Intervallfasten 16/8 mit Schilddrüsenunterfunktion

Zugerli1
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Es geht ja darum, dem Darm eine lange Pause zu gönnen...
bubble36
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excüse, war länger nicht hier.
Ich habe ursprünglich vor Jahren intermittierendes Fasten gemacht weil ich Diabetes vorbeugen wollte. Mein Vater bekam mit 40 Diabetes und auch deswegen wollte ich einen Weg finden das ev. zu beeinflussen. Mein Vater macht das seit bald 25 Jahren und hat seinen BZ so im Griff, dass er keine Spritzen braucht. Weil mir längere Pausen am einfachsten fallen, hab ichs mal probiert und es fiel mir einfach. (im Gegensatz zu irgendwelchen Ernährungsumstellungen die ich vielleicht eine zeitlang mache, dann aber nicht mehricon_smile.gif) Und ich wollte einfach etwas was ich langfristig ohne Probleme machen mag.
Das "fasten" hab ich beibehalten, auch tageweise fasten, einen 0-er Tag, lege ich manchmal ein.
Ich habe einfach das Gefühl, dass mein Körper gut darauf reagiert.
Wie die Vorschreiberinnen bin ich der Meinung, dass unser Körper nicht dafür gemacht ist, ständig (unsere heutige) Nahrung zur Verfügung zu haben und "Hungerphasen" braucht, um alle Vorgänge intakt zu halten. Der Körper kann problemlos damit umgehen.
Wenn ich im Sommer Sport mache, dann um 5:30, gehe ohne Frühstück oder Kaffe joggen. Ich habe damit die besten und angenehmsten Erfahrungen für mich gemacht. (auch ich habs mit Banane, oder iso.Getränk und Müsli versucht... belastet mich aber nur.)
Das ist individuell und da ich nichts von "Man sollte dies und sollte das..." halte, ist das mein Weg, den ich nach vielen anderen gefunden habe. Die Dauerbelastung und Probleme die durch Verdauungsvorgänge in Gang gesetzt werden, möchte ich reduzieren in der Hoffnung ich tue mir Gutes.
Zugerli1
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@bubble36

Klingt gut! Konntest du so Diabetes, bis jetzt, verhindern? Isst du so sonst auch mal Süsses? Wenn es mit joggen „ohne“ geht, sollte es mit Spinning auch klappen.
KlaraM
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Zugerli1
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@klaram

Was steht ungefähr drin? Da ich nicht Tagi Abonnentin bin, kann ich den Artikel nicht lesen, wäre ja schurig gwundrig?
princess07
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So, bin auch wiedermal da...

Ich kann ohne Frühstück alles machen: Joggen, schwimmen, Krafttraining, Wandern... es ist einfach eine Gewöhnungssache.

Ob man das Frühstück oder das Nachtessen weglässt spielt eine untergeordnete Rolle. Es geht um die Essenspausen.
KlaraM
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Ein neuer Diät-Trend
Wissen Sie, was intermittierendes Fasten ist? Eben! Jetzt in Mode – und medizinisch umstritten.

Um gute Figur zu machen, nehmen manche Menschen erstaunliche Dinge auf sich. Die Formeln könnten Matheaufgaben für Grundschüler entnommen sein. Da ist beispielsweise von 5:2 oder 16/8 die Rede. Gemeint ist hier aber der Rhythmus der Fastenpausen. Auf fünf Tage in der Woche, an denen normal gegessen wird, folgen zwei Tage mit begrenzter Kalorienzufuhr. Oder man muss für solches Intervallfasten, das in der Diätsaison dieses Frühjahrs sehr angesagt ist, täglich den Wecker stellen: Dann wird 16 Stunden am Tag gefastet und in den verbleibenden 8 Stunden der Speiseplan abgearbeitet. Ein Leben nach Zeitschaltuhr, bei dem man aufpassen muss, in der Nachspielzeit nichts mehr zu sich zu nehmen.

Wer nicht hauptberuflich Erbe oder Freiberufler mit Tagesfreizeit ist, wird eine solche Ernährung kaum sozial verträglich einhalten können. Ansonsten heisst Intervallfasten im 16-zu-8-Wechsel, auf Frühstück oder Abendessen zu verzichten. Auf diese Weise können Diäten tatsächlich gelingen: wenn eine Mahlzeit wegfällt und insgesamt weniger Energie aufgenommen als zugeführt wird.

