Aufgetaute Backwaren verkaufen/verschenken

GabrielaA
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 18.10.2002
Beiträge: 5618
Besonders zu Weihnachten backe ich gerne und viel, meistens Zöpfe. Diese verschenke ich.

Das heisst, ich bin während mehreren Tagen dauernd am Backen.

Jetzt hat mir meine Kollegin erzählt, sie würde Backwaren, wie Guetzli, Kuchen oder Zöpfe Wochen vorher backen, einfrieren und sie am Markt verkaufen. Auf meine Frage, ob sie denn die Käufer informiere, dass es bereits aufgetaut sei, antwortete sie, nein. Bäckereien würden das auch so machen.

Ich war bisher der Meinung, dass aufgetaute Ware nicht wieder eingefroren werden darf. Kaufe oder er hält jemand etwas Aufgetautes und weiss nichts davon, friert er es möglicherweise wieder ein.

Es wäre natürlich schon vorteilhaft, wenn ich etwas im voraus backen und einfrieren könnte.

Deshalb frage ich euch: Spielt es tatsächlich eine Rolle, ob das schon mal tiefgekühlt war? Merkt man da nicht einen Unterschied?

Ich habe bestimmt schon mal in einer Bäckerei was gekauft, was aufgetaut war. Es krümmelt viel mehr. Aber Zöpfe weiss ich nicht.
nanny72
Dabei seit: 21.05.2006
Beiträge: 1011
Mann kann Lebensmittel, die schon einmal gefroren und aufgetaut wurden, schon nochmals Einfrieren. Aber die qualität kann leiden. Und meiner ansicht, sollte man es den leuten sagen.
Also in den Läden müssen sie es anschreiben, wenn zb Fleisch bereits gefrohren war
GabrielaA
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 18.10.2002
Beiträge: 5618
Ich finde eben auch, dass zum Verkauf angebotene Ware als aufgetaut deklariert werden sollte.

Fleisch ist natürlich wieder etwas anderes.
Universum
Dabei seit: 13.05.2013
Beiträge: 1515
Ein absolutes no go!
Ich backe in diesem Jahr auch Guetzli und brenne Mandeln für eine Ausstellung. Das heisst dann für mich am VORTAG eine heiden Büetz.
Falls die Bäckerei am Abend noch Brote auftaut, kommunizieren sie das und das Brot ist auch günstiger.

Versprich nichts, wenn Du glücklich bist.
Antworte nicht, wenn Du wütend bist
und triff keine Entscheidungen wenn Du traurig bist.

Autor unbekannt.
second2
Dabei seit: 01.06.2012
Beiträge: 815
Aufgetaute Ware wieder zu verkaufen, ohne anzugeben, dass de Ware aufgetaut ist, ist für mich ebenfalls ein No Go. Erst recht auf einem Markt, wo ich frische Ware erwarte.

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GabrielaA
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 18.10.2002
Beiträge: 5618
Danke euch vielmals für die Antworten. Ich fand es eben schon speziell, dass meine Kollegin ganz locker meinte, sie würde die Sachen im voraus backen und einfrieren, die Bäckereien machen das genau so.

Ich werde also die Zöpfe frisch backen.
thea
Dabei seit: 28.06.2013
Beiträge: 878
Bäckereien und Lebensmittelgeschäfte verwenden oft gefrorene Teiglinge oder halbfertig gebackene Backwaren, die dann bei Bedarf fertig gebacken werden...
"Meine" Bäckerei erwähnt auf jeden Fall, wenn sie gegen Ladenschluss Brote vom Vortag oder schon mal eingefrorene im Angebot hat, die sind dann auch günstiger. Die Bäckerei hier im Dorf hat nur samstags offen, sie friert die übrigen Backwaren ein und eine Woche später kann man sie zum halben Preis direkt aus dem Gefrierschrank im Ladenraum kaufen.
Altfrank
Dabei seit: 03.11.2007
Beiträge: 227
Es kann auch sein, dass sie die Zöpfe vorbackt, dann tiefkühlt und am gleichen Tag fertig backt? Ich mache das mit meinen Zöpfen oft so. Ob man sie dann so nochmals einfrieren kann - keine Ahnung. Aber wenn ich einen kaufe, dann essen wir ihn sowieso.
Würde ich einen geschenkt bekommen, dann wäre ich froh um einen Hinweis. Ich selber verschenke Zöpfe vorgebacken, sodass der "Endverbraucher" die Möglichkeit hat, den Zopf einzufrieren und nacher noch fertig zu backen.
Co-71
Dabei seit: 29.05.2012
Beiträge: 168
Das mit dem Vorbacken möchte ich auch einmal ausprobieren. Wie lange dauert das Vorbacken? Dann einfach rausnehmen, abkalten lassen und später fertigbacken? Gibts noch etwas zu beachten?
Altfrank
Dabei seit: 03.11.2007
Beiträge: 227
Zopf (aus 1 kg Mehl) 30 Minuten bei 200 Grad backen, auskühlen lassen. In Folie packen und tiefkühlen. Zopf aus dem Tiefkühler nehmen, unter dem Wasserhahn kurz mit etwas Wasser übergiessen. Auf dem Blech in den kalten Ofen schieben und 180 Grad einstellen. 35 - 40 Minuten ausbacken. Der Kern kann noch etwas gefroren sein, aber das taut beim Auskühlen auf.

Ohne Gefrieren: den Zopf am Tag danach in den kalten Ofen schieben und bei 200 Grad 15 - 20 Minuten fertig backen.