Besuchsrecht — Wie lange.

nanny72
Dabei seit: 21.05.2006
Beiträge: 1019
@Harlekin
Deiner Ex muss es nicht gefallen, das deine neue Partnerin an deinen Wochenenden mit den Kindern dabei ist. Wichtig ist, das du dir dann trotzdem Zeit für Kinder nimmst und du dich nicht in erster Linie um deine Partnerin kümerst
Harlekin
ThemenerstellerIn
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Beiträge: 23
@Nanny72

Da haben wir wohl ein kleines Missverständniss: Nicht meiner Exfrau gefällt es nicht, meine neue Partnerin möchte es nicht. Sie mag Kinder, aber Sie fühlt sich wie ein Eindringling, da es meine Familienwohnung ist. Aber ich arbeite daran, und sie hat mir auch schon Bereitschaft signalisiert, dass Sie es zumindest mal versuchen möchte. Ich will das nicht erzwingen, das kommt schon..

Sic vis pacem parabellum
Harlekin
ThemenerstellerIn
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Beiträge: 23
@fraulein
"fraulein" schrieb:

@Harlekin
Ich verstehe die Haltung deiner Exfrau auf ein freies Wochenende, da ständig Teenager um sich rum haben, wahnsinnig an den Nerven zehrt icon_smile.gif Bei "nur" einem ist es allerdings nicht so schlimm, finde ich.. g


Klar verstehe ich den Wunsch nach einem freien Wochenende. Ich habe zweiKinder, aber eines lebt nicht immer bei uns, wegen gewisser Probleme, aber das ist eine andere Geschichte

"fraulein" schrieb:

Umgekehrt bin ich aber auch der Meinung, dass dein Sohn damit klar kommen muss, dass du ne Partnerin hast und das Leben mit ihr teilst. Was für ihn auch heisst, dass er dann eben an seinen Zeiten bei dir auch MIT ihr leben (können) muss. Diese Verweigerung würde ich mir verbitten, zumal dein Sohn vermutlich auch keine Rücksicht auf dich nehmen wird, wenn er dann mal verbandelt ist .


Oh, hab ich das nicht erwähnt? Mein Sohn hat Sie schon kennengelernt, und sie haben sich schon verstanden. Es ist halt einfach so, das beide unabhängig voneinander sagen, das Sie nicht wüssten, wie sie sich mit dem/der anderen unterhalten sollen. Ich denke, die Situation ist für beide nicht einfach. Es ist natürlich einfacher, den Status Quo zu belassen.

"fraulein" schrieb:

Je länger je mehr ist für mich klar, dass hier ein direktes Gespräch aller Beteiligten (ok, mehr Eltern und Sohn) nötig ist, wie ich bereits angeregt habe. Es wird sich nicht einfach finden, sondern man muss einfach den Mut haben und das mal direkt angehen. icon_smile.gif


Ich habe einen Anlauf für ein Gespräch genommen, meine Exfrau ist jedoch der Meinung, dass das in ca. 5 Monaten noch früh genug ist. Ich habe mittlerweile begonnen, die Betreuungstage mit meinem Sohn festzulegen, ihm ein Mitspracherecht eingeräumt. Mal sehen, wie das bei meiner Exfrau ankommt... icon_wink.gif

Sic vis pacem parabellum
Yvonne
Dabei seit: 31.12.2001
Beiträge: 711
Ich bin auch klar der Meinung, dass das Argument "ich will meine kinderfreien Wochenenden" nicht zieht. Es ist das Recht des Kindes, Kontakt mit beiden Elternteilen zu haben, das Argument kinderfreies Wochenende ist egoistisch vom Elternteil, welches das einfordern möchte und hat nicht viel mit dem Wohl des Kindes zu tun.
Gemeinsam erziehende Eltern und Witwen haben das ja auch nicht icon_smile.gif

Und das mit der neuen Partnerin: gemeinsames Herantasten funktioniert zB. recht gut mit Erlebnissen, Ausflügen, Hobbys etc. Immer schön im Tempo dass es beiden wohl ist.
Grüsse Yvonne
Harlekin
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 15.10.2002
Beiträge: 23
"Yvonne" schrieb:

Ich bin auch klar der Meinung, dass das Argument "ich will meine kinderfreien Wochenenden" nicht zieht. Es ist das Recht des Kindes, Kontakt mit beiden Elternteilen zu haben, das Argument kinderfreies Wochenende ist egoistisch vom Elternteil, welches das einfordern möchte und hat nicht viel mit dem Wohl des Kindes zu tun.
Gemeinsam erziehende Eltern und Witwen haben das ja auch nicht icon_smile.gif


Tja, ich musste meiner Ex-frau auch schon erklären,dass das Scheidungsurteil eben nicht explizit festhält,dass es an Wochenenden ist. Zumal ich Schicht arbeite und in der Regel nur 2 freie Wochenenden habe. Bei mir steht "Unter Berücksichtigung des Arbeitsplans" drinn...das ich Ihr Wochenenden zubillige, ist reiner Goodwill. (klingt das jetzt ein wenig arrogant?)


