Mittagessen zu Hause - Grld verlangen?

GabrielaA
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 18.10.2002
Beiträge: 5644
Unser Sohn, 21, ist seit einem 3/4 Jahr ausgezogen. Er kommt fast jeden Mittag nach Hause essen. Das heisst, wenn ich sowieso koche.

Kürzlich unterhielt ich mich mit einer Bekannten, die auch (unter anderem) für ihr erwachsenes Kind kocht. Sie findet, das Kind müsse sich finanziell daran beteiligen.

Für mich ist klar: wenn ich koche, spielt es mir keine Rolle, ob ich noch für einen mehr koche. Geld verlangen würde ich nie dafür.

Es gibt auch Situationen, wo er mir einen Gefallen machen muss. Sowas finde ich selbstverständlich.

Würdet ihr bein eigenen (erwachsenen) Kind Geld fürs Mittagessen verlangen?
nanny72
Dabei seit: 21.05.2006
Beiträge: 1033
Kommt auf die Situation darauf an
Wie sieht die finanzielle Situation vom Kind und von euch aus?
Aber unabhängig davon, ist es sicher nicht falsch, wen das Kind sich dafür revanchiert. Sei es, finanziell oder aber, indem es sonst in einer Form hielft.
kaye
Dabei seit: 25.11.2009
Beiträge: 978
Manchmal frage ich mich, was "Familie" hierzulande eigentlich bedeutet. Klar können die eigenen Kinder und auch sonstige Verwandte mitessen. Und irgendwann kehrt es sich dann um - jetzt können die alten gebrechlichen Eltern mitessen. Und mitleben. Ich möchte das nicht abzählen. Es ist eine Besonderheit des Menschen, sogar Nicht-Verwandten Gutes zu tun, ohne dafür unbedingt eine Gegenleistung zu erwarten. Bei Tieren ist das übrigens recht selten anzutreffen. Es ist vermutlich ein Hauptgrund dafür, dass wir so gut kooperieren und die menschliche Kultur so unglaublich weit entwickelt ist.
GabrielaA
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Schön geschrieben, Kaye. Es soll ein Geben und Nehmen sein.
yucca
Dabei seit: 08.02.2007
Beiträge: 3059
Ich sehe es wie nanny72. Ich bin sehr gerne bereit zu geben und helfen, wenn dies auch geschätzt wird und nicht als selbstverständlich gilt.
Beispiel: die Frau meines Schwagers ist vor 3 Jahren gestorben, meinem Schwager ging es sehr schlecht. Wir haben uns immer Zeit für ihn genommen, er hat jede Woche 1-2x bei uns gegessen. Wenn es ihm schlecht ging, war unsere Tür immer offen. Auch an Weihnachten war er bei uns eingeladen, obwohl er 2 erwachsene Kinder hat. Er hat offen kommuniziert, dass er nicht alleine sein kann, was wir auch verstanden. Ich kochte manchmal etwas besonderes für uns, da unser Sohn nicht unbedingt gerne spezielles hat, habe ich ihm jeweils Resten vom Mittagessen gewärmt. Mein Schwager fing mit der Zeit an ihn deswegen zu kritisieren. Über ein halbes Jahr ging er bei uns ein und aus ohne sich je nur etwas erkenntlich zu zeigen. Er hätte ja mal ein Dessert bringen können oder sagen dass er die Lebensmittel für das nächste Essen bezahlen würde usw. Es kam nicht ausser Kritik. Nach über einem halben Jahr habe ich gesagt er soll sich doch wieder melden, wenn er das Bedürfnis hat, bei uns zu sein. Bis heute 2,5 Jahre, haben wir nichts mehr von ihm gehört. Wenn man sich da nicht ausgenutzt und verarscht vor kommt, was dann?
Grundsätzlich sind wir gerne bereit zu helfen und gelten auch als grosszügig, aber nicht mehr bedingungslos. Man kann nicht nur die hohle Hand machen und profitieren.

Auch aus Steinen, die in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.
moril
Dabei seit: 09.12.2019
Beiträge: 2
Hi,

würde natürlich nichts verlangen. Es ist ja immer einen Geben und Nehmen. Wenn ich Hilfe brauche ist mein Großer immer für mich da icon_smile.gif

LG