Berufswunsch im Künstlerischen bereich

KlaraM
Dabei seit: 01.03.2013
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"goodie" schrieb:

Da kommt zum Schulgeld von 13'000 Fr. nochmals 3'500 Fr. Schulmaterial dazu. Da müsste man dann wirklich abklären ob sie wirklich gewillt ist so eine intensive Schule zu machen.


Das ist eine Einstellung, die mich so richtig auf die Palme bringt. Sobald es ans eigene Portemonnaie geht, muss man plötzlich abklären, ob die Tochter auch gewillt ist, entsprechend Nutzen aus der Schule zu ziehen und sich anzustrengen. Wenn aber die gleiche Schule vom Staat (AKA Steuerzahler) bezahlt wird, dann ist das ja egal, ob sie viel oder wenig Motivation mitbringt. Kostet ja nichts oder nicht viel. Ist ja nur das Geld der andern, das hier verpulvert wird.
goodie
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 12.11.2011
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Es ist aber ganz natürlich dass man sich über die Finanzen Gedanken macht. Wir gehören schweizerisch gesehen nicht mal zu den Durchschnitsverdiener. Schulden machen liegt uns nicht. Allerdings ist es ja noch nicht wirklich spruchreif. Wir warten jetzt erst mal den Termin bei der Berufsberaterin ab. Der ist ja nächste Woche und ja wenn es für Ihr Berufswunsch unbedingt nötig ist, wären wir die letzten die ihr das nicht ermöglichen würden. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Du brauchst nicht auf die Palme zu gehn. icon_redface.gif es wird sich schon in die richtige Richtung entwickeln.

„Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg."

Mahatma Gandhi
kaye
Dabei seit: 25.11.2009
Beiträge: 963
Meine Tochter hatte sich auch dafür interessiert, da sie sehr gerne und gut zeichnet. Darum hatten wir alle Infoabende besucht, auch in Rapperswil gibt es diesen Vorkurs. Wir fanden es recht toll. Allerdings hatte ich auch gegoogelt und dort gab es recht deutliche Stimmen von Jugendlichen, die fanden, es sei sehr locker und zum Rumhängen gewesen. Also dass es viel kostet heisst noch nicht, dass es intensiv ist... Zudem muss man sich ja gleich zu Beginn des Vorkursjahres schon wieder auf Lehrstellen bewerben, und diese gibt es ganz selten. Im Endeffekt bleibt einem wohl nichts anderes übrig, als die Grafiker-Klasse an derselben Schule, die eben wieder viel kostet.
Und dann trotzdem noch die happige Aufnahmeprüfung in den Vorkurs! Der einzige, der relativ wenig kostet, ist der der ZHdK in Zürich, dort ist es aber sehr schwer, aufgenommen zu werden (weil sich eben viele anmelden).
Meine Tochter war dann mal in einer Schnupperwoche an der GPK. Die Aufnahmeprüfungen sind ja erst gegen Ende Jahr. Schlussendlich hat sie sich schon im September für Lehrstellen in einem anderen Bereich beworben und auch eine tolle gefunden. Sie ist nun sehr glücklich.
Beim Bereich Kunst muss man sehr von sich überzeugt sein und sich gut verkaufen können. Dafür wäre sie noch zu jung. Das kann sie später noch verfolgen, wenn sie möchte.
anna_stesia
Dabei seit: 25.10.2007
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wow da staune ich gerade nicht schlecht wie sich das verändert hat! ich bin grafikerin. habe damals zuerst den vorkurs an der schule für gestaltung bern gemacht. das hat aber damals nicht so viel gekostet ... da staune ich wirklich. schade eigentlich.

aber: mir wurde damals auch von verschiedenen seiten gesagt dass es doch quasi sinnlos ist weil sie von 500 angemeldeten prüflingen anhand der vorprüfung nur 100 zur effektiven prüfung zugelassen haben. davon habens dann noch 50 an den vorkurs geschafft. ich bin aber so froh (!!!) dass meine eltern mich immer in meinem vorhaben unterstützt haben! ich bin überzeugt, ohne deren zuspruch, ohne an mich zu glauben und mich zu lehren an mich zu glauben, hätte ich es nicht geschafft.

