimmermann oder Fensterbauer, etc. auch diese Geräte müssen amortisiert werden. Wobei wir schon wieder bei den KMU sind, welche ihre Leistungen/Einkaufspreise auch weiterverrechnen müssen.


"GabrielaA" schrieb:

Jeder lebt freiwillig in der Schweiz. Niemand wird dazu gezwungen.



Das ist in meinen Augen eine ziemlich dumme Aussage. Nach dieser Logik sollte jeder, der in seinem Land sich an einer offensichtlichen Ungerechtigkeit stört, sein Land verlassen.
Funktioniert aber leider nicht, denn ich bin davon überzeugt, dass es in anderen Länder noch viel schlimmere ungerechtigkeiten gibt. Auch in der CH gibt es natürlich noch andere Ungerechtigkeiten, dass heisst aber nicht, dass man erst oder nur gegen die grösste Ungerechtigkeit was tun soll und alles andere vernachlässigen soll.
Mit dieser Logik müssten wohl ziemlich alle ihr Land verlassen, nur wo wollen sie hingehen wo keine Ungerechtigkeit herscht?



Das Universum und die Dummheit der Menschen sind grenzenlos, nur beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher! Albert Einstein
roebi
ThemenerstellerIn
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Beiträge: 455
"Scheri" schrieb:


In der Schweiz zu jammern, es gäbe Familien, die aus finanziellen Gründen leiden, finde ich höchst dekadent.


Was ich persönlich von dieser Aussage halte, werde ich nicht kommentieren...

http://www.20min.ch/schweiz/news/story/-Ich-spare--wo-ich-kann---schon-Kaese-ist-zu-teuer--14522062

http://www.beobachter.ch/justiz-behoerde/buerger-verwaltung/artikel/armut-in-der-schweiz_wenns-wieder-nur-brot-gibt/
«Sparen kann ich beim Essen und bei den Kleidern», sagt Bors. «Grosse Packungen, Aktionen aus dem Discounter.» Zum Arzt geht niemand. «Meine Kinder sind gesund.»


"Scheri" schrieb:

Ich bin für die Schaffung eines weltweiten Finanzausgleiches (so wie wir das bei uns in der Schweiz unter den Kantonen haben). Dann würden wir auf einen Schlag prozentuell bedeutend mehr für Konsumgüter und Nahrungsmittel ausgeben. Das sehe ich im Moment als einzige Nachhaltige möglichkeit für unsere gemeinsame Erde.
Wer nicht dafür ist, soll sich bitte nicht über Völkerwanderungen nach Europa ärgern, sondern diese Leute offen empfangen.


Träum weiter, dass ist in der Realität nicht umsetzbar und wie die Realität zeigt, verschleppen ganze Lander Reformen solange sie weiterhin Geld von anderen bekommen bzw. billig neue Schulden machen können. Was auch hier in der CH schon bemerkt wurde mit unserem Finanzausgleich unter den Kantonen.

Denn schon heute besteht so ein "Finanzausgleich", mit den tiefen Zinsen der EZB können sich Kriesenländer weiterhin biliges Geld leihen und andere bezahlen bereits dafür und werden noch viel bezahlen müssen, wenn das Ruder nicht rumgerissen wird.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/kredite-gegen-reformen-griechische-wochen-1.2857684

http://www.spiegel.de/wirtschaft/italien-premier-matteo-renzi-verschleppt-reformen-a-984421.html

http://www.volksblatt.li/nachricht.aspx?p1=fl&id=91329&src=vb

"Geld verreckt, Sachwerte bleiben"
http://www.punktmagazin.ch/investierbares/geld-verreckt-sachwerte-bleiben-marc-friedrich-matthias-weik-crash-ist-die-loesung/

Damit sind wir aber weit vom Thema abgewichen, ist aber äusserst interessant und wird auch unsere Zukunft werden, wenn es den Notenbänkern und Politikern nicht mehr gelingt mit billigem Geld mehr Zeit zu kaufen, die Uhr tickt und irgendwann läuft die Zeit ab, sofern die Probleme nicht gelöst werden.

Das Universum und die Dummheit der Menschen sind grenzenlos, nur beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher! Albert Einstein
Scheri
Dabei seit: 22.12.2014
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"roebi" schrieb:

"Scheri" schrieb:


In der Schweiz zu jammern, es gäbe Familien, die aus finanziellen Gründen leiden, finde ich höchst dekadent.


Was ich persönlich von dieser Aussage halte, werde ich nicht kommentieren...


Ich gebe zu, mit meiner Aussage habe ich mich weit zum Fenster raus gehangen.

Wie ich auf diese Aussage komme ?

Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass man sich mit dem Existenzminimum, welches allen geboten wird, angenehm leben kann.

Wir waren immer fähig, für uns selber aufzukommen. Jedoch habe ich gerade jetzt nochmals den Existenzminimumrechner von Caritas genutzt, um auszurechnen wie wir eingestuft würden. Und ich sage dir, roebi, heute, wo wir soviel verdienen wie noch nie, erreichen wir erst gerade das Existenzminimum.
Wir leben gut damit. Und wir haben immer gut gelebt.
Ich erinnere mich, als mein erster Sohn auf die Welt gekommen ist. Ich habe gerade begonnen eine 9 monatige Vollzeitschule zu besuchen. Unsere Einnahmen waren die Kleinkindererziehungsbeiträge und ein Putzjob am WE = 2400.- netto. Wir haben für 600.- Franken gewohnt und kamen mit dem Geld durch ohne uns zu bemitleiden (2001).

