Berufswahl

GabrielaA
Dabei seit: 18.10.2002
Beiträge: 5611
@Globi: genau das sind auch meine Gedanken. Bevor er dort untergebracht würde, würde ich ganz klar alle Karten offen auf den Tisch legen. Auch genau abklären, ob die Ausbildner dort auch wirklich gewillt und geeignet sind, unseren Sohn während der Ausbildung zu betreuen. Er hätte auf jeden Fall noch einen externen Coach, der ihn begleiten würde. Dann kommt es auch darauf an, ob mein Sohn sich diesen Beruf auch wirklich vorstellen könnte zu lernen.



[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 15.12.2016 um 13:21.]
GabrielaA
Dabei seit: 18.10.2002
Beiträge: 5611
Das Gespräch verlief recht gut. Sie würden ihm eine Ausbildungsplatz im geschützten Rahmen anbieten, als Gärtner, Fachrichtung Landschafts und Gartenbau. Er könnte EBA machen, einfach mit einem Jahr länger.
Unser Sohn sagt nun, er sei sich nicht sicher, ob das das richtige ist, der richtige Beruf. Lieber würde er die Lehre dort machen, wo er jetzt schon sein Praktikum mache. Das sei nicht möglich, erzählte uns seine Klassenlehrerin. Wir hatten leider noch nicht die Gelegenheit mit den Verantwortlichen dort zu reden.

Nun rief mich aber die Chefin vom Praktikum an. Zufälligerweise kamen wir aufs Thema Ausbildung zu sprechen. So erfuhr ich, dass sie gar nie gesagt hatte, dass er keine Ausbildung bei ihnen machen kann. Im Gegenteil, die LP hätte gesagt, es käme für unseren Sohn nicht in Frage.
Das alles, ohne unser Wissen!

Jetzt muss ich einiges koordinieren. Zum einen muss ich mit der IV schauen, welche Unterstützung sie ihm anbieten könnten, falls er die Lehre doch in diesem Betrieb machen würde, und anderseits die Frist für die Zu- oder Absage verlängern.

goodie
Dabei seit: 12.11.2011
Beiträge: 3379
Das ist ja der Oberhammer, die Lehrerin bestimmt einfach dass er dort keine Ausbildung machen könne? Das würde ich mal abklären!!

Dann hoffe ich, dass dein Sohn dort eine Lehrstelle antreten darf wo es ihm gefällt.

„Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg."

Mahatma Gandhi
GabrielaA
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Wir haben es schwarz auf weiss, die Aussage der LP, dass der Praktikums Betrieb ihn nicht als Lehrling will.
Shajta
Dabei seit: 29.09.2016
Beiträge: 46
Das ist ja ein starkes Stück!!!

Zum Glück konntest du mit der Chefin vom Praktikum reden und das herausfinden. Mit der Lehrerin würde ich aber auch noch ein Gespräch führen. Normal sollte jede Lehrperson doch froh über jeden Schüler sein, der eine Lehrstelle in Aussicht hat. Und nicht das auch noch gezielt kaputt machen!

Zumal der Wille eines Schülers viel mehr wert ist als die Meinung der Lehrperson... manche Lehrpersonen schreiben Schüler viel zu schnell ab, nur weil sie selbst nicht mit ihm klar kommen... Sehr schade!

Ich drücke auch die Daumen für diese Lehrstelle und dass ihr sie auch wirklich bekommt!!
goodie
Dabei seit: 12.11.2011
Beiträge: 3379
Ja ich drücke weiterhin die Daumen für deinen Sohn, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

„Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg."

Mahatma Gandhi
GabrielaA
Dabei seit: 18.10.2002
Beiträge: 5611
Die Frist bei der IV habe ich jetzt erstmals verschoben. Sie war nicht gerade begeistert, dass wir eine Ausbildung imachen Ersten Arbeitsmarkt in Erwägung ziehen. Unser Sohn wisse quasi nicht genau, was er wolle. Beim Vorschlag von letzter Woche hätte er eine gute Lösung. Falls der Praktikums Betrieb tatsächlich einen Ausbildungs Platz anbieten könnte, müsste er erstmals 2 bis 3 Wochen am Stück dort schnuppern. Der Coach würde nur für Fragen dastehen, von daher hätte er nicht gross Unterstützung.

