Versuch mit Dyslexie-Leselampe

Bastelpapa
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 19.09.2019
Beiträge: 2
Hallo zusammen

Ich bin vor ein paar Monaten auf einer Forschungsarbeit zum Thema Dyslexie gestossen - dort wird mit speziell gepulstem Licht offenbar eine signifikante Leseverbesserung bei Legasthenikern festgestellt.

Habe das Experiment dann nachgebaut und mit zwei 15-jährigen Dyslexie-Kandidaten ausprobiert - zu meinem Erstaunen scheint es bei den zweien wirklich einen positiven Effekt gehabt zu haben. Das war etwas ad-hoc damals, nun würde ich das gerne mit ein paar weiteren Kandidaten und standardisiertem Ablauf und Fragebogen nochmals durchführen.

Wer selber an Dyslexie leidet oder Kinder hat, welche eine "klassische" Dyslexie (Buchstaben werden teilw. unscharf, verdreht, versetzt gesehen) und mitmachen möchte -> bitte tragt euch hier ein: https://forms.gle/2JfXmjCaPFHrqXdbA

Fragen sonst auch gerne hier oder per PM.

PS: Wichig ist mir dabei aber, keine falsche/verfrühte Hoffnung zu verbreiten - wer mitmacht, sollte einfach davon ausgehen, dass die Leselampe "Marke Eigenbau" vielleicht das Lesen etwas vereinfachen kann.
Franz Josef Neffe
Dabei seit: 17.11.2006
Beiträge: 1040
Alles hat im Leben die Bedeutung, die wir ihm geben. Der Apotheker COUÉ sagte seinen Kunden zur gewählten Medizin, dass sie gut wirke. Er machte die AUTOSUGGESTION in wenigen Jahren zu einer weltberühmten Selbsthilfe-Methode.
In Volks- und Sonderschule und im Leben habe ich diese Möglichkeiten seit den 1970er Jahren erforscht. Dabei ist mir überdeutlich aufgefallen, wie massiv die wissenschaftliche Pädagogik immer nur die Probleme suggeriert und verstärkt und nie die Lösung.
IN der neuen Ich-kann-Schule habe ich das experimentell umgedreht und dabei jedesmal eine spontane Verbesserung der jeweils angeblich nicht vorhandenen Schreib- Rechen- oder sonstigen Talente nachgewiesen.
Die Mütter haben zu Hause noch ein besonders probates Mittel in der sog. Schlafsuggestion (siehe Coué Brief 9!). Nach meinen Erfahrungen können die sog. Legastheniker nicht schlechter sondern BESSER schreiben als die anderen. Sie sind FEINER begabt und ihre sensiblen Talente ziehen sich vor grober, plumper Pädagogik zurück. Das Problem liegt also mitnichten allein in den Kindern sondern vielmehr in den unsensiblen erwachsenen Profis.
Angewandte Hilfen wirken immer nur in dem Maße förderlich als sie als förderlich suggeriert und wahrgenommen werden.
Es ist immer erfreulich, wenn jemand mehr wissen will und experimentiert.
Franz Josef Neffe


"Wenn ich Sie in dem Irrtum lasse, dass ich es bin, der Sie gesund macht, dann mindere ich Ihre Persönlichkeit!" Émile Coué
Bastelpapa
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 19.09.2019
Beiträge: 2
Hallo Herr Neffe, das tönt ja gut. Dagegen steht die Aussage von bisher drei Probanden (einer davon Arzt), welche eine klare Verbesserung ihrer Lesefähigkeit mit dem spez. Leselicht bezeugt haben. Die haben ziemlich genau beschreiben können, wie die Buchstaben und Worte sonst für sie "tanzen" (unscharf, schwer einzufangen, hin- und herspringen beim Lesen, symmetrische Buchstaben verkehrt sehen etc), und wie das plötzlich anders wurde unter dem speziellen Licht.

Ich finde Ihre Philosophie zwar tröstlich, dort wo aber Personen selber klar ausformulieren können, wie es bei ihnen harzt und den Unterschied erkennen ohne und mit Hilfsmittel (innert ein paar Sekunden), da sind wir auf einer wesentlich konkreteren Ebene.

Drei von drei Kandidaten mit recht klarem Feedback, das sind noch viel zu wenige, das ruft nach weiteren Tests (nur meldet sich hier niemand, was etwas schade ist - man kann aber immer noch sich melden).

LG,
Martin