Ausgeprägte Endometriose

chnöpfli
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So hatte heute das Gespräch mit meinem FA. Er sagt bei so einem leidensdruck wie meinem würde er auch die OP unterstützen. Er wird das nicht selber machen,er wird einen Spezialisten darum bitten und eingfach dabei sein bei der OP. Mitte Aug. werde ich das Gespräch haben mit diesem Spezialisten um genaueres zu erfahren. Das wäre der gleiche Tag an dem ich mit dem spezialisten in Baden das Gespräch habe. Ich werde trotzdem zu beiden Gesprächen gehen. Da es eine grosse OP gibt (er sagt vergleichbar mit einer Krebs OP) will ich so gut wie möglich informiert sein. ich müsste dann 10 Tage im Spital bleiben und wäre danach ca. 2 Monate lediert. Aber wenn ich dafür nachher schmerzfrei bin ist es mir das wert. Sie werden eine EL raus nehmen und müssen den Darm aufschneiden ,evt. auch die Blase um die Endometriose zu entfernen. Die Gebärmutter lassen wir zunächst mal drinn und schauen ob die Endo dann Ruhe gibt,ansonsten kann ich mir immer noch eine zweite OP überlegen. Ach ich hoffe einfach das alles gut kommt!

Leben und leben lassen
chnöpfli
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Sorry für die Schreibfehler....bin schon etwas müde.

Leben und leben lassen
Gufechnopf
Dabei seit: 18.03.2007
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Das ist ja eine Wahnsinns-OP. Darm aufschneiden und ev. Blase. Wie funktioniert dannach deine Verdauung? Ob mir da die Wechseljahre nicht lieber wären. Aber dein Arzt ist Spezialist, er wird wissen was er da tut.

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut (und Phantasie), Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
chnöpfli
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@second wife
Entschieden ist ja noch nichts.....ich höre mir das erst mal an. Nein die Wechseljahre sind noch nichts für mich. Ich leide schon jetzt darunter wie mich die Hormone verändern,ich bin einfahc ein ganz anderer Mensch-und das will ich nicht sein! Und die biologischen Wechseljahre sind noch so weit entfernt (werde ja dieses Jahr erst 34) dass ich so lange Medi und Hormone nehmen müsste. Vielleicht müsste ich dann sowieso noch zur OP. Ich denke mir einfach es soll jetzt raus geschnitten werden so habe ich eine reale Chance die nächsten Jahre schmerzfrei zu sein und vor allem wieder zu meinem ICH zurück zu finden. Ich möchte die Zeit als Mami einfach geniessen. Später wenn die Kinder gross sind stört es ja nur mich wenn ich wieder Hormone nehmen muss,aber niemand anders leidet unter den Gefühlsschwankungen. Aber jetzt ist das anders und das will ich einfach nicht mehr. Ausserdem kann und will ich nicht mehr mit den Schmerzen so weiter machen.

Ich werde ja sehen was das Gespräch dann bringt und kann mich immer noch für oder gegen die OP entscheiden. Das mit dem Darm weiss noch niemand so genau. Die Endo ist da angewachsen aber ob sie in den Darm hinein gewachsen ist weiss er erst wenn ich offen bin. Der Arzt sagt er würde mich aber so zusammenflicken können das ich danach wieder eine gute Verdauung hätte,was ja jetzt nicht der Fall ist. Durch die Endo ist mein Darm irgendwie verdereht und irgendwo angewachsen......ja kompliziert ich sags dir icon_frown.gif !

Leben und leben lassen
Petzi
Dabei seit: 31.03.2004
Beiträge: 218
Seit bei mir vor 5 Jahren die Endometriose so gut es ging operativ entfernt wurde, nehme ich nun "primolut" . Damit wird mein Zyklus verhindert. Ich nehme das nicht gerne, aber die Alternative wäre die komplette Entfernung beider Eierstöcke gewesen - was aber nciht 100%ig bedeutet hätte, dass ich die Endometriose auch los geworden wäre... Damit wäre ich auch früher in die Menopause versetzt worden. Das wäre mir ja auch egal gewesen, wenn durch das die Wechseljahre einfach früher begonnen und auch früher fertig gewesen wären. Aber mein Arzt erklärte mir, dass sie dann zwar früher beginnen würden, aber trotzdem erst enden, wenn der Zeitpunkt dafür von der Natur aus dafür vorgesehen gewesen wäre...
Mit primolut sind nun die Krämpfe und die Übelkeit verschwunden, aber ich habe schon irgendwie das Gefühl, dass diese Tabletten meinen Körper irgendwie verändern - habe aber keine offensichtlichen Nebenwirkungen.
chnöpfli
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@Petzi
Hm dieses Medi kenne ich noch nicht,ist das auch eine Gestagen Pille? Die Übelkeit könnte auch daher kommen-bei mir ist es jedenfalls so. Wobei mir auch die Endo Übelkeit beschert. Aber hat dir die OP in Grossem und Ganzen doch Erleicherung gebracht oder findest du es war umsonst?

