BM

Altfrank
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 03.11.2007
Beiträge: 227
Vielleicht kann mir da jemand weiterhelfen: Sind alle Jugendlichen, die die BM machen vom Allgemeinunterricht an der Berufsschule befreit oder nur in gewissen Branchen? Ich frage, weil man unserem Kind immer wieder sagt: "BM geht nicht, dann bist du einen Tag mehr vom Betrieb weg."
Yvonne
Dabei seit: 31.12.2001
Beiträge: 704
Also in unserem Betrieb (Berufe: KV, Polymechaniker, Konstrukteur und Kunststofftechnologe) sind sie alle vom Allgemeinunterricht befreit und 2 Tage, oder sogar noch mehr, vom Betrieb weg.
Grüsse Yvonne
Universum
Dabei seit: 13.05.2013
Beiträge: 1529
Grundätzlich entscheidet der Lehrbetrieb, ob BMS Besuch möglich ist oder nicht. Auf jedenfall sind sie mehr vom Betrieb weg mit BMS als nur mit Gewerbeschule.
Ich kenne einige Jugendliche, denen die BMS zusätzlich zur Lehre zu streng war und sie haben abgebrochen. Besser die Lehre abschliessen und dann die BMS Vollzeit in einem Jahr durchziehen.

Versprich nichts, wenn Du glücklich bist.
Antworte nicht, wenn Du wütend bist
und triff keine Entscheidungen wenn Du traurig bist.

Autor unbekannt.
Con71
Dabei seit: 08.01.2016
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Unser Sohn beginnt die Lehre als Elektroinstallateur im nächsten August. Ohne BM hat er einen und zeitweise 1 1/2 Tage Schule. Mit BM wären es zwei bzw. zeitweise 2 1/2 Tage Schule.
Er hat sich nun entschieden, die Lehre ohne BM zu machen. Der Lehrbetrieb würde es zwar ermöglichen, aber der Notenschnitt in den Berufsschulfächern muss immer mind. eine 5 sein. Das ist ihm zu viel Druck. Ich finde das vernünftig, lieber die Lehre gut durchstehen und die BM später machen. Er ist zwar ein guter Schüler, aber kein Spitzenschüler. Mit BM ist es sehr streng, man sollte das gut einschätzen.
hanni6
Dabei seit: 25.03.2004
Beiträge: 665
Ich würde jetzt mal sagen, das war früher so. Unser Sohn besucht die BMS (Informatik). Er hat an zwei Tagen/Woche Schule. Einen Tag in der BMS-Klasse mit einem höheren Niveau (Lernziele) als bei der Normallehre. Die Fächer sind Mathe, Deutsch, Franz, Englisch,Chemie,..usw.. Den zweiten Schultag besuchen dann alle Lernenden zusammen. Hier gehts um Berufskunde, also Informatik.

Wenn der erforderliche Notendurchschnitt für die BMS-Klasse nicht reicht, wechseln die Lernenden einfach an die normale Klasse. Es ist aber so, dass die Lernenden an dieser Berufsschule von Anfang an optimal unterstützt werden. Es gibt Einstufungstests und danach wenn nötig Stützkurse. Unser Sohn erlebt das Unterrichtsklima als sehr positiv und wohlwollend - kein Vergleich zum z.T. unmenschlichen Druck der Schulstufe vorher. Vielleicht ist das aber auch ein subjektives Empfinden, da der Unterricht jetzt mehr „Sinn macht“
Altfrank
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 03.11.2007
Beiträge: 227
Vielen Dank für die Antworten (den Linke werde ich später mal lesen).

Mh - man hat mir vorgerechnet, dass (konkret) während der Drogistenlehre die Jugendlichen 2 Tage BM hätten und 2 Tage (im ersten Jahr) Schule, von der man einen halben Tag abziehen könne, wenn man die BM absolviere. Das macht 3,5 Tage Schule und 1,5 Tage im Betrieb und das sei (sehe ich ein) einfach zuwenig in einer praxisorientierten Lehre. Ich habe nur noch nie etwas von 2 Tagen BM gelesen....das werde ich jetzt mal googlen icon_wink.gif .

-> Es sind hier 1,5 Tage BM und 1,5 Tage Berufsschule, also ingesamt 3 Tage Schule. Schon relativ viel.... Gibt es andere Branchen, die auch so viel Schule haben? Wie funktioniert das dort?

[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 14.11.2017 um 08:47.]
GabrielaA
Dabei seit: 18.10.2002
Beiträge: 5608
Unser Sohn hat einen handwerklichen Beruf, Maurer, erlernt. Bei ihm stand während dem ersten Lehrjahr ebenfalls die Entscheidung an, ob er die BM machen soll. Da hätte er aber zusätzlich einen Tag (oder halben) plus einen ganzen Samstag in die Schule gehen müssen.

Wurde ihm vom Lehrbetrieb auch abgeraten. Lieber das Praktische gut lernen. Er war auch ein guter Schüler (über 5), dafür brauchte er im Praktischen doch immer wieder Unterstützung.

Ich glaube, es kommt schon etwas auf den Beruf an. Nicht jede Berufsschule hat die gleichen Anzahl Tage Schule, wie andere. Er hatte zB nur einen Tag Schule (ohne BM).

BM ist gut, wenn der/die Jugendliche nachher studieren will. Aber ohne Studium weiss ich nicht, was eine BM bringt.
sogetsu
Dabei seit: 30.01.2004
Beiträge: 417
Mein Sohn ist im 3. Lehrjahr zum Konstrukteur und besucht 1 Tag die BMS in Zürich Lagerstrasse und 1 Tag die Berufsschule. Bei ihm sind die Schulen völlig voneinander unabhängig. Die restlichen 3 Tage ist er in der Ausbildungsfirma. Die BMS parallel zur Lehre ist m.E. sehr streng. Man muss wirklich dran bleiben (was mein Sohn leider etwas schlittern lässt). Allerdings hat auch der Uebergang von der Oberstufe in die BMS niveaumässig nicht geklappt, obwohl er ein guter Sek A-Schüler war. Da hat doch einiges an Grundwissen der obligatorischen Schule gefehlt.

Am besten wird es wohl sein, wenn Du Dich direkt bei den Schulen erkundigst, dann bekommst Du bestimmt die richtige Antwort für genau Eure Situation.
Altfrank
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 03.11.2007
Beiträge: 227
Primäre Berufsziele sind bei ihr Berufe mit einem Fachhochschulabschluss (kann sich ja noch ändern). Deshalb wäre es sinnvoll, die BM zu machen (egal wann). Ich staune einfach darüber, dass man so oft hört "mach die BM" und dann auf eine relativ grosse Gegenwehr stosst. Erst recht, wenn hier im Kanton die berufsbegleitende BM Richtung Gesundheit und Soziales erst seit Sommer 2016 angeboten wird. Naja, was der Bauer nicht kennt.... Und ob sie eine Lehre macht oder in eine Mittelschule geht, ist auch noch nicht sicher. Gymnasium schliesst sie aus. Kein Bedarf, an eine Uni zu gehen.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 14.11.2017 um 09:53.]