Berufswahl

GabrielaA
Dabei seit: 18.10.2002
Beiträge: 5635
https://www.20min.ch/schweiz/news/story/-Es-fehlt-an-Disziplin-und-Durchhaltewillen--27239229

Bin im Netz auf diesen Artikel gestossen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es leider sehr viele Eltern gibt, die ihren Kindern alles aus dem Weg räumen.

Als unser Ältester die Lehre begann, hatte er einen Nebenstift. Dieser brach von heute auf morgen die Lehre ab und hat niemandem etwas davon gesagt, erst als er sich schon dazu entschlossen hatte.

Er machte dann ein Zwischenjahr und begann ein Jahr später nochmals eine Ausbildung. Nehme an, er hat diese abgeschlossen. Ihm wurde schon sehr bald klar, dass es nicht SEIN Beruf war. Möglicherweise hat er auch zugesagt, weil er schon 10 SJ hatte, noch keine Lehrstelle, und die Eltern und Ausbildner kannten sich. Er machte sich diesen Entscheid überhaupt nicht einfach, und ich behaupte, dass es hier niemandems Schuld war.

Weiss gleich von 2 Lehrlingen, die beide sich immer krank meldeten, am Arbeitsplatz, jedoch nicht (ohne Zeugnis) arbeiten gingen. Beide hatten einfach keinen Bock auf arbeiten und lungerten lieber mit anderen Jugendlichen rum. Beide verloren ihre Lehrstelle. Was danach geschah, entzieht sich meinen Kenntnissen.

Was meint ihr dazu?
goodie
Dabei seit: 12.11.2011
Beiträge: 3385
Heute kommen viele ja schon mit 15 aus der Schule, ich finde das viel zu früh. Ich wäre dafür dass man erst mit 16 oder 17 mit einer Berufslehre anfängt. In den 2 Jahren verändert sich so viel.

Meine Tochter hat ja auch die Lehre gewechselt, sie hat alles selber gemacht und ich hoffe sehr, dass sie jetzt durchhält.

Ich denke das kann es schon geben dass man merkt dass es nicht SEIN Beruf ist, dann sollte man aber ziemlich schnell reagieren.



„Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg."

Mahatma Gandhi
GabrielaA
Dabei seit: 18.10.2002
Beiträge: 5635
@goodie: ja, das ist echt ein Problem. Mit 12, 13 müssen sie sich schon Gedanken machen, welchen Weg sie später einschlagen möchten.

Meine Söhne waren beide 16, als sie die Lehre begannen. Der Jüngere machte erst noch ein Praktikum und 10. SJ in einem anderen Beruf. Da dieser jedoch erst ganz neu die 2 jährige Ausbildung anbot und der Beruf (Fachmann Betriebsunterhalt) recht anspruchsvoll ist, entschied er sich für Landschaftsgärtner. Der Beruf gefällt ihm sehr gut. Seit er den Lehrbetrieb gewechselt hat, blüht er richtig auf.

Er war ja erst in einer geschützten Institution von der IV aus, da es hieß, er könne nicht im 1. Arbeitsmarkt Fuss fassen.

Nun hat er einen ganz tollen Lehrbetrieb. Sein Ausbildner ist auch Prüfungsexperte. Vorher hat jeder was anderes erzählt und oft wurde er gebremst. Es hiesse, er dürfe nicht alle Arbeiten verrichten. Andere müssten auch die Chance erhalten, diese zu tun.