erfüllte Sexualität = gesunde Psyche?

Lust_am_Leben
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 08.05.2020
Beiträge: 13
Hallo zusammen

Ich möchte hier die Sexualität nicht werten, sondern die Wichtigkeit oder auch die Unwichtigkeit der Sexualität für euch anschauen. "Die Geschmäcker sind verschieden", deswegen was für ein Paar super ist, kann für die anderen Paare ein NO-Go sein. Das ist OK.

Ich denke, dass die erfüllte Sexualität für jeden von uns sehr wichtig ist. Wenn jemand KEINE Sexualität will, dafür die Gründe kennt und mit sich selbst im Reihnen ist, dann ist das auch OK (obwohl das auch in einer Beziehung zu Spannungen führen kann). Wenn jemand aber die Verantwortung für seine Sexualität auf den Partner auf den Partner überträgt, dann stimmt was mit der Person nicht und sehr wahrscheinlich verhält diese Person auch in anderen Lebensbereichen ähnlich. Wenn jemand die ganze Zeit versucht der gesellschaftlichen Normen gerecht zu werden, wird sehr wahrscheinlich gewisse Praktiken ablehnen bzw. nicht zulassen.

Ich habe sogar erlebt, dass meine Ex-Partnerin mit einem speziellen Wunsch kam, wie sie es sagte "für mich". Obwohl ich ihr mehrmals gesagt habe, dass das nicht zu meinen Top10-Vorlieben zählt. Im Alltag hat sie sich ähnlich verhalten. Beim Einkaufen wollte sie mal wissen, ob ich eine bestimmte Frucht will. Das war nicht der Fall. Sie wiederholte diese Frage bei den nächsten Einkäufen wieder. Erst später habe ich begriffen, dass sie selbst diese Frucht wollte (nein, finanziell war sie frei alles zu kaufen was sie will, vor allem was das Essen betrifft).

Findet ihr auch ähnliche Parallelen zwischen dem sexuellen Verhalten und dem Benehmen der Menschen im alltäglichen Leben? Oder findet ihr normal, dass die Menschen im normalen Leben selbstsicher und selbstbewusst sind und im Bett absolut unbeholfen und hilflos sind.

Bin auf euere Meinungen gespannt.
urlichfranz
Dabei seit: 17.10.2022
Beiträge: 21
Ich denke auch, dass ein gesundes Sexleben auch gleichbedeutend ist, dass man eine gesunde Psyche hat.
Man kann meiner Meinung nach kaum selbstbewusst sein, wenn das Liebesleben nicht auch gut funktioniert.
Titelsammlerin
Dabei seit: 05.05.2022
Beiträge: 3
Ich glaube auch, dass guter Sex eine gesunde Psyche vorraussetzt. Mit sich selbst im Reinen zu sein, zu wissen was einem gut tut, egal in welche Richtung oder Spielart das dann geht, lässt einen ja erst wirklich genießen.
Gestern erst habe ich einen Artikel gelesen wie man sein Sexleben verbessert (https://www.mylifestyle-mentor.de/11-tipps-besseres-liebesleben/). habe ihn nochmal vorgekramt und wenn man sich das durchliest, hat das viel mit Psyche zu tun. Zugegeben, war mir erst gar nicht so aufgefallen, aber durch deinen Thread habe ich darauf geachtet und siehe da...
Lust_am_Leben
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 08.05.2020
Beiträge: 13
"Titelsammlerin" schrieb:

Gestern erst habe ich einen Artikel gelesen wie man sein Sexleben verbessert (https://www.mylifestyle-mentor.de/11-tipps-besseres-liebesleben/)....


Danke dir, ich lese den Artikel mal durch.
Lust_am_Leben
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 08.05.2020
Beiträge: 13
In meiner Beziehung war es so, dass die Ex ihre Probleme mit der Sexualität sehr gut erklären konnte. Am Anfang war es die strenge Erziehung, später der schwierige Studiengang, danach die anstrengende Arbeit. Irgendwann mal sind die Kinder älter geworden, beruflich konnten wir beide unsere Arbeitszeiten reduzieren (Sie 60% und ich auf 80%) damit wir mehr Zeit für uns hätten (finanziell war das absolut kein Problem). Da fing sie recht komisch zu werden. Die Streitigkeiten nahmen extrem zu. Wir suchten einen Paartherapeuten auf.

Dort beschwerte meine Ex sich dass ich pervers und krank sei. Auf die Frage des Psychologen "Wie äussert sich das?" antwortetet sie, dass sie es krank findet, dass wenn im Hotel bei den Nachbarn Liebesgeräusche zu hören sind, dass ich auch scharf werde.

Als Psychologe sie fragte: "Was habe sie erwartet? Ihr man findet sie auch nach über 20 Jahren attraktiv und begeherenswert. Wünschen sie sich, dass bei ihrem Mann sich in so einer Situation nichts regt?" => Totenstille

Ergebnis - dreckige Scheidung, KESB, Beleidigungen, Beschuldigungen, volles Programm.

Es ist auch noch rausgekommen, dass der Psychologe ihr eine Persönlichkeitsentwicklungsstörung diagnostiziert hat, was sie mir nicht mitgeteilt hat (ihr wurden nach dem Wechsel der KK nachträglich die Zusatzleistungen gekündigt).

Ich habe nicht für möglich gehalten, dass jemand vor eigenen Problemen fliehen kann. Sie dachte, dass sie alle ihre Probleme (auch sexueller Art) mit der Scheidung gelöst werden. Nein, sie hat sie alle mitgenommen und ist mit diesen Problemen alleine geblieben. Den Kontakt zum Psychologen hat sie abgebrochen, weil "er inkompetent" sei.
Lust_am_Leben
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 08.05.2020
Beiträge: 13
"Titelsammlerin" schrieb:

Gestern erst habe ich einen Artikel gelesen wie man sein Sexleben verbessert (https://www.mylifestyle-mentor.de/11-tipps-besseres-liebesleben/)...


ich habe mir das jetzt durchgelesen. Für meine Ex war das alles ein NO-GO!!!!