Geburtsgeschichten

Moderatorin Hanna
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 11.05.2015
Beiträge: 0
Gewalt unter der Geburt ist ein Tabu, betreffe aber fast die Hälfte aller Gebärenden, behauptet die Soziologin Christina Mundlos. Im Gespräch erklärt sie, wieso es überhaupt dazu kommt.

Lies das Interview mit Christina Mundlos hier: http://www.wireltern.ch/artikel/0416-abstimmung-geburtsgewalt


Wie hast du die Geburt erlebt?
Blue64
Dabei seit: 20.08.2003
Beiträge: 1456
Es würde mich interessieren, ob Frau Mundlos ihre "Gewalt" in der Klinik selbst thematisiert hat!!

Ich tat's ....

... und brauche jetzt Jahre danach keine Umfrage und kein Buch, das ich durch solch provokante Interviews zu vermarkten versuche!

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Ich denke, also bin ich hier falsch !
Spargel_2
Dabei seit: 26.10.2007
Beiträge: 1388
Ich wäre der Meinung, dass eine spontane Geburt Pauschal abgerechnet wird. (Bei mir war das bei allen drei Kindern der Fall)
Das 3. Kind habe ich ambulant geboren, die Rechnung für die Geburt war gleich hoch.

Aber vielleicht ist das ja jetzt wieder anders.

Übrigens hatte ich drei sehr schöne spontane Geburten. Ich fühlte mich wohl und die Hebammen haben super Arbeit geleistet und mich sehr gut unterstützt.

Nehme jeden Tag wie er kommt!
thea
Dabei seit: 28.06.2013
Beiträge: 878
Ich hatte recht unterschiedliche Geburten, fühlte mich aber bei allen gut aufgehoben und betreut, vor, während und nach Geburt!
GabrielaA
Dabei seit: 18.10.2002
Beiträge: 5446
Ich hatte ebenfalls zwei recht schöne Geburten. Bei beiden Geburten war mein Mann immer an meiner Seite und hat mich unterstützt. Die erste Geburt dauerte alleine in der Klinik 12 Stunden, wo es einen Wechsel bei der Hebamme gab. Die zweite, welche mich auch bis zur Geburt betreute, war mir sehr sympathisch.

Bei der zweiten Geburt war die Hebamme etwas weniger freundlich und einfühlsam. So wollte ich in die Wanne, was sie ablehnte, da sie selber schwanger sei und mich, falls nötig, nicht raus heben könnte. Trotz allem würde ich nie im Leben von Gewalt oder sonst was in der Art sprechen.

Ich fühlte mich in der Privat Klinik sehr gut betreut und aufgehoben. Hätte ich noch ein weiteres Kind gehabt, wäre ich def. wieder dort hin gegangen.
BA
Dabei seit: 28.04.2016
Beiträge: 1
Ich hatte eine spontane,komplikationslose Geburt ohne weitere Hilfsmittel, sieht man von der Badewanne einmal ab. Ich fühlte mich sehr gut betreut durch die Hebamme. Dennoch hatte ich einen Dammriss, der später genäht wurde, aber auch das stufe ich unter natürlicher Geburt ein.

Das Interview mit Frau Mundlos finde ich sehr polarisierend und aus diesem Grund kann ich es nicht ernst nehmen. Mir ist klar, dass es Fälle, wie von ihr beschrieben gibt, aber darauf mit einer Pauschalisierung zu reagieren finde ich unprofessionell. In meinen Augen wäre der Sache besser gedient indem man darauf aufmerksam macht ohne das Kratzen und Beissen sowie Polarisieren und Verallgemeinern wie es auch manch radikale Feministin an den Tag legt. Damit macht man/Frau icon_wink.gif alle anderen Frauen eher unglaubwürdig.
glitzerfee2
Dabei seit: 26.03.2004
Beiträge: 305
Geschätzte Redaktion, die Aussagen zu den Kosten und den unnötigen Eingriffen um den Ertrag zu steigern, treffen auf die Schweiz nicht zu! Wir haben ein System mit Fallpreispauschalen und so wird jede Geburt auch abgerechnet. Hier stechen Sie in ein Wespennest das gar keines ist.
Hilfreich wäre es ebenfalls, wenn Sie aufzeigen würden, wie eine Mutter mit einer schwierigen Geburt, es schafft diese zu verarbeiten.
Anita Zulauf Redaktion
Dabei seit: 28.04.2016
Beiträge: 5
Ich lag in den Presswehen. Die Hebamme war unsicher, weil ich bei der vorherigen Geburt einen Nabelschnurriss hatte. Sie wollte wohl kein Risiko eingehen und hat die zuständige Ärztin eher früh hinzu gezogen. Es war in den früher Morgenstunden, die Ärztin schien ziemlich genervt, weil sie warten musste. Sie sagte: "Nun stellen Sie sich nicht so an, Sie müssen schon mitmachen, das kann ja nicht so schwer sein." Dann langte sie mir mit ihren Fingern in den Scheidengang und wollte so den Muttermund öffnen helfen. Das hat enorm weh getan und war extrem unangenehm, und ich fragte, was genau sie da mache. Sie sagte: "Ich helfe Ihnen nur, sonst geht das ja noch ewig." Ich habe dann gesagt, dass ich das nicht möchte. Doch es vergingen noch ein paar Minuten, bis sie endlich aufhörte. Sie hat mir das Gefühl gegeben, ich sei so ne richtige Memme die sich so anstellt. Als das Baby dann zur Welt kam und sie sah, dass es 4,1 Kilo und sehr gross war sagte sie: Ach darum war das so ein Geknorze. Ich fühlte mich beleidigt, machtlos und missbraucht, und auch heute noch, sieben Jahre nach diesem Erlebnis, wünschte ich mir, ich hätte sie rausgejagt, gesagt, sie soll abhauen, ich wolle sie nicht dabei haben. Doch damals traute ich mich nicht. Und es macht mich heute noch wütend und traurig, dass ich das erleben musste. Wer nun denkt ach ja, nicht so schlimm: Doch, es war schlimm. Es war eindeutig ein Übergriff auf meinen Körper und meine Integrität.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 28.04.2016 um 10:23.]
goodie
Dabei seit: 12.11.2011
Beiträge: 3237
Ist ein Dammschnitt wirklich Gewaltanwendung? Ich habe schon gehört dass einige eine ziemlich schlimme Geburt hinter sich haben, aber ich denke man kann aktiv nach der Geburt daran arbeiten diese zu verkraften oder zu verarbeiten.
Ich selber kann mich nicht beklagen, ausser dass ich gekotzt habe während der Geburt, sind die Babys innert 2 bis 2.5 Std auf der Welt gewesen. Die erste Hebamme war nicht so freundlich wie ich mir das vorgestellt hatte, aber bei der 2. Geburt, hatte ich eine ganz tolle Hebamme.

„Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg."

Mahatma Gandhi
GabrielaA
Dabei seit: 18.10.2002
Beiträge: 5446
Wenn kein Dammschnitt vorgenommen wird, und es reisst, ist das denn besser? Ich hatte bei beiden einen Schnitt, aber es war medizinisch leider notwendig.