Sollten arme Menschen keine Kinder haben?

Chiquilla
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Beiträge: 158
das ist eine Frage die nicht gestellt werden sollte oder dürfte!

Ganz einfach, weil ein Lohn über 5000 nicht ein Garant ist, dass ein Kind eine glücklichere Kindheit erleben darf als wenn die Familie weniger zur Verfügung hat.... und niemand hat das Recht über Menschen zu Urteilen die weniger haben und sich anzumassen genau zu wissen was ein Kind glücklich macht oder nicht....

la SENCILLEZ es la forma de la verdadera GRANDEZA
fraulein
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Wie hoch wohl das Einkommen bei Stellar1 ist?
thea
Dabei seit: 28.06.2013
Beiträge: 878
@Chiquilla
Ganz meine Meinung! In erster Linie braucht ein Kind Liebe, Geborgenheit und echte Zuneigung, weiter Essen, Kleider und ein warmes Zuhause - diese Grundbedürfnisse machen nur einen kleinen Teil der viel zitierten hohen Kinderkosten aus.
Denn schon bei der Babyausstattung wird das Portemonnaie oft weit geöffnet, obwohl es dem Kleinen ziemlich sicher egal ist, ob das Bettchen aus dem Fachgeschäft oder von einer Nachbarin ausgeliehen ist. Dasselbe bei Kleider und Spielsachen, schön, wenn man sich alles neu kaufen kann, aber das Kind nimmt absolut keinen Schaden, wenn es ein paar Dinge weniger oder zum Teil gebrauchte Sachen hat, siehe dazu der Beitrag von Wirbelsturm.

Chiquilla
Dabei seit: 24.11.2003
Beiträge: 158
absolut Thea und es wäre meiner Meinung nach eher wieder mehr Bescheidenheit angesagt... denn man tut so den Kids keinen Dienst.

Irgendwann müssen sie das Leben in ihre eigenen Hände nehmen und wer weiss schon wie die Welt dann aussehen wird? Diese Luxus-Kinder haben nie gelernt mit wenig auszukommen.

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thea
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Beiträge: 878
@Chiquilla
Genau so ist es! Was mich immer wieder befremdet, wenn Eltern ihren Kindern allerhand ermöglichen und dann nebst der Vorstellung, dass sie "etwas daraus machen" sollen noch ewige Dankbarkeit erwarten.

KlaraM
Dabei seit: 01.03.2013
Beiträge: 1770
@thea, chiquilla

Macht ihr hier nicht genau das Gleiche, ihr legt zuviel Wert auf Materielles? Wenn es dem Kind egal ist, ob es in einem gebrauchten oder in einem teuren Bettchen schläft, dann ist es ihm doch egal, nicht wahr? Jetzt aber das Leben mit wenig Geld zum Nonplusultra hochzuspielen geht mir zu weit. Ja, dem Kind ist es egal, in welchem Bettchen es schläft nicht und ob es Geigenunterricht bekommt und in die Karibik fliegt, ist für das Seelenwohl auch nicht entscheidend.

ABER
Geldsorgen sind Grund Nr 1 für Konflikte in Partnerschaften. Geldsorgen sind Sorgen und Sorgen belasten eine Familie. Ich sage nicht, dass Familien mit sehr tiefen Einkommen keine Kinder haben sollten, aber ich bin sowas von sicher, dass es diesen Familien besser ginge mit 2000 Fr mehr pro Monat.

Mein Votum: natürlich ist Geld nicht entscheidend, aber Geld bedeutet auch Sicherheit und die führt zu mehr Lebensqualität.
Wirbelsturm
Dabei seit: 10.08.2013
Beiträge: 0
@KlaraM
Klar macht man sich weniger Gedanken wenn man mehr Geld zu verfügung hat.
Aber nan arrangiert sich und versucht sein bestes aus der Situation zu machen.
Wir wussten auch das wir ein par Jahre unten durch mussten und ja es war nicht einfach.
Aber thea und Chiquilla haben doch nicht geschrieben das sie wert auf Materielle Dinge legen und genau so wenig wie sie das Leben mit wenig Geld hochspielen, wir sknd einfach der meinung das man nicht alles haben muss sondern einfach mal auch mit dem zufrieden sein was man hat.
Und ja Kinder sind auch teuer Kleider Spielsachen später evtl Velos Trottis Schullager u.s.w. und je älter umso teurer wird es.
Und man muss dem Kind nicht alles bieten von Frühförderung über Musische Hobbys und dazu noch Sportverein das Kind völlig verplanen dazu Wintersportferien und Somnerferien wo die Kids evtl in Kinderklubs abgeschoben werden. Es geht auch mit weniger. Kein Wunder leiden schon sehr viele Grundschulkinder an Bournout bei dem wo sie überall mithalten sollen. Einfach mal wider runterschrauben und Kinder Kinder sein lassen. Dann wirds auch mit dem zur verfügung habenden Geld einfacher

