Auseinanderdriften beim Thema Kinderwunsch

loki
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 13.04.2011
Beiträge: 50
Mein Mann hat aktuell einen Leistenbruch, welcher er bald operieren muss. Es steht ein Gespräch mit dem Chirurgen an und der Hausarzt hat die Frage meines Mannes, ob eine Sterilisation im gleichen gehen würde, bejaht. Es sei sogar zu empfehlen, grad beides unter einer Narkose zu machen. Mein Mann möchte kein 3. Kind mehr. Ich bin aber überhaupt nicht glücklich damit, obwohl ich mir JETZT auch noch kein 3. Kind wünsche. Wir haben einen grossen Altersunterschied bei den beiden Kindern, weil ich damals nach dem 1. Kind noch kein 2. Kind wollte. Aber dann plötzlich war der Kinderwunsch wieder da wie fürs 1. Kind.

Mein Mann sagt aber klar, dass er nicht denkt, dass der Wunsch nochmal komme. Er wolle das Glück nicht herausfordern. Wir hätten 2 gesunde Kinder, zudem noch beide Geschlechter. Es tut mir sehr weh, wenn ich mir vorstelle, dass mit der Unterbindung jegliche Chance auf eine spätere Entscheidung genommen wird. Ich gehe gegen die 40 Jahre zu, aber ich fühle mich nicht alt und auch nicht zu alt für ein 3. Kind.

habt ihr mir Tipps, wie ich damit umgehen kann? Geht es jemandem auch so?
nanny72
Dabei seit: 21.05.2006
Beiträge: 1019
wenn dein mann sich ganz sicher ist, das er keine kinder mehr möchte, dann ist es sicher besser und richtig, wenn er es macht, gerade wenn es in einem geht.

ich kann deine Verunsicherung verstehen. als ich mit dem 3ten schwanger wahr, wusste ich von anfang an, das es zu 99% einen KS gibt, den 3ten. und eigentlich währe es das vernünftigste gewesen, die Unterbindung gleich zu machen. in dem Moment konnte ich mir auch nicht vorstellen, noch ein weiteres Kind zu haben. aber irgendwie konnte ich mich nicht zu diesem endgültigen schritt durchringen.

habt ihr den schon, bevor ihr von dieser OP gewusst habt, darüber diskutiert, ob ihr ev noch weitere kinder wollt, bezw ob eine Unterbindung als verhütungsmethode in frage kommt? oder war das eine komplet spontane Idee, deines mannes?
Scheri
Dabei seit: 22.12.2014
Beiträge: 399
Nach unserem dritten Jungen habe ich eine Vasektomie bei mir vollziehen lassen (durchtrennen des Samenleiters). Das ist ein sehr einfacher Eingriff unter Lokalanästesie, der in der Praxis des Urologen erfolgte.

Ich würde, so wie ich eure aktuelle Situation verstehe, mich nicht drängen lassen, bezüglichen einem Entscheid für eine Unterbindung und die beiden Eingriffe wenn dann separat erfolgen lassen.

Traurigkeit, dass es dann vorbei ist mit "Leben erzeugen" kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich war ein paar mal traurig darüber icon_cry.gif , auch wenn ich den Entscheid von meiner Vernunft her immer als richtig einstufte und bis jetzt auch sehr davon provitierte (grössere Freiheit im Sexualleben, frühere Aufteilung der finanziellen Verantwortung, mehr Freiraum für meinen individuellen Weg usw.). All das bereichert mich mehr, als noch mehr nachkommen in die Welt zu stellen. Vielleicht gibts ja dann mal Enkel...
yucca
Dabei seit: 08.02.2007
Beiträge: 3010
Den Entscheid musst du wohl oder übel akzeptieren. Falls bei dir die Familienplanung noch nicht def. abgeschlossen ist, würde ich mit deinem Mann das Gespräch suchen. Vielleicht wäre es für dich und deinen Mann eine alternative, vor dem Eingriff Sperma einzufrieren. Der Eingriff ist so zwar immer noch definitiv, aber ihr hättet, bei einem Sinneswandel, trotzdem die Möglichkeit ein weiteres Kind zu bekommen.

Auch aus Steinen, die in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.
Groß4512
Dabei seit: 07.10.2015
Beiträge: 10
loki, es ist schade, dass dein Mann es entschieden hat, ohne vorher mit dir geredet zu haben. Das finde ich nicht richtig.
Aber kaum wirst du ihn davon abbringen.