Berufswahl

yucca
Dabei seit: 08.02.2007
Beiträge: 3069
Danke für eure tollen Ratschläge, wir werden über die Bücher gehen und handeln. Hatte heute mit meinem Mann eine längere Diskussion. Er ist eben auch kein Zugpferd in dieser Hinsicht, vieles bleibt an mir hängen...

Ich sehe ein, dass wir das ganze wohl zu positiv sahen. Es ist nicht so dass ich unangenehmen ausweiche, wir haben dem ganze einfach zu wenig Aufmerksamkeit gegeben. Bei meiner Tochter lief das ganze viel besser ab. Sie erzählte, fragte nach unserem Rat und lies sich helfen. Vielleicht ist es auch dass was mein Sohn nicht möchte?

@KlaraM
Ja Niveau E ist höher als Niveau A.
Er ist jetzt in der 2 Klasse des Brückenangebotes. Die Schule welche er besucht heisst BVS 2/ Berufsvorbereitungsschule.
Wir sind heute von den Ferien zurück gekehrt und haben mit ihm für morgen ein Gespräch vereinbart.

Was für uns auch mühsam ist ist seine mangelnde Kommunikation. Er erzählt nichts von der Schule, alles müssen wir nachfragen, selbst da gibt er nur spährlich Auskunft. Beim Elterngespräch hatte die Lehrperson nur lobende Worte. Er sei ein guter Schüler, habe Anstand und mache gut mit. Sein Zeugnis bestätigt das auch. Das er noch nie viel Kommuniziert hat, wissen wir, er war immer sehr ruhig und zurückhaltend.
Möchte hier nichts schön reden, den es ist für uns auch mühsam so.

Wir werden nach der Schnupperlehre, nächste Woche, erneut das Gespräch mit ihm suchen.
Noch etwas zu den Lehrstellen, bei uns werden die Lehrstellen für 2018 erst ab September 2017 publiziert. Meine Tochter hat im Februar 2014 eine Schnupperlehre gemacht und im August in diesem Betrieb mit der Lehre angefangen.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 07.10.2017 um 18:38.]

Auch aus Steinen, die in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.
GabrielaA
Dabei seit: 18.10.2002
Beiträge: 5503
In unserer Gegend gibt es alles. Jugendliche, die fast 1.5 Jahre vor Lehrbeginn die Zusage für die Lehrstelle erhalten und solche, die sich fürs 10. SJ anmelden und wenige Wochen vor Schulende eine Lehrstelle erhalten.

Ich finde es gut, dass du erkannt hast, dass es beim Sohn halt nicht automatisch läuft. Aber ich würde jetzt von den LP in diesem Brückenangebot erwarten, dass die Jugendlichen auch viel mehr unterstützt werden und obligatorische Schnupperlehren gibt. Hinterher wird reflektiert, wie es war und wie weiter.

Sicher sollen Eltern da auch mithelfen. Aber eben, Brückenangebot ist ja dazu da, die Lücke zwischen Schule und Lehre zu überbrücken....
kaye
Dabei seit: 25.11.2009
Beiträge: 975
Yucca, mir scheint Du sendest ihm widersprüchliche Signale. Du machst Dir ja innerlich sehr viele Gedanken und Sorgen wegen dieser Berufswahl. Mir scheint, Du traust ihm nicht ganz zu, "das richtige" zu finden. Das merkt er sicher, und blockt darum. Wie wäre es, wenn Du Deine innere Haltung überdenkst, statt noch mehr Druck auszuüben und Kommunikation zu fordern? Ich habe auch eine introvertierte Tochter, die nicht alles besprechen will. Jede Schnupperlehre und jedes Telefon ist da eine sehr grosse Leistung.
Wichtig ist da, dass man ganz behutsam die Entwicklung des Kindes begleitet, er ist ja sehr sensibel.
Dass er es in der Schule gut macht, ist ja super, so findet er bestimmt eine gute Lehrstelle. Jetzt musst Du ganz fest darauf vertrauen, dass er selber die richtige Gelegenheit wahrnimmt, ob das nun nach 4 Std. oder ganz ohne Schnuppern ist. Er kann das! Aber nur, wenn Du ihn bestärkst und ihm zu verstehen gibst, dass er das sicher gut macht. Heutzutage gibt es ja so viele Möglichkeiten in jedem Beruf. Blockiere ihn nicht durch Deine Angst, er könne sich nicht optimal entscheiden, oder gar nicht entscheiden. Man kann auch einfach etwas ausprobieren... vielleicht ist man von keinem Beruf ganz und gar überzeugt. Ich wars auch nicht von meinem Studienfach, und dennoch bereue ich es heute nicht, habe dann gerade damit meinen Weg (woanders hin) gefunden.
Helfen würde ich bei allen Dingen, wenn er Hilfe möchte. Aber lustigerweise ist es oft dann gerade die schliesslich gewählte Lehrstelle, bei der der Jugendliche sich jede Einmischung verbittet. Dann weisst Du, dass es die richtige ist!