«Drei bis vier Mahlzeiten am Tag sind schon sinnvoll»

«Für mich ist Intervallfasten vollkommen widersinnig», sagt Berndt Birkner, Magen-Darm-Arzt aus München: «Wir sind seit Millionen Jahren auf dieser Erde; früher waren uns regelmässige Mahlzeiten nicht vergönnt – und die Lebenserwartung betrug 25 Jahre.» Für den Stoffwechsel sei es nun mal ungünstig, wenn die Energieaufnahme immer wieder für längere Zeit unterbrochen werde. Zudem brauchten Magen und Darm regelmässig Zufuhr, nur eben nicht im Übermass. «Drei bis vier Mahlzeiten am Tag sind schon sinnvoll», sagt der Verdauungsexperte Birkner: «Dazwischen soll der Magen Zeit haben, sich vollständig zu entleeren. Nur dann setzt auch rechtzeitig das natürliche Sättigungsgefühl ein, wenn er wieder gedehnt wird.» Ständiges Naschen führe hingegen zur permanenten Vordehnung, sodass sich erst verspätet das Gefühl einstellt, wirklich satt zu sein.

Die fragwürdige Diät ist unter dem Namen Intervallfasten oder intermittierendes Fasten gerade populär, weil Buchautoren die mehr als 100 Jahre alte Methode neu für sich entdeckt haben. Die Erkenntnisse beziehen sich aber fast alle auf Tierversuche mit Ratten oder Mäusen. Die Nager blieben schlanker und lebten länger, wenn sie nur während einer begrenzten Zeitspanne des Tages fressen durften. Allerdings gilt: «Mice tell lies» – Mäuseversuche lassen sich selten auf Menschen übertragen, um es freundlich zu übersetzen. Bisher konnte nicht zweifelsfrei belegt werden, dass eine 16/8-Diät gesund ist oder effektiv beim Abnehmen hilft.

Da sich die Menschen trotzdem spätestens jeden Frühling wieder nach ranken Körpern sehnen, kommen Jahr für Jahr andere Ernährungsformen in Mode: Diät nach Blutgruppen, nach Mondphasen, schlank im Schlaf – Willkür wie Geschäftssinn sind keine Grenzen gesetzt. Dabei sind die einzig wirksamen Methoden, um Gewicht zu verlieren, mehr Energie zu verbrauchen – am besten durch mehr Bewegung – und weniger zu essen. Das klingt jedoch mühsam und reichlich unspektakulär. Es sei denn, man brächte die FdH-Ernährungsweise im neuen Gewand auf den Markt. Nächstes Frühjahr als 08/15-Diät. (Süddeutsche Zeitung)

Erstellt: 27.03.2018, 21:18 Uhr

(Artikel siehe Link oben, ohne Fotos, aber sonst unverändert.)
bubble36
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"KlaraM" schrieb:

Ein neuer Diät-Trend
Wissen Sie, was intermittierendes Fasten ist? Eben! Jetzt in Mode – und medizinisch umstritten.

Um gute Figur zu machen, nehmen manche Menschen erstaunliche Dinge auf sich. Die Formeln könnten Matheaufgaben für Grundschüler entnommen sein. Da ist beispielsweise von 5:2 oder 16/8 die Rede. Gemeint ist hier aber der Rhythmus der Fastenpausen. Auf fünf Tage in der Woche, an denen normal gegessen wird, folgen zwei Tage mit begrenzter Kalorienzufuhr. Oder man muss für solches Intervallfasten, das in der Diätsaison dieses Frühjahrs sehr angesagt ist, täglich den Wecker stellen: Dann wird 16 Stunden am Tag gefastet und in den verbleibenden 8 Stunden der Speiseplan abgearbeitet. Ein Leben nach Zeitschaltuhr, bei dem man aufpassen muss, in der Nachspielzeit nichts mehr zu sich zu nehmen.

Wer nicht hauptberuflich Erbe oder Freiberufler mit Tagesfreizeit ist, wird eine solche Ernährung kaum sozial verträglich einhalten können. Ansonsten heisst Intervallfasten im 16-zu-8-Wechsel, auf Frühstück oder Abendessen zu verzichten. Auf diese Weise können Diäten tatsächlich gelingen: wenn eine Mahlzeit wegfällt und insgesamt weniger Energie aufgenommen als zugeführt wird.


