Natürliche SS contra ReproMedizin

Equus
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 29.06.2017
Beiträge: 14
Hallo liebe Mitleser, ich bin neu hier und sage erstmal "Hallo"!
Ich habe mich bereits durch einige Beiträge durchgelesen und festgestellt, dass die Ansichten bezüglich med. Möglichkeiten bei unerfülltem Kinderwunsch recht auseinandergehen. Ich bin selbst Betroffene und ungewollt kinderlos. Da die einen Forumsteilnehmer die Repromedizin oder den Kinderwunsch von Frauen über 40 "angreifen" möchte ich einmal die "Gegenseite" erwähnen. Paare, die viel Zeit und Geld investieren, um schwanger zu werden, sind auf die gesamte Kinderzeit sehr gut vorbereitet und führen intakte Familienstrukturen. Paare, die "ups ist halt passiert" schwanger wurden, oder sogar Teenies, oder allein Erziehende, bieten von Anfang für das eher unerwünschte Kind einen äusserst schlechten Start in das junge Leben. Überforderung, Trennung, Geldnot, Kind muss ins Heim oder zu Pflegefamilien, etc. fehlende Liebe, sind die Folgen. Dies wirkt sich auch auf die Lebensqualität des Kindes aus. Ich finde z.Bsp. ganz verwerflich Frauen, die Männer vera.. mit "es passiert nichts" um schwanger zu werden weil SIE sich ein Kind wünscht und dann noch die Alimente von Vater kassiert. Das finde ich eine bodenlose Frechheit. Diese Frauen sollten dann so ehrlich sein und sich von einem Spender befruchten lassen, aber nicht ahnungslose Männer "melken". Diese Kinder müssen dann ohne Vater aufwachsen, was ich sehr egoistisch obendrein finde. Also finde ich dann ein gewünschtes Kind, bei dem medizinisch nachgeholfen wurde bei weitem die bessere Variante. Schöne wäre mal eine Studie von Familienstrukturen: Alter der Mütter, Partnerstruktur beim Schwangerwerden und was die Kinder im Teenie-Alter für ein Verhältnis zu den Eltern haben.
Quest
Dabei seit: 05.11.2002
Beiträge: 975
Spannend, Deine Ansicht.

Ich versteh dein Posting so, dass diejenigen, die sich unbedingt ein Kind wünschen, die besten Eltern sind.

Weil bei den andern passiert es ja, dass man sich trennt, oder man hat von Anfang an schon keinen Mann.

Echt jetzt banghead.gifbanghead.gif

Das ist jetzt glaubs einer der schlimmsten Aussagen, die ich je gehört habe. Und dann soll das die Allgemeinheit auch noch bezahlen. Weil es ja klar ist, dass man, wenn man unbedingt ein Kind will, einfach nur super Eltern sein kann..........
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Ich bin ob diesem Posting empört, geschockt oder was auch immer. Aber diese Aussage ist jenseit von jeder Realität und zeigt mir, das Dein Kinderwunsch "krank" ist........... (meine Ansicht, muss nicht mir der von anderen übereinstimmen)

Ach ja, bis seit 15 Jahren Alleinerziehend und trotzdem hat mein Sohn ein intaktes Familienleben. Was hab ich das wohl falsch gemacht.....
Scheri
Dabei seit: 22.12.2014
Beiträge: 399
@Equus

Ojehmine...

Steh doch zu dem, was dir wichtig ist, anstatt dir einzureden dass du eine "bessere" Grundlage für deine Nachkommen bieten würdest, als junge Eltern.

Zwei von meinen drei Söhnen sind ungeplant zu uns gekommen. Haben wir uns deswegen weniger gefreut? Lieben wir sie deswgegen weniger?
Nein, ehrlichgesagt haben wir grosse Freude an unserer Familie.

Ich bin mit knapp 25 Vater geworden. Alles hat Vor- und Nachteile.

Entspann dich und nimm dein Leben an, wie es ist.
Equus
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 29.06.2017
Beiträge: 14
Ich habe nie gesagt, dass mein Kinderwunsch von der Allgemeinheit finanziert werden soll. Davon war nie die Rede. Ich will auch nicht alle jüngeren Mütter über einen Kamm scheren und behaupten sie seien die schlechteren Mütter. Ich meine nur, dass eine 16jährige es doch schwieriger haben wird und eher der Aufgabe nicht gewachsen ist, als Eltern, die im Berufsleben etabliert sind. Gerade eben wurde über eine 19jährige berichtet, die zum 2. Mal schwanger ist und das 1. Kind abgeben musste, weil sie überfordert war. Das macht mich traurig, euch nicht? Es geht mir vor allem darum, dass Paare, die die Repromedizin (auf eigene Kosten) in Anspruch nehmen, nicht so angefeindet werden sollen. Ich kenne eben leider im eigenen Umfeld Konstellationen die (sehr) unglücklich sind. Jedes Kind sollte im Vorfeld gewünscht sein. Ich mag einfach die Aussage nicht, es ist halt passiert, das wird schon irgendwie gehen. Das sollte mit den heutigen Verhütungskenntnissen nicht passieren.
nanny72
Dabei seit: 21.05.2006
Beiträge: 1007
Egal wie alt man ist, bei eintreten der ss, egal wie die finanzielle situation, in dem moment aussieht, das sagt nichts darüber aus, wie gut jemand als eltern ist, oder ob die beziehung langfristig hält. Und auch nicht, ob jetzt das kind in dem moment geplant war oder nicht. Nur weils in dem moment (noch) nicht geplant war, bedeutet es noch nicht, das es ungewolt ist.