Meine ursprüngliche Aussage ist daher übertrieben, da Armut sehr relativ ist.
Vielleicht müsste ich sagen, mit der richtigen Einstellung und dem richtigen Mangement gibt es keine Armut in der Schweiz.
Arm ist wer sich arm fühlt.

Aber um auf dein Thema zurück zu kommen:
Spätestens seit Aldi und Lidl in der Schweiz sind, sind die Preise dermassen unter Druck gekommen, dass deine Initiative überflüssig ist. Oder möchtest du dass sich der Schweizer für eine Stunde Arbeit 4X soviel Lebensmittel kaufen kann wie der Deutsche ? Reicht es nicht, dass wir uns doppelt so viel leisten können?

Ich habe mit meiner Familie mehrere Jahre in Ungarn gelebt. Mit der Zeit bin ich darauf gekommen, dass das Leben dort mit den Löhnen von dort 2.5 bis 3X teurer ist als ein goldiges Leben in der Schweiz.

roebi
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"Scheri" schrieb:

Vielleicht müsste ich sagen, mit der richtigen Einstellung und dem richtigen Mangement gibt es keine Armut in der Schweiz.
Arm ist wer sich arm fühlt.



Das macht Deine Aussage nicht besser, nach wie vor eine sehr arrogante Aussage ....... und Ignoranten von Tatsachen.


"Scheri" schrieb:


Aber um auf dein Thema zurück zu kommen:
Spätestens seit Aldi und Lidl in der Schweiz sind, sind die Preise dermassen unter Druck gekommen, dass deine Initiative überflüssig ist. Oder möchtest du dass sich der Schweizer für eine Stunde Arbeit 4X soviel Lebensmittel kaufen kann wie der Deutsche ? Reicht es nicht, dass wir uns doppelt so viel leisten können?

Ich habe mit meiner Familie mehrere Jahre in Ungarn gelebt. Mit der Zeit bin ich darauf gekommen, dass das Leben dort mit den Löhnen von dort 2.5 bis 3X teurer ist als ein goldiges Leben in der Schweiz.



Das ist nach wie vor dieselben dumme Aussage wie in deinem ersten Post, damit willst Du also nach wie vor sagen, dass es ok ist, das wir abgezockt werden und sich einige an der CH-Kaufkraft nach belieben bereichern können.
Die Preise sind nie so stark unter Druck geraten wie sie es hätten müssen, wenn der Markt nicht von Kartellen beherscht würde.

Zudem reden wir bei dieser Initiative nicht nur von Lebensmitteln wie Du es hier reduzierst.
Ich weiss nicht wie viele Male es noch geschrieben werden muss, bis es bei Dir ankommt, dass es sich eben durch alle Bereiche zieht.

Zusätzlich ist es nicht meine Initiative!
Und wenn die Preise so unter Druck geraten sind, wie erklärst Du dann, dass es nach wie vor diese Preisunterschiede von bis 100% oder mehr gibt?

Ich frag nochmals, Du findest also diese Ungerechtigkeit gegenüber dem den KMU und Konsumenten in Ordnung und wir sollen weiterhin abgezockt werden?

Und der Bundesrat beteiligt sich auch noch dabei, bzw. will das unbedingt so belassen.

http://www.20min.ch/finance/news/story/Bund-blockiert-Kauf-von-Medikamenten-im-Ausland-24263871

http://www.rudolfstrahm.ch/die-profiteure-der-hochpreisinsel-schweiz/

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 30.03.2017 um 06:15.]

Das Universum und die Dummheit der Menschen sind grenzenlos, nur beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher! Albert Einstein
Scheri
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@roebi
Du sprichst von Ungerechtigkeit. Als in der Schweiz lebender Mensch. Das ist dekadent.

Du gehörst weltweit zu der Bevölkerungsgruppe, welche am wenigsten für für Nahrung, Kleider usw. bezahlt (im Verhältnis). Du möchtest noch weniger bezahlen.

Foifer und sWeggli.

Du nennst mich Träumer. Find ich gut. Ohne Visionen gibt es keine Veränderung.

Meine Vision:
Dass sich die reichste Bevölkerungsschicht auf der Erde (dazu zähle ich dich, roebi, und mich) von der Idee löst, sie hätten nicht genug.
Der weitere Schritt wäre zu erkennen, dass wir sogar mit weniger ein erfüllteres Leben leben könnten. Erst recht, wenn das Weniger für uns zu einem ausgeglicheren Leben der Ärmsten auf der Welt führen würde. Das Thema von Überpopulation würde sich in Luft auflösen.

Aber du roebi, möchtest lieber weniger Staat, weniger Union und schon gar keine Einheit Erde. Auf dass der freie Markt die Reichen noch reicher macht und die Armen immer mehr werden.
Nach dieser Logik müsstest du auch für eine Mauer um die Schweiz sein. Oder für die Besiedlung eines Elite-Planeten.


[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 30.03.2017 um 09:04.]