@all
Ich bin gerade am planen und organiseren wie ich mit Kinder,Tieren und Hausehalt nach der OP zurecht komme. Habe jetzt mal einen Spazierdienst für den Hund angefragt,für den Haushalt Spitex und mein Sohn könnte bei der Nachbarin Mittagessen. Die Kleine ist (Holz alänge) so ein Sonnenschein da werd eich hoffentlich zurecht kommen.Zum Glück ist sie erst 4 M. jung und kann noch nicht krabbeln ;-D. ich denke auch mit dem hochheben sollte mit 6 Kg (vermutlich dann 7 Kg) drinn liegen-oder irre ich mich? Leider ist meine Familie in der ganzen CH verstreut und seien wir mal ehrlich noch nie da gewesen in der Not. Diese Hilfe fällt also leider aus. Mein Mann nimmt noch die restliche 1 W. Ferien und dann noch 1 W. unbezahlt-somit kann er in der Spitalzeit auf die Kinder schauen. Danach muss ich dann selber. Muss ich noch irgendwas beachten beim planen? War noch nie so lange von meinen Kindern getrennt noch das ich mein Haus und die damit verbundenen Aufgaben je abgegeben hätte. Wenn ihr mir noch wertvolle Tipps habt für nach der OP Zeit wäre ich sehr dankbar.

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chnöpfli
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Beiträge: 646
Ach ja noch dazu erwähnbar: mein Sohn geht in KG und das erleichtert mir schon mal den halben Tag. Soll ich am Nami evt. Nachbarn fragen ob er da mal spielen darf ab und an in dieser Zeit? Die Kinder aus der Siedlung sind eben meistens bei uns am Nami,unser Sohn ist eher selten wo zu Gast (ist halt bequem so für die Nachbarn ;-D).

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Gufechnopf
Dabei seit: 18.03.2007
Beiträge: 3509
Bei mir konnte man eben NICHT operieren, weil die Endo zwischen Darm und Gebärmutter angewachsen war. Der Arzt hatte Angst, den Darm zu verletzen und weil dann die Folgen nicht ohne wären, empfahl er mir 6 - 12 Monate Wechseljahre. Also soooo schlimm war das nun auch nicht. Wie gesagt, man kann sich drauf einstellen. Und du weisst jetzt ja im vornherein was dich erwartet.
Ich hingegen habe mich gar nicht gross informiert. Hat im nachhinein auch sein Gutes. Ich nahms vorneweg.

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
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mima75
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Beiträge: 12
pn für dich!

LEBE DEINEN TRAUM, TRÄUME NICHT DEIN LEBEN
chnöpfli
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 16.03.2004
Beiträge: 646
@Second Wife
Diese Diagnose habe ich ja auch wegen des Darms. Und er sagt auch das es ein Risiko ist so wie auch eine schwierige Op-trotzdem ist er zuversichtlich das man das beheben kann-also eben durch einen Spezialisten. Ich habe auch schon von anderen Frauen gehört das solch eine Op geglückt ist,ausserdem habe ich Vertrauen das wenn es Probleme während der OP gibt er sicher das richtige tut.

Schön das dich die Wechseljahre nicht so gebeutelt haben. Ich denke das ist jeder in seiner Empfindung halt verschieden. ich bin hyper sensiebel und sehr schmerzempfindlich,schon ein bisschen Hormone bringen mich ganz durcheinander. Das merke ich ja jetzt schon. Mein FA selber ist skeptisch ob ich das durchalten würde mit den frühen Wechseljahre. Und dann kommt halt noch dazu: ich lebe ja nicht alleine. Meine Familie leidet unter meinen Gefühlsausbrüchen und ich mag mich selber nicht damit. Es versteht auch niemand das ich es nicht extra mache,es ist wirklich so als wäre man in einem anderen Körper. ich muss dazu sagen mein FA ist sehr zurückhaltend mit Ops und dergleichen. Er macht noch chin. Medizin und wann immer es geht hält er sich an den alternativen Weg. Er würde mich auch nie unterstützen wenn ich meinen Kinderwunsch per künstlicher Befruchtung oder Hormonen durchsetzten möchte. Da würde er mich weiter verweisen. Hier unterstützt er aber die OP und sagt aber ganz klar es muss ein Spezialist machen,er würde einfach dabei sein bei der OP. Mich erstaunt diese Wendung schon,er hat sich ja nach der Bauchspieglung eher zurückhaltend verhalten. Im Gespräch gestern sagte er aber,er sei einfach sehr überrascht gewesen über das Ausmas,das hätte er nie gedacht und war einfach nur baff. Ich nahm das dann still als Entschudligung an (er sagte ja immer es sei psychisch). Das er mir nun so engagiert hilft den richtigen Weg zu finden bringt mein Vertrauen in ihn wieder zurück.

Was ich eigentlich zu Anfang sagen wollte,ich denke jede Frau empfindet die Endometriose anders und braucht für sich etwas anderes. Es ist einfach schade das man so lange kämpfen muss bis es zur Diagnose kommt.

Leben und leben lassen