Mittagessen zu Hause - Grld verlangen?

GabrielaA
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 18.10.2002
Beiträge: 5613
Ich koche für meinen Mann und mich zu Mittag. Da spielt es keine Rolle, wenn der Sohn auch mit isst. Vor 1.5 Jahren (da wohnte er noch längst zu Hause), stand ich morgens vor der Arbeit früher auf, um für die Familie vor zu kochen und Steamer zu programmieren.

Ab Sommer 18 hörte ich damit auf. Habe ich noch Resten, so kann ich die problemlos in den Steamer stellen vor der Arbeit und diesen programmieren.

Grundsätzlich gilt: bin ich da, koche ich. Wenn nicht, müssen sie selber schauen.

Zum Thema helfen :
Er hilft mir zwar nicht beim Frühlingsputz.,dafür fährt er mich mal irgendwo hin, hilft mir bei etwas, was ich nicht kann, usw.
Spargel_2
Dabei seit: 26.10.2007
Beiträge: 1428
Ich sehe es wie Yucca und fraulein.

Meine Kinder sind zwar noch nicht ausgezogen. Aber für mich ist klar, dass ein Auszug auch bedeutet, dass sie auf eigenen Beinen stehen.
Was nicht heisst, dass sie nicht jederzeit Willkommen sind zu Hause.

Wenn sie dann regelmässig nach Hause zum Essen kämen, würde ich auch etwas verlangen. Ist es nur gelegentlich, würde ich nichts verlangen.

Ich bin der Meinung, dass auch ich wieder mal ein Leben ohne bedingungslose Hingabe verdient habe. Versteht mich nicht falsch, aber ich habe (und tue es immer noch) sehr viel Herzblut in meine Familie gesteckt.
Ich koche jeden Mittag für die ganze Familie. Auch an den drei Tagen, wo ich auswärts Arbeite, koche ich für den Mittag etwas vor oder koche sogar frisch etwas das schnell geht. Im Moment stimmt das für mich so.

Wenn die Kinder aber mal ausgezogen sind, möchte ich an den Tagen, wo ich arbeite nicht mehr am Mittag kochen. Ich stelle mir vor, dass ich dann einfach einen Salat oder so esse und dann halt in aller Ruhe am Abend etwas Warmes zubereite.

Nehme jeden Tag wie er kommt!
Spargel_2
Dabei seit: 26.10.2007
Beiträge: 1428
Habe noch eine Frage an diejenigen, welche schreiben, dass es ein Geben und Nehmen ist in einer Familie.

Ist es bei euch wirklich so, dass eure Kinder einfach ohne motzen und Diskussionen freiwillig "Geben"?

Oder was versteht ihr darunter?

Für mich ist es z.B. selbstverständlich, dass jemand Brot kauft, wenn ich arbeite. Oder im WC das Toilettenpapier aufgefüllt wird, wenn es keines mehr hat...

Nehme jeden Tag wie er kommt!
GabrielaA
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 18.10.2002
Beiträge: 5613
@Spargel: vor knapp 2 Jahren habe ich auch an den 3 Tagen gekocht, wo ich gearbeitet habe. Das mache ich nicht mehr.

Bin ich am Mittag weg, gibt es nichts. Koche ich sowieso, spielt es mir keine Rolle, ob wir zu zweit oder dritt am Tisch sitzen.

Heute kam mein Mann nicht nach Hause. So teilte ich Junior mit, dass es nichts gibt. Er meinte, ich könnte doch eine (fertig) Lasagne in den Ofen schieben. Hätte ich können, tat ich nicht. Ging 1.5 h laufen und kam erst nach dem Mittag zurück.

Der Jüngere (wohnt noch hier) motzt öfters, wenn ich ihn um etwas bitte. Manchmal überrascht er mich auch mit seiner Hilfsbereitschaft.

Der Ältere bringt mich (uns) mal irgendwo hin oder holt uns bzw. meinen Mann, seinen Bruder irgendwo ab. Habe ich ein Problem mit dem Handy, kommt er auch und hilft.
coconutblossom
Dabei seit: 11.04.2018
Beiträge: 44
meine kinder sind zwar noch jung und weit vom auszug entfernt, aber ich denke, ich würde von meinen kindern kein geld verlangen, wenn sie zum essen kommen. ist doch schön, wenn die familie zum essen zusammen kommt! 21 ist in meinen augen noch jung, da verdient man auch noch nicht das große geld und das wird ja nicht ewig so bleiben. ich bin der meinung, dass man als eltern seine kinder ruhig in einer art und weise unterstützen kann. es braucht nicht immer eine gegenleistung
yucca
Dabei seit: 08.02.2007
Beiträge: 3070
@ coconutblossom
da bin ich gespannt ob du das in einigen Jahren noch gleich siehst.

Ich würde mich, wenn sie mal ausgezogen sind, auch sehr darüber freuen wenn beide 1x wöchentlich nach hause kommen zum essen. Dafür würde ich auch keine Gegenleistung oder Geld verlangen. Wenn sie aber fast täglich zum essen kommen würde, müssten sie etwas an die Unkosten beisteuern.

@Spargel
Diese Dingen funktionieren nicht bei uns, Lieber lässt man 2 Blättli WC Papier auf dem Kartonrölleli, nur damit man keine neue Papierrolle einsetzten muss, das selbe mit dem Feuchttücher.
Ich frage mich öfter, was wir bei der Erziehung falsch gemacht haben. Vielleicht haben wir sie zu sehr verwöhnt. Vielleicht erwarte ich auch zu viel von ihnen. Vielleicht sehe ich das ganze auch etwas zu eng, weil ich selber ganz anders erzogen wurde, Streng, mit Schlägen und ohne Liebe.

Auch aus Steinen, die in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.
nanny72
Dabei seit: 21.05.2006
Beiträge: 1060
@coconutblossom
Es macht schon einen Unterschied, ob die Kinder so 1-2 im Monat zum Essen kommen oder ob sie wöchentlich 3-5x kommen
Und auch wenn es für dich als Eltern vielleicht kaum einen Unterschied macht, ob du für's Kind auch mitkochst. Für's Kind ist es eine finanzielle Einsparung und ev auch eine zeitliche, falls es selber kocht. Und daher ist es sicher nicht falsch, wenn es sich, in einer Form, erkenntlich zeigt. Egal ob finanziell oder indem es sonst etwas Hilft