Einzelkind - oder die Frage nach dem 2?

nessi76
Dabei seit: 26.09.2007
Beiträge: 1075
vilu
ich unterschreib zu 100% bei Dir!
Das traurige ist das viele wie KlaraM genau das denken was sie schreibt icon_frown.gif Naja das war der Grund wieso ich nicht auf ihr Posting geantwortet habe weils mir langsam zu blöd ist!

Ich musste mir schon anhören das wir mit einem Kind keine Familie sind da eine Familie erst ab 2 Kindern eine Familie ist. Echt traurig sowas!

RenaW
Dabei seit: 06.10.2005
Beiträge: 1792
KlaraM, ich habe eine riesen Verwandtschaft: Tanten, Onkel, wenn es mir recht ist ca. 30 Cousins und Cousinen. Aber die meisten habe ich seit Jahren nicht gesehen, weil wir in der ganzen Schweiz verstreut sind und jeder sein Leben hat. Also nichts von Konstante. Ebenso die Verwandten von meinem Mann: da ist es Zufall wenn man sich mal trifft.
Und meine Schwester und ich verstehen uns gut wenn wir uns denn mal sehen, aber auch sie hat ihr eigenes Leben, wohnt auch ca. 20km weit weg, arbeitet auf der Pflege logischerweise Schicht, da trifft man sich auch nicht einfach mal so.
Ausserdem: meine beiden Mädchen sind 6 Jahre auseinander. Meine ältere Tochter wäre alleine geblieben, wäre ich nicht endlich mit der Kleinen schwanger geworden. Ich freue mich darüber, das ich beide habe. Die beiden verstehen sich auch mehr oder weniger gut, Unternehmungen waren bis jetzt nie ein Problem. Nur, die Grosse ist jetzt in einem Alter wo der Unterschied deutlich wird: sie ist 14, muss sich mit der Berufswahl auseinandersetzten, in zwei Jahren wenn sie die Ausbildung anfängt wird sie logischerweise weniger zu Hause sein, Abends muss sie für die Berufsschule/weiterführende Schule lernen. Die beiden Mädels werden also zwangsläufig wenig von einander haben die nächsten Jahre bis auch die Kleine eine Ausbildung hinter sich hat.
Natürlich kann man sagen, wenn uns Eltern was passiert haben die Kinder immer noch sich. Nur ich finde, das sollte kein Grund für die Entscheidung für mehrere Kinder sein. Denn was ist, wenn sich die Kinder von Anfang an nicht verstehen?
carola
Dabei seit: 07.01.2002
Beiträge: 643
nessi und vilu: ich glaube, das hat hier keinen zweck; hier ist wirklich jeder weitere satz zeitverschwendung. banghead.gif
Ignoranten ignoriert man am besten. 😉
KlaraM
Dabei seit: 01.03.2013
Beiträge: 1770
"nessi76" schrieb:


Das traurige ist das viele wie KlaraM genau das denken was sie schreibt icon_frown.gif Naja das war der Grund wieso ich nicht auf ihr Posting geantwortet habe weils mir langsam zu blöd ist!



Ich weiss nicht, was so schlimm ist an meinem Post. Die Geschwister- bzw. Einzelkindsituation ist ein Faktor unter vielen, aber dennoch hat sie einen Einfluss auf die Entwicklung. Die Geschwisterfolge übrigens auch.
nessi76
Dabei seit: 26.09.2007
Beiträge: 1075
"carola" schrieb:

nessi und vilu: ich glaube, das hat hier keinen zweck; hier ist wirklich jeder weitere satz zeitverschwendung. banghead.gif
Ignoranten ignoriert man am besten. 😉


daumen hochicon_lol.gif
Vilu
Dabei seit: 18.07.2002
Beiträge: 2027
KlaraM, es ist nicht möglich eine Situation zu beurteilen, die man nicht selber kennt. Du hast kein Einzelkind. Daher siehst du die Vorteile auch nicht, oder du möchtest sie einfach nicht sehen. Jä no. Doch es geht ja hier um die Fragestellerin, und dieser möchte ich doch noch mal aufzeigen, dass Einzelkinder durchaus Vorteile fürs Leben haben.

Als Eltern kann man den Bedürfnissen eines Einzelkindes natürlich eher gerecht werden. Ausser, man hat Geld wie Heu und endlos viel Zeit. Einem Kind kann man meistens noch Musik- und Sportunterricht fananzieren. Bei mehreren Kindern wirds je nach dem schwierig. Auch Skifahren können Familien mit vielen Kindern oft nicht, weil es einfach zu schwierig ist. Für mich ist jedes Instrument und jede Sportart, dem man dem Kind ermöglichen kann, ein Vorteil.

Wichtiger aber:
Einzelkinder sind von Anfang an öfter auf sich alleine gestellt, sobald sie ausser Haus sind. Sie haben nicht immer eine "Verstärkung" an ihrer Seite. Sie lernen früh, auch mal alleine zu sein und Situationen alleine zu meistern. So ist mein Sohn als einziger Bub seiner Klasse bereits als 1.-Klässler ins Sommerlager mitgefahren, weil er wusste, dass er dort immer jemanden zum spielen hat. In der 2. Klasse als Jüngster ins Zeltlager. Auch war er von Klein auf in der Skischule, weil er dort mit Kindern zusammen sein kann. So wurde er sehr früh selbständig und hat an Selbstsicherheit gewonnen. Wir haben hier im Quartier recht viele Einzelkinder und ich würde mal behaupten, dass diese im Allgemeinen wirklich selbständiger sind als viele seiner Schulkollegen mit Geschwistern. Nicht generell, aber tendenziell.