Mir egal ob ich in den Himmel oder in die Hölle komme, ich hab auf beiden Seiten Freunde.

Menschen glauben oft der Mehrheit und nicht der Wahrheit.

Einige Menschen sind nicht Dumm, die haben einfach nur Pech beim Nachdenken
thea
Dabei seit: 28.06.2013
Beiträge: 878
Egal ob man wenig oder ausreichend Geld zur Verfügung hat, wer es einzuteilen weiss, sinnvoll ausgibt und sich so ganz bewusst das eine oder andere zusätzlich leisten kann, gibt den Kindern doch etwas Wichtiges mit auf den Lebensweg. Wer hingegen jammert, sich ständig mit Mehrverdienenden vergleicht, sich aber nicht bemüht, auf irgendwelche Art etwas daran zu ändern, wird diese Unzufriedenheit weitergeben.


[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 23.02.2018 um 17:48.]
fraulein
Dabei seit: 26.10.2003
Beiträge: 1633
Kleine Kinder kann man leicht mit wenig Geld "durchbringen".
Je älter die Kinder, desto schwieriger wird es, wenn zuwenig Geld da ist.

Wie schon geschrieben ist das eine der Konfliktpunkt in einer Beziehung oder die Belastung bei einer Alleinerziehenden, das andere die mögliche Ausgrenzung, die Kinder erfahren, wenn sie nicht mit anderen Kindern mithalten können.

Und hier spreche ich nicht davon, dass es weiss der Geier was für Ferien sein müssen, sondern die alltäglichen Dinge wie neue, modische Kleidung oder ins Kino gehen können oder auch ein "moderneres" Handy (nicht das neueste, aber eben auch nicht ein "Knochen"icon_wink.gif.

Wer mit wenig Geld anfängt, hat womöglich die Möglichkeit durch die Jahre ein höheres Einkommen zu generieren. Wer mit viel Geld anfängt, kann genauso in die Situation geraten, mal mit viel weniger auskommen zu müssen. Keiner weiss, was das Leben bringt.

Schlussendlich finde ich es wichtig, dass man sich selber fragt, was möchte ich meinen Kindern bieten, was ist für mich wichtig, und dies dann eben entsprechend umzusetzen.
Chiquilla
Dabei seit: 24.11.2003
Beiträge: 158
ich merke immer wieder wie schwer es ist, Worte über einen geschriebenen Text genau zu verstehen icon_confused.gif.

Wie @Wirbelsturm richtig verstanden hat, will ich weder für das eine noch das andere Partei ergreifen denn wir haben kein Recht über andere Menschen zu urteilen.

Klar hast du @KlaraM auch recht, denn wenn immer zuwenig Geld da ist, ist dies belastend für alle Beteiligten. Je grösser die Kinder werden desto mehr Geld braucht man für sie. Wobei ich glaube, dass in einem intakten Familiengefüge wo die Möglichkeit besteht dass Mann und Frau arbeiten können, man zusammen einen guten Weg finden sollte (spreche da aus eigener Erfahrung) denn wir waren solche Kandidaten wie dieser Threaderöffner anspricht... Jeder muss seinen eigenen Weg finden. Ich bin wie @Thea der Meinung dass es an uns liegt etwas im Leben zu bewegen und das Beste aus unserer Situation zu machen.

Schwerer dünkt mich wenn Ehen auseinander gehen und man dann alleine mit Kids da steht und es dann an allen Ecken und Enden nicht reicht... wobei man dies vielmals nicht voraussehen kann... wie @Fraulein es schön sagte, die finanzielle Situation kann sich verändern... zu Gunsten oder zu Ungunsten...


la SENCILLEZ es la forma de la verdadera GRANDEZA