und da finde ich sollte man ansetzen. das kind soll doch einen beruf wählen können in dem es glücklich wird und mit freude dabei ist. es gibt immer einen weg ... auch finanziell.

es gibt so viele gestalterische berufe .... da kann eine berufsberatung sicher helfen!

doof bleibt doof, da helfen keine pillen.
kate71
Dabei seit: 07.08.2012
Beiträge: 231
so spontan durch den Kopf geflogen... eine Bekannte, welche eine Malerlehre macht, weil ihr Traumberuf Restauratorin nur so erreichbar ist....

goodie
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 12.11.2011
Beiträge: 3198
So der Termin bei der Berufsberatung haben wir geschafft. Es ist bei diesem Bereich Fotografie, Grafikerin geblieben, obwohl sie sich auch noch im bereich Polydesignerin 3D sieht oder Confiseur oder Köchin.... sie hat meiner Tochter empfohlen so Kuse zu an der Kunstschule Chur zu besuchen, denn wenn man den Propäedeutikum oder Vorkurs für Gestaltung und Kunst macht erhöht man seine Chancen enorm. icon_redface.gif

Plan B war auch noch dabei aber das waren eher Berufe in der ich sie aber nicht wirklich sehe. Goldschmiedin, Möbelschreinerin, Floristin, Bekleidungsgestalterin usw....

Der nächste Schritt ist jetzt noch eine weitere Runde schnuppern in der Sportwoche und dann gehts anfangs Sommerferien so richtig los. Ich bekomme jetzt schon Herzflattern wenn ich an meine ältere Tochter denke, das war eine ganz schwierige Zeit.

„Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg."

Mahatma Gandhi
Lauuura
Dabei seit: 08.12.2017
Beiträge: 6
Ich selber mache gerade eine Künstlerische Ausbildung und kann aus Erfahrung nur dazu raten, dass man vorweg unbedingt ein Praktikum im gewünschten Bereich machen sollte. So kann man den besten Einblick in die Tätigkeit bekommen.
Zudem achten die Universitäten/ Hochschulen auch sehr auf bisherige Lebenserfahrungen. Was nicht ungewöhnlich ist es, dass viele schon eine Fertige Berufsausbildung haben wenn sie zu studieren beginnen.
thea
Dabei seit: 28.06.2013
Beiträge: 878
@ kaye
Für welche Lehre hat sich Deine Tochter dann entschieden?

Die Tochter einer befreundeten Familie interessierte sich für den Beruf als Kleinkindererzieherin, damals gab es aber nur wenig Lehrstellen. Da sie sehr kreativ war, lernte sie Malerin. Nach ein paar Jahren im Beruf machte sie doch noch die Lehre als FABE in einer Kindertagssstätte, danach hat sie eine Weiterbildung als Maltherapeutein für Kinder angehängt, weil sie beide Berufe liebt und sie diese damit gleichzeitig ausüben kann.

kaye
Dabei seit: 25.11.2009
Beiträge: 963
@thea: Tiermedizinische Praxisassistentin.
Wie Lauuura sagt, gerade im künstlerischen Bereich sind viele Ausbildungen an einer Fachhochschule möglich, wenn man mal eine Lehre/Berufsmatura/Matura hat. Direkt ab Sek gibt es eben nur den Vorkurs und dann Grafiker- oder Polydesigner-Klassen, also nicht so viele Möglichkeiten.
goodie
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Dabei seit: 12.11.2011
Beiträge: 3198
Bei all den speziellen Berufen die es jetzt gibt als EFZ Lehren, würde mir Veranstaltungstechniker EFZ am allermeisten interessieren. Müsst euch mal so ein Aufbau im Zeitraffer anschauen wie die so eine Eishalle in eine Konzertbühne umgestalten. Das ist so faszinierend. icon_redface.gif Nur mal so Off Topic....

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