"Yvonne" schrieb:
Und das mit der neuen Partnerin: gemeinsames Herantasten funktioniert zB. recht gut mit Erlebnissen, Ausflügen, Hobbys etc. Immer schön im Tempo dass es beiden wohl ist.
Grüsse Yvonne


Danke,das mache ich. Wenn beide mal Zeit finden...

Sic vis pacem parabellum
nanny72
Dabei seit: 21.05.2006
Beiträge: 1019
Das sie zwischen durch mal ein Kinderfreies Wochenende möchte, ist ja nicht grundsätzlich falsch
Aber
Dein Sohn ist ja anscheinend ein ganz "normaler" Teenager, der durchaus in der Lage ist, auch Mal alleine Zuhause zu bleiben. Auch abends oder auch mal die ganze Nacht, so dass sie auch Mal in den Ausgang kann, auch wenn er Zuhause ist. Nehme an, das Er, wie auch du und deine Ex ein Handy haben, daß er sich melden könnten, wenn was ist. Und meistens hat's auch in der Nachbarschaft jemanden, der ein Auge drauf haben kann. Oder er macht Mal was mit Kollegen
Ich denke, er ist in einem Alter, wo ihr euch untereinander absprechen könnt und die Mutter sich etwas zurück ziehen sollte, aus der Angelegenheit
fraulein
Dabei seit: 26.10.2003
Beiträge: 1625
Also wenn sich Sohn sowie Freundin nicht besser kennenlernen wollen, dann müssen beide die Klappe halten, so ganz direkt gesagt. Dann darf weder Freundin noch Sohn Forderungen stellen. Und wer sagt denn, dass, wenn beide gleichzeitig bei dir sind, sie dann in eine Diskussion über die Entstehung der Welt verfallen müssen? Oder sich grundsätzlich intensiv unterhalten müssen? Reicht doch, wenn es im Rahmen der alltäglichen Erzählungen zur ein paar Worten kommt. Meine Teenager sind oft bei mir gesessen und haben keinen Ton gesagt sondern in ihr Handy geguckt icon_smile.gif)

Aber Yvonne sagt es ja: durch gemeinsame Aktivitäten lernt man sich näher kennen, wobei das im Teenager-Alter ungleich schwieriger ist als bei kleineren Kindern.

Und ja, nichts tun ist natürlich bequem. Die Aussage "wenn beide mal Zeit finden" ist aber wieder typisch für "verschieben wir das, weil es für mich eben auch unbequem ist".... icon_smile.gif

Davon abgesehen: wenn du die Tage mit deinem Sohn festlegst, dann ist das doch schon mal gut. Schaut doch einfach, dass wenigstens ein Wochenende dabei ist und so hat die Ex-Frau auch Entlastung. Aendern wird sie nichts können, denn selbst wenn sie vor Gericht gehen würde (was wohl eine extreme Situation wäre), hätte sie da wenig Aussichten auf Erfolg, da Kinder in dem Alter in jedem Fall ein Mitspracherecht haben.
Harlekin
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 15.10.2002
Beiträge: 23
@fraulein.

Mit Schreiben ist das immer so eine Sache. Mrine Partnerin hat Respekt davor, meine Kids kennen zu lernen. Meinen Sohn kennt Sie schon ein wenig, ich hab Sie einander schon vorgestellt. Forderungen in dem Sinn stellt höchstens meine Partnerin,weil Sie manchmal das Gefühl hat, hinten anzustehen. Ich lerne gerade,meinen Sohn loszulassen. Mit Bequemlichkeit hat das wenig zu tun, ich arbeite Schicht, Sie arbeitet Schicht, und mein Sohn geht noch zur Schule. Also alles in allem nicht gerade einfach.

Und was das freie Wochenende für mrine Exfrau angeht, da schsue ich schon darauf. Ich bin ja, auch wenn Sie das anderst sieht, kein Unmensch...icon_biggrin.gificon_biggrin.gif

Sic vis pacem parabellum
lirumlarum122
Dabei seit: 18.09.2013
Beiträge: 203
Auch ein 16-jähriger ist noch nicht erwachsen, und es ist nicht gut, ihn zu oft sich selbst zu überlassen, auch wenn das bequemer wäre.

Vielleicht findet ja deine Partnerin mit der Zeit den Mut, über ihren Schatten zu springen. Sie ist in eine Familie gekommen. Da gibt es kein entweder oder, sondern nur ein sowohl als auch. Im besten Fall ist sie für die Familie und die Familie für sie eine Bereicherung.

Dich gibt es nun mal nicht einzeln.

Mein Sohn liebt es z.B., mit seiner Bonusmama zu kochen. Bei mir macht er einen grossen Bogen um die Küche. Dann hat er zudem noch liebe Bonus-Grosseltern dazugewonnen - zum Glück, da ihm alle anderen Grosseltern weggestorben sind - abgesehen von den diversen Bonusonkeln, -tanten, -cousins, etc. Das wünsche ich allen Kindern mit getrennten Eltern. Die Verantwortung dafür liegt aber immer bei uns Erwachsenen, nie bei den Kindern.


[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 03.02.2019 um 23:05.]