Wenn er in der Freizeit nicht alleine sein will oder auch in den Ferien im Hotel / Campingplatz usw., so ist er gezwungen, auf andere zuzugehen. Ob im Hotel oder in der Skischule - er findet praktisch immer Kollegen. Das heisst, wenn Einzelkinder nicht alleine sein wollen, und das wollen die wenigsten, so müssen sie sozial, offen und kontaktfreudig sein. In der heutigen Zeit ein riesiger Vorteil!

Wenn ich ihn mit den beiden Jungs von meinem Bruder vergleiche, dann ist er seinem 2,5 Jahre älteren Cousin in Bereichen Sozialkompetenz, Selbständigkeit und Selbsticherheit "himmelweit" überlegen! Der getraut kaum den Mund aufzumachen oder die Hand zu geben, geschweige bei Fremden! Und wieso?
Er und sein älterer Bruder waren immer total aufeinander fixiert, hatten keine anderen Freunde. Sie "brauchten" das nicht. Doch der ältere Bruder geht nun ins Gymi, ist tagsüber weg, hat Freunde gefunden, zudem hat er sich natürlich durch die Pubertät auch verändert. Der Kleine hatte also grosse Krise, grosse schwarzes Loch und hat nie gelernt, auf jemanden offen zuzugehen. Nun ist er 15, hat null Selbstbewusstsein und Depressionen. Traurig! Ich finde, mein Junge ist für die Zukunft viel besser gerüstet. Dies mag ein Extremfall sein, doch in schwächerer Ausprägung sehe ich das auch in anderen Familien. Daher, lass dich nicht verrückt machen, Einzelkinder haben sehr gute Voraussetzungen um starke, selbständige, soziale, offene und kontaktfreudige Kinder und Erwachsene zu werden.

Leben und leben lassen
datum22
Dabei seit: 28.08.2013
Beiträge: 5
Mindestens zwei Kinder ist meine Meinung. icon_confused.gif
Peggy
Dabei seit: 13.09.2010
Beiträge: 25
Liebe Tatarina

Ich weiss, auf deine Frage wurde schon lange nicht mehr geantwortet, trotzdem möchte ich hier noch meine Gedanken platzieren:
Ich bin jetzt 38 und habe vor knapp 6 Mt mein 2. Kind geboren. Bis ich 35 Jahre alt war, konnte ich mir überhaupt keine Kinder vorstellen und das obwohl ich aus einer Grossfamilie stamme. Bei mir war der Kinderwunsch einfach nie so wirklich da... Es war dann eigentlich mein Mann, der unbedingt wollte... und es war gut so. Nachher war für uns klar, dass wir gerne noch ein 2. möchten, wenns klappt. Komischerweise wars dann für mich einfacher mich bewusst für ein 2. Kind zu entscheiden. Und jetzt sind wir happy, es ist gut so wie's ist.
Ich denke 2 Kinder sind gut möglich zu betreuen und bei Bedarf auch betreuen zu lassen: Die Kinder haben 2 Elternteile, du hast 2 Hände, 2 Kinder haben noch in einem "normalgrossen" Auto Platz, usw. Da wir beide arbeiten 100% und 40 % lassen wir die Kids in einer KiTa betreuen. Finanziell ists relativ viel; aber solange die KiTa-Kosten noch nicht meinen gesamten Lohn aufbrauchen ists o.k.
Vielleicht hast du dich ja bereits bewusst für ein Einzelkind oder für ein 2. Kind entschieden...?
Wenn nicht: Ich, an deiner Stelle würde auf dein Bauchgefühl hören, das ist meistens das beste. A propos Alter und Risiko. Natürlich habe ich mir auch jeweils Gedanken gemacht: Wird das Kind gesund sein? usw. Aber letztendlich hab ichs auf mich zukommen lassen und es ist alles gut gekommen. Habe auch nur die notwendigen Ultraschalls gemacht und sonst keine weiteren Untersuchungen. Meiner Meinung nach, macht man sich damit nur "verrückt". Wir haben 2 gesunde Kinder und das obwohl ich bei der SS über 35 J alt war, das gilt ja bereits als Risikoschwangerschaft...
Manchmal ist es auch einfach gut so, wie es ist. Ist doch auch schön, oder?
Ich wünsche dir von Herzen alles Gute.
Liebe Grüsse
Peggy
baumueti
Dabei seit: 01.06.2012
Beiträge: 5
Hallo
Wir haben auch eine Prinzessin,5 jahre
und wir sind glücklich und soll so sein da ich eine Fehlgeburt hatte und viel Zeit brauchte um mich zu erholen
Jetzt lassen wir uns überraschen obs noch ein 2 gibt !
Werde auch 37
geniessen das familienleben wies zur Zeit isticon_biggrin.gificon_biggrin.gificon_biggrin.gif
Flora70
Dabei seit: 09.04.2005
Beiträge: 90
Ich melde mich nun mal als erwachsenes Einzelkind,meine Kindheit als Einzelkind war super.Meine Eltern hatten viel Zeit,ich hatte viele Gspändlis im Quartier und Schule.Auch im Teenageralter hatte ich alles was ich mir wünschte,meine nicht das finanzielle sondern einen großen Freundeskreis.Dann ging's auf ins Ausland,neue Freundschaften entstanden ,habe den tollsten Ehemann geheiratet und habe mit ihm drei Kinder und ein Pflegekind.
Mein Vater ist gestorben und meine Mutter lebt nun alleine,sie wird älter und es stehen in den nächsten Jahren Entscheidungen an die ich gerne mit einem Geschwister teilen würde.Meine Kinder finden es schade dass sie keine Cousins haben ( mein Mann ist auch Einzelkind)
Ich merke je älter ich werde umso öfter denke ich jetzt wärs doch schön eine Schwester oder einen Bruder zu haben,vielleicht werde ich mit dem Alter einfach auch sentimental....


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