Immer wieder Differenzen bezgl. Kostgeld

goodie
Dabei seit: 12.11.2011
Beiträge: 3378
Hmm ich weiss es nicht, vielleicht wirds bei uns dann auch so. Meine ältere Tochter backt und kocht auch ab und zu für ihre Freunde aber sie geht sich die Zutaten selber im Laden holen. Das finde ich super.

Kleinlich bist du sicher nicht, dann musst du es ihr sagen dass sie doch für so Extrawünsche die Zutaten selber holt.

„Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg."

Mahatma Gandhi
second2
Dabei seit: 01.06.2012
Beiträge: 815
Grundsätzlich finde ich Euer System sehr schön. Die Tochter beteiligt sich mit 690.-/Monat an Euren Ausgaben, lebt weiterhin zuhause und kann so einen schönen Batzen pro Monat zur Seite legen.

Ich würde mich einfach mal (oder nochmal ...) mit der Tochter zusammensetzen und besprechen, was diese 690.- grundsätzlich beinhalten und was nicht; wo jeder seine Grenzen hat, was private Dinge (Bastelmaterial, Karten, usw.) betrifft, usw. Setzt Euch doch bei einem Kaffee und selbstgemachtem Kuchen zusammen und versucht, Lösungen zu finden, die für alle ok. sind.

Vielleicht kannst Du die Basteldinge in Deinem Schlafzimmer versorgen, und Ihr macht aus, dass Dinge in Deinem Schlafzimmer Dir gehören, und dass Dein Schlafzimmer nicht der Selbstbedienungsladen der ganzen Familie ist. Umgekehrt wirst Du Dich wohl auch nicht in ihrem Zimmer bedienen.

Küche, Badezimmer und Waschküche wird von allen benutzt, und alle dürfen sich "bedienen", doch vielleicht mit Regeln, dass man eine gemeinsame Einkaufsliste führt, und jeder draufschreibt, was er nun aufgebraucht hat, und vielleicht auch jeder mal einkaufen geht.





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yucca
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 08.02.2007
Beiträge: 3028
second2, sie gibt nicht Fr.690.- ab sondern Fr. 550.-
Laut Budgetberatung wäre es min. Fr. 680.-, auch hier, so finde ich, sind wir grosszügig, weil wir wissen dass sie sparen möchte, und zumal ihr Freund auch öfters und gerne bei uns weilt und vom rundum Service profitiert. Er ist Studend und zu 100% von seinen Eltern abhängig.

second2 u. KlaraM, eure Idee, mit dem gemeinsamen Gespräch finde ich wirklich gut, fraglich ist einfach ob sie bereit ist dazu.
Sie fand es schon unerhört dass sie nach der Lehre soviel abgeben muss. Schliesslich möchte sie sparen icon_redface.gif
KK muss sie auch selber bezahlen.
Wir haben es sonst wirklich gut miteinander, gehen auch mal zusammen essen, besuchen Konzerte oder gehen shoppen.

Auch aus Steinen, die in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.
thea
Dabei seit: 28.06.2013
Beiträge: 878
@yucca
Ich finde nicht, dass Du kleinlich bist, im Gegenteil, Du ermöglichst Deiner Tochter schon einige Annehmlichkeiten, weil sie noch zu Hause wohnen kann! Aber es geht Dir eigentlich nicht nur um die zusätzlichen Auslagen von ein paar Eiern und Schokolage, sondern und vielleicht mehr um fehlenden Respekt und Wertschätzung...
Wie hier schon beschreiben, ist der Haushaltsbeitrag fürs eigene Essen und Wohnen gedacht, Kost und Logis von Freunden wäre für mich eine Geste der Gastfreundschaft, solange sich die jungen Leute unserem Alltag und Gewohnheiten anpassen und sich auch mal nützlich machen. Wenn aber immer wieder fast ungefragt Material aus Küche und Werkstatt für eigentlich Dritte verwendet wird, wäre das für mich auch nicht okay.
yucca
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 08.02.2007
Beiträge: 3028
thea, es ist für uns selbstverständlich, dass sie noch zu hause wohnen darf. Sie wurde ja erst im Sommer fertig mit der Lehre. Jetzt sucht sie sich für 2018 wieder eine Lehrstelle und wird weiterhin bei uns wohnen, was auch kein Problem ist.
Weisst du wenn sie ab und zu Kuchen backt, sage ich ja nichts, aber so wie das letzte mal, geht gar nicht. Alles was das tägliche Leben inkl. Wäsche, essen usw. betrifft ist für meine Begriffe normal, aber nicht all inclusive. Sie hat etliches mehr an Geld zur verfügung als wir.