Und noch was, von wegen, frauen, die mäner reinlegen und ihnen Kinder unterjubeln. Sicher gibt es immer solche, die das machemn. Aber es gibt auch die, die wircklich verhütten, und die verhütung aber versagt. Und noch was, wenn Mann mit einer Frau ins bett steigt, mit der er aber keine beziehung hatt, dann dient das Kondom nicht nur dazu, eine ss zu verhindern, sonder auch dazu, das risiko, von ansteckenden krankheiten zu verhindern. Meiner ansicht nach, ist jeder Mann der einen ONS oder affähre hat und dabei kein Kondom benutzt, selber schuld, wenn er nachher für ein kind bezahlen muss. Und alk ist da auch keine aussrede, denn den hat er ja selber getrunken
Equus
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 29.06.2017
Beiträge: 14
Konkretes Beispiel: Mann und Frau sind zusammen und lieben sich, beide haben "Spass" und keine Partnerwechsel. Aus dieser Situation ist es üblich, dass Frau Pille nimmt. Mann sagt, ich will keine Zukunft mit dir, es ist ein Verhältnis und keine Beziehung und ich will keine Familie. Sie erwidert: ist in Ordnung, es kann nichts passieren, ich nehme die Pille. Wie beurteilt ihr so eine Situation. Darf man(n) wirklich keiner Frau vertrauen dürfen und jeder Frau misstrauen und in solcher Situation selbst für Verhütung sorgen, obwohl sie bestätigt, dass sie verhütet? Wäre es trotz Pille passiert, das ist eine andere Situation. Sie hat es bewusst und gezielt darauf angelegt, schwanger zu werden. Ich meine NUR diese Situation!
nanny72
Dabei seit: 21.05.2006
Beiträge: 1007
Noch was, zur künstlichen befruchtung, egal wieviel nachgeholfen werden muss. Grundsätzlich habe ich kein problem damit, auch nicht wenn frau schon über 40 ist. Wenn aber frau aus egoismus nicht früher kinder wollte, dann habe ich mühe damit
nanny72
Dabei seit: 21.05.2006
Beiträge: 1007
Equus
Wenn Mann mit einer Frau sex hat, mit ihr aber kein Kind will, dann soll er selber verhüten. Egal wie sicher die verhütung der frau angeblich ist
Equus
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Dabei seit: 29.06.2017
Beiträge: 14
Da stimme ich dir zu. Ich wollte mit 30 Kinder, war verheiratet und hatten ein Haus. Als es nicht klappte, sagte mir der Arzt, ich sei noch zu jung um etwas zu machen, wir sollen es erst 2 (!) Jahre so probieren.. gesagt getan. Dann haben wir ganz harmlos mit etwas Hormonen stimuliert. Jahre vergingen und nie ist der Arzt darauf eingegangen, dass mein Zyklus zw. 35 und 58 Tagen war?? Ich war noch jung und in Bezug auf die SS Geschichte gänzlich unerfahren. Nach 7 Jahren kam der Arzt auf die Idee mich mal genauer untersuchen zu lassen: 2 Endometriosen. Mein Mann wollte noch probieren, hat mich dann aber nach der Auslösespritze sitzen lassen und ist in dieser Nacht zur Freundin, da konnte sich mein Mann doch nicht entscheiden, was er nun wollte! Die Ehe war kaputt. Danach hatte ich zwar wieder einen Partner aber kein Geld um mir teure Behandlungen zu leisten. Also musste ich mir erst wieder welches verdienen. Somit bleibe ich in meiner Geschichte gänzlich unschuldig.
Equus
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Dabei seit: 29.06.2017
Beiträge: 14
@nanny72: die Frau war knapp über 40 und er auch. Wenn die gleiche Aussage von 20jähren kommt ist das wohl was anderes. Wer denkt auch, dass eine Frau für sich allein in dem Alter ein Kind haben will, das kommt noch dazu. Dann kann man ja die Pille ganz abschaffen und nur noch mit Kondomen GV haben, wenn man wirklich verhüten will.