Warum soll das nicht sozial verträglich sein? Es sagt ja niemand, dass man daraus eine Religion macht. Ich kann die Zeiten ja variieren und mich anpassen. Auch mit Kindern funktioniert das, denn wieviele Menschen trinken morgens nur Tee oder Kaffe? Das fällt ja niemandem auf.
Sozial verträglich sind "Diäten" (Nahrungsumstellungen) ja auch nicht wirklich.

"KlaraM" schrieb:
«Für mich ist Intervallfasten vollkommen widersinnig», sagt Berndt Birkner, Magen-Darm-Arzt aus München: «Wir sind seit Millionen Jahren auf dieser Erde; früher waren uns regelmässige Mahlzeiten nicht vergönnt – und die Lebenserwartung betrug 25 Jahre.»

Der Vergleich hinkt jetzt aber schon etwas, oder..?
Der Zugang und die Qualität der Nahrung war wohl ein weeenig anders..

"KlaraM" schrieb:
Für den Stoffwechsel sei es nun mal ungünstig, wenn die Energieaufnahme immer wieder für längere Zeit unterbrochen werde. Zudem brauchten Magen und Darm regelmässig Zufuhr, nur eben nicht im Übermass.



Meine Erfahrungen sind andere, aber ja ich ich bin halt kein Arzt.(wobei auch nicht alle Ärzte wirklich persönliche Erfahrungen haben mit dem was sie NICHT empfehlen, nur anhand von Studien. )
Auf das Mass kommt es sowieso bei allem an.


"KlaraM" schrieb:
Bisher konnte nicht zweifelsfrei belegt werden, dass eine 16/8-Diät gesund ist oder effektiv beim Abnehmen hilft.


Nein, aber es konnte auch nicht widerlegt werden, dass es einigen Menschen gut liegt und der Gesundheit keineswegs schadet.
Wenn jemand Bedenken hat, und unsicher ist, soll er/sie es nicht machen. Ich probiere halt gerne selber etwas aus und vertraue meinen eigenen Erfahrungen.
Ich bin da halt immer skeptisch, wenn ich etwas glauben soll, das man die letzten vielleicht 20 Jahre ein wenig erforscht hat, und dies dann als richtig hinstellt. Man GLAUBT etwas zu wissen und als richtig hinzustellen und anderes wird als "Trend" deklariert.
Alte Menschen die während der Kindheit nicht alles zur Verfügung hatten, sind oft weitaus gesünder als Menschen die Zugang zu allem hatten.

Zugerli1
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Danke, Klaram für den Artikel

So eine wahnsinnige Umstellung/Diät finde ich das Intervallfasten auch nicht? Ich lasse ja „nur“ das Frühstück aus und gönne dem Darm eine Pause. Bei mir war die Frage vor allem wegen der Schilddrüse. Ich werde meine Endokrinologin auf jeden Fall beim nächsten Termin fragen.

Da ja einige aus dem Forum diese Ernährungsweise schon länger machen und sich gut fühlen, ist ja super. Viel besser als vegan, paleo (nur als Beispiele) oder nur noch Smoothie trinken oder so. So isst man immer noch ausgewogen, einfach mit langer Pause.

Finde es auch recht alltagstauglich, so kann ich ja gut weiterhin essen wie vorher, auf Besuch oder so.

Meine Grundfrage basiert ja von einer Serie vom NDR, das ist kein Privatsender und die Sendung kam letztes Jahr, somit keine „Trenddiät.
GabrielaA
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Beiträge: 5506
Ich konnte den Artikel mit dem Link lesen und bin auch nicht Tagi-Abonnent... Egal

Danke Klara für den Artikel. Ich habe mich in den letzten Tagen geachtet, wie ich mich ernähre, vorallem eben von den Zeiten her. Bei mir es auch fast normal, dass ich mich nach 16/8 ernähre. Frühstück esse ich unter der Woche eigentlich nie. Je nachdem esse ich so um 10 Uhr etwas. Meistens richtig am Mittag und oft auch nur noch etwas Kleines (Käse, Brot, Salat) am Abend. Am Wochenende esse ich richtig tolles Frühstück, dafür meistens erst sehr spät (zwischen 10-12 Uhr). Das Nachtessen nehme ich dafür auch erst zwischen 19-20 Uhr ein. Also mehr als 8 Stunden, wenn ich von 10 Uhr bis 20 Uhr "warte". Manchmal esse ich auch was Kleines zwischendurch.

Ist doch bei allem das gleiche: Hauptsache es ist einem wohl dabei und alles is(s)t in Mass. Alles was zwanghaft is(s)t oder einem dabei nicht wohl ist, ist sicher nicht gut.