yucca
Dabei seit: 08.02.2007
Beiträge: 3069
kaye, das muss ein Missverständnis sein, ich/wir traue ihm viel zu, weil ich weiss dass er zuverlässig ist. Wir haben immer kommuniziert, dass er lernen soll, was ihm Freude macht und interessiert.

Wir hatten gestern ein gutes Gespräch mit ihm, dass er eine Lehre machen will, ist klar, nur was, noch nicht.
Wie gesagt schnuppert er ab morgen als Zahntechniker.
Ich habe manchmal den Eindruck dass er etwas unter seiner Schüchternheit leidet. Mit „neuem“ hat er immer mühe bis er sich eingelebt hat.

Auch aus Steinen, die in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.
RenaW
Dabei seit: 06.10.2005
Beiträge: 1792
yucca, mach Dir nicht zu viele Gedanken darum, dass Dein Sohn so ruhig ist.
Meine ältere Tochter ist/war auch so. Ihr muss(te) man auch immer alles aus der Nase ziehen. Beim Schnuppern war es wiedersprüchlich. Die einen mögen ruhige Schnuppernde, den anderen sind sie eben zu ruhig.
Ich denke, falls ihm Zahntechniker gefällt, ist seine ruhige Art sicher ein Vorteil.
Meine ältere Tochter ist übrigens jetzt im dritten Lehrjahr. Wir haben von den Vorgesetzten nie gross was darüber gehört, sie sei zu ruhig.
GabrielaA
Dabei seit: 18.10.2002
Beiträge: 5503
Ja genau. Sind die Jugendlichen ruhig, heisst es, sie zeigten zu wenig Interesse, etc. Ist jemand das Gegenteil, wird das auch negativ ausgelegt.

yucca
Dabei seit: 08.02.2007
Beiträge: 3069
Mir geht es nicht um seine ruhige Art, sondern um die mangelnde Kommunikation.

Auch aus Steinen, die in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.
RenaW
Dabei seit: 06.10.2005
Beiträge: 1792
Die ruhige Art und nicht viel erzählen, gehören ja irgendwo zusammen. Lass Dich nicht stressen, das wird schon. Ihr unterstützt ihn, er geht schnuppern.
Es ist auch schwierig sich zu entscheiden und zu äussern, welcher Beruf denn gefallen könnte. Die Teenies müssen sich ja sozusagen ohne Vorkenntnisse für einen Lehrberuf entscheiden. Ob der gewählte Beruf dann auch der richtige ist, stellt sich erst nach einer gewissen Zeit raus. Oder ob s der richtige Betrieb ist ebenfalls.
kaye
Dabei seit: 25.11.2009
Beiträge: 975
sorry yucca, wenn ich es falsch verstanden habe. Ich dachte nur, wenn ein Jugendlicher sich so sträubt, nicht reden oder sich engagieren will, ist es oft nicht, weil er den Ernst der Lage nicht verstanden hat. Sondern eben gerade darum, weil der Druck bereits von allen Seiten gross ist (ohne dass man was sagt...).
Con71
Dabei seit: 08.01.2016
Beiträge: 60
So, wir stehen kurz vor der Unterzeichnung des Lehrvertrages. Wir haben einen Entwurf bekommen und mit diesem werden wir nun zum Gespräch in den Lehrbetrieb eingeladen, alles i.o.

Nur eine Frage: Wie wird das bei Euch so geregelt, wer übernimmt die Reisespesen und Schulmaterial bei Schule und Ük? Ük kann ja schon mal weiter weg sein...

Und erhalten Eure Lernenden eine 13. Monatslohn ?

Danke Euch