Was tun bei Frustoseunverträglichkeit? Jemand Erfahrungen?

coconutblossom
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Huhu! icon_smile.gif Meine Cousine, mit der ich in sehr engem Kontakt stehe, hat nun von ihrem Arzt die Bestätigung bekommen, dass sie unter einer Fructoseunverträglichkeit leidet. Das ist natürlich ziemlich mühsam, zumal sie eigentlich sehr gerne Obst und Gemüse isst. Sie hat große Angst vor einer Einschränkung. Momentan verzichtet sie eigentlich vollkommen darauf, sie möchte aber natürlich nicht, dass das für immer so bleibt. Mir tut sie total leid, weil ich ja selber nicht genau weiß, was es mit einer solchen Lebensmittelunverträglichkeit auf sich hat... Vielleicht ist es ja gar nicht so schlimm, wie es den Anschein hat... Vielleicht hat hier im Forum ja bereits jemand Erfahrungen auf diesem Gebiet gesammelt und möchte diese mit mir teilen. Würde mich sehr über ein paar Tipps freuen. Danke schon mal! icon_smile.gif
cip&ciop
Dabei seit: 26.04.2015
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Zunächst einmal tut es mir leid für deine Cousine. Ich leide zwar selbst nicht unter eine Fructoseunverträglichkeit (ich gehe einmal davon aus, dass du das gemeint hast bzw. meinst), aber bei meinem Vater wurde vor einigen Jahren eine Fructosemalabsorption diagnostiziert. Daraufhin hat er einige Wochen lang kein Obst und generell keinen Fruchtzucker zu sich nehmen dürfen, was ihn ziemlich geärgert hat, weil er leidenschaftlich gerne Obst als Dessert isst. Nachdem er diese Zeit überstanden hat, kommt er jetzt erfreulicherweise besser damit zurecht. Und nein, schlimm ist es eigentlich nicht, sondern vor allem unangenehm. Um am Anfang macht man sich halt Gedanken über die Ursache dieser Bauchschmerzen...
fraulein
Dabei seit: 26.10.2003
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Fructose ist ein Süssungsbestandteil in vielen Lebensmitteln. Der Arzt sollte hier ein paar Stunden bei einer Ernährungsberaterin verschreiben, damit die Cousine Tipps und Ermunterung für ihre Ernährung bekommt.
coconutblossom
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Dabei seit: 11.04.2018
Beiträge: 42
hey zusammen und danke für eure Antworten! @cip&ciop: verträgt dein Vater mittlerweile wieder besser Obst? Also, hat dieser Verzicht eine deutliche Veränderung mit sich gebracht? Ich denke, dass man vielleicht für ein paar WOchen auf Obst und bestimmte Gemüsesorten verzichten kann, aber auf Dauer wäre das für mich der Horror. Abgesehen davon, dass ich nicht wüsste, was ich dann noch essen sollte, läuft man ja auch Gefahr einer Mangelversorgung an Nährstoffen...
@fraulein: Meine Cousine hat von ihrem Arzt diverse Broschüren und Quellen wie alles-essen.at zur Informationsbeschaffung bekommen. Ich wusste gar nicht, dass der Arzt auch eine Ernährungsberatung verschreiben kann. Interessant zu wissen! Diesbezüglich muss sie noch einmal nachhaken, bei ihrer nächsten Untersuchung. Das könnte bestimmt hilfreich sein.
cip&ciop
Dabei seit: 26.04.2015
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Entschuldigt mich bitte, dass ich mich erst jetzt wieder zurückmelde. Ja, dieser Verzicht hat auf jeden Fall eine Verbesserung gebracht. Nach einigen Wochen hat er wieder begonnen, wenn auch geringe Mengen an Fruchtzucker zu sich zu nehmen. Das ist auch weitgehend gut gegangen, aber es gibt trotzdem eine Toleranzgrenze. Die er leider beispielsweise mit Äpfeln überschreitet. Aber letztens hat er Kapseln entdeckt, mit denen er die Symptome eindämmen kann.

Und ja, natürlich ist Fruchtzucker oft auch ein Süßungsmittel, aber ich denke, dass es wichtig ist, regelmäßig Obst zu essen. Halt natürlich wegen der Vitaminen.
coconutblossom
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 11.04.2018
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Hey nocheinmal! icon_smile.gif Du, kein Problem, sind ja nur zwei Tage zwischen unseren Antworten vergangen. Habe auch nicht jeden Tag Zeit zu schreiben! icon_smile.gif Habe meine Cousine gestern getroffen und da hat sie mir erzählt, dass sie sich eine kleine Rezeptesammlung zugelegt hat, welche für Menschen mit Fructosemalabsorbtion geeignet sind. Sie ist da zum Glück ziemlich unkompliziert und ist nicht heikel bei der Speisenauswahl. Was meinst du denn für Kapseln, wo hat er die entdeckt und was ist das denn?
cip&ciop
Dabei seit: 26.04.2015
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Nachdem wir ja jetzt schon nach Mitternacht sind, habe ich wieder zwei Tage gebraucht. Aber OK OK, ich bin jetzt beruhigter. icon_smile.gif Auf jeden Fall freue ich mich für diese Cousine, dass sie diesen Ansatz mit der für sie passenden Rezept-Sammlung für sich entdeckt hat. Und zu deiner Frage... in seinem Fall sind es Kapseln namens Fructosin, die den Fruchtzucker in Glucose umwandeln. Soweit ich weiß hat sie mein Vater in der Apotheke entdeckt.
coconutblossom
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Danke dir und ja, ich freue mich ebenso, dass sie nun versucht das beste aus ihrer Situation zu machen. Ich werde sie auf jeden Fall so gut es geht dabei unterstützen. Danke für den Tipp mit diesen Kapseln, werde ihr davon erzählen, sie wird sich dann gleich einmal in der Apotheke darüber informieren, bzw. gibt es im Internet auch recht gute Beschreibungen dazu, wie ich bereits gefunden habe. Wie hat dein Vater die denn entdeckt? Wurden sie ihm empfohlen, oder hat er einfach in der Apotheke nach einem Mittel gegen seine Beschwerden gefragt?
cip&ciop
Dabei seit: 26.04.2015
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Gern geschehen! Also bei meinem Vater ist es so gewesen, dass ihn der Arzt im Allergiezentrum darauf hingewiesen hat, dass man das Enzym Xylose Isomerase auch als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen kann. Danach hat er in der Apotheke diese Kapseln empfohlen bekommen.
coconutblossom
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Hi nocheinmal und danke dir für alle deine Erklärungen und dass ich dich da so über deinen Vater ausquetschen durfte! Habe meiner Cousine alles weitergeleitet und habe soeben mit ihr telefoniert. Sie hat mich angerufen, um mir zu erzählen, dass sie sich in der Apotheke informiert hat und die Kapseln jetzt einmal zum Ausprobieren gekauft hat. Es handelt sich laut Apothekerin aber nicht um ein Nahrungsergänzungsmittel, sondern um ein Medizinprodukt! icon_smile.gif Da gibt es anscheinend Unterschiede!