Auch aus Steinen, die in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.
GabrielaA
Dabei seit: 18.10.2002
Beiträge: 5638
Ich kann mir vorstellen, dass die Tochter gar nicht so weit gedacht hat. Ich meine, alle Zutaten sind vorhanden, wieso also soll sie sich nicht daran bedienen? Nur, dass die Zutaten erst (von Dir) eingekauft werden mussten und auch bezahlt, nach Gebrauch fehlen, daran denkt sie wohl gar nicht.

Ich finde auch, dass ihr miteinander besprechen solltet, wer was kauft und zahlt.

Bei uns ist es manchmal eher umgekehrt: Mein Sohn (19) kauft sich was, für sich alleine, bringt es in die Küche. ein anderes Familien Mitglied (oft der Vater) sieht, dass das noch was steht, was er essen/trinken kann und bedient sich davon. Gerade gekühlte Lebensmittel kann er nicht in seinem Zimmer lagern. Nun haben wir abgemacht, dass zuerst gefragt wird, ob das jemandem gehört, ähnlich wie in einer WG (bei nicht alltäglichen Sachen).

Er kauft übrigens ab und zu Lebensmittel ein, von denen wir uns alle bedienen können oder hat auch schon mal beim Grosseinkauf mit mir alles bezahlt. Er verdient auch sehr gut, für sein Alter.

Wenn ihr das nicht erfolgreich bespricht, ärgerst du dich nur, und sie ändert sich nicht. Deshalb: Gespräch suchen, Lösung finden, die für alle zufrieden stellend sind.
Yvonne
Dabei seit: 31.12.2001
Beiträge: 711
Yucca, ich habe mich nun durchgelesen icon_smile.gif
Also das Kostgeld ist ja auf ihrem 80%-Lohn, dh. wenn man den Ansatz der Budgetberatung nimmt und auch 80% reduziert, dann stimmt die Zahl.

So im ersten Moment dachte ich auch: Boah, kleinlich ...... und ich bin nicht gross davon abgewichen.
Allerdings: es stört dich, wenn sie dir jeweils die Vorräte leert. Das ist dein gutes Recht. Also setzt euch zusammen, und definiert gewisse Sachen anders, damit ihr die Reibungspunkte eliminieren könnt.
zB. sie gibt 50 Franken/Monat mehr ab und kann sich dafür bedienen. Oder sie muss solche Ausgabe in Zukunft selber berappen. zB. mit einem eigenen Tablar im Küchenschrank, wo "ihre" Sachen sind, die sie selbst bezahlt hat und die dann nur sie brauchen darf.
Oder sie schreibt solche "Zusätze" auf und mit der nächsten Abgabe gibt sie dies drauf?
Genaue Definitionen ersparen Reibungen, aber auch wenn beide Seiten nicht kleinlich sind, könnt ihr euch solche Diskussionen ersparen icon_wink.gif
Grüsse Yvonne
Mmmocca
Dabei seit: 11.09.2013
Beiträge: 127
Meine ältere Tochter ist 12,5 und auch eine begeisterte Bäckerin.
Ich möchte, dass sie mir wenigstens sagt, wenn sie eine Backzutat aufgebraucht hat, und im Idealfall diese mit ihrem eigenen Geld (sie erhält ein recht grosszügiges monatliches Taschengeld) nachkauft und ersetzt, wenn sie nicht für uns, sondern übermässig viel für andere bäckt (sie hatte da so eine Phase wo sie fast täglich eine Miniportion gebacken hat, vor allem für ihre Schulpatenkinder).

Sie soll lernen, dass man sich organisieren muss und sich die Dinge nicht selber wieder gratis auffüllen.
Mmmocca
Dabei seit: 11.09.2013
Beiträge: 127
Apropos kleinlich sein – entweder es stört einen, oder nicht, das kann man sich nicht gross aussuchen.

Für mich ist es ein Dealbreaker wenn ich glaube, ich habe noch dies und jenes im Vorrat, und es ist klang und sanglos weg.
Scheri
Dabei seit: 22.12.2014
Beiträge: 399
Nach der Ausbildung meiner Kinder finde ich es für mich richtig, dass sie ihre Kosten 1:1 selber tragen. Stimmt es für alle, dass sie noch mit Vater und Mutter zusammenleben möchten, dann im Rahmen einer WG, wo auch alle Kosten, möglichst unkompliziert, sodass es nicht zur Kleinlichkeit kommen muss, teilt.
Ich sehe nicht ein, weshalb ich erwachsene, eigenständige Kinder mit Watte vor unseren in der Schweiz hervorragenden Bedingungen schonen sollte. Ich für mich finde das eine saubere, korekte Haltung.

Gleichzeitig habe ich jedoch aber überhaupt kein Problem mit Familien, die das anders handhaben. Ich fände es nur schade, wenn ich mich oder andere sich für solche Haltungen rechtfertigen müssten.