Sie meinten noch, dass unser Sohn sich zu Fest auf das Team, als auf die Ausbildung stütze. Aber das Team ist natürlich auch sehr wichtig.

Wir warten mal das Gespräch ab und sehen weiter.
goodie
Dabei seit: 12.11.2011
Beiträge: 3379
Oh mann die machen ja echt eine Riesen Sache da draus. Viel zu viele die da rein reden.
Ich finde nur der Betrieb und dein Sohn sollten da was zu melden haben und die anderen sind Beilage....

„Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg."

Mahatma Gandhi
Viola
Dabei seit: 28.10.2007
Beiträge: 205
1. Arbeitsmarkt: mit dem richtigen Umfeld ein Versuch wert! Wir werden von supported education profitieren dürfen und haben ein kleines, tolles Unternehmen gefunden. Das Ziel wäre, nach EBA EFZ anzuhängen, sprich KV.

Ich hatte auch das Gefühl, dass die IV unsere Tochter lieber in einer Institution gesehen hätte. Für sie war das keine Option und auch wir Eltern konnten uns mit den vorgeschlagenen Betrieben nicht anfreunden. Hintergrund: Tochter hat nichtsprachliche Lernstörung, Sek. an der Regelschule abgeschlossen.
GabrielaA
Dabei seit: 18.10.2002
Beiträge: 5611
@Viola: Ist noch interessant! Was heisst supported education? Uns wurde gesagt, falls er die Lehre im Ersten Arbeitsmarkt antritt, wäre der Coach ausschliesslich für Fragen da. Finde das etwas merkwürdig. Da könnte gerade so gut auch die IV für Fragen zur Verfügung stehen. Ok. Coach ist ja wohl auch von der IV aus....
Wünsche Deiner Tochter ganz viel Glück und Erfolg. Unser Ziel ist es auch mal, viel später, eine EFZ Ausbildung. Aber erst steht die EBA Ausbildung als oberstes Ziel.

Die IV versichert immer wieder, ihr Ziel sei, möglichst weitgehend zu integrieren. Wir Eltern und auch der Sohn sind der Meinung, lieber die Hürde etwas höher zu stellen, dafür allenfalls ein eher schwieriges Ziel zu erreichen, als von Beginn an, den bequemen, einfachen Weg zu wählen...
Gegenargument: Druck führe eher zu Überforderung. Lieber klein einsteigen und später aufsteigen, als eine Niederlage hinnehmen.

Mein Gegenargument ist das, dass unser Sohn vor 10 Jahren in diese Sonderschule kam, mit dem Ziel, möglichst bald wieder in die Regelklasse zu wechseln, mit HP-Unterstützung. Doch das war nicht möglich. Später, in der Oberstufe fand ich, dass es nun auch nichts mehr bringt, ihn zu integrieren. Möglich wäre auch die IV nicht mehr zum Tragen kommen, da er ja kein Sonderschüler mehr war.

Ich warte jetzt einfach das Gespräch in einem knappen Monat ab und schaue weiter. Muss mich mal erkundigen, welche Unterstützung seitens Kanton Jugendliche mit Lernbehinderungen oder sonstigen Handycaps erhalten.

Leider können wir nicht wählen, wer sich alles einmischt. Ich finde es z.B. total überflüssig, dass die LP immer informiert wird. Sie hat kürzlich zu unserem Sohn gesagt, er könne es gleich vergessen, eine Lehre im Ersten Arbeitsmarkt zu machen, das schaffe er nie banghead.gif! Ist schon traurig, dass ihn so viele Leute eher hindern, als fördern.

Seit zig Jahren kämpfe ich darum, dass er schulisch gefördert wird. In den 9 Jahren, wo er dort ist, habe ich vielleicht 10 Prüfungen gesehen!