Drogist/Pharmaassistent - Beruf mit Zukunft`?

Altfrank
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 03.11.2007
Beiträge: 227
Wie seht ihr das mit dem Beruf Drogist oder Pharmaassistent?
Für mich sind das ei"einfach" spezialisiertere Verkaufslehren - laut berufsberatung.ch haben beide Berufe nicht sehr grosse Weiterbildungsmöglichkeiten...
Was kann man nach diesen Lehren noch machen, ausser auf dem Beruf bleiben oder in eine andere Richtung zu wechseln?
Universum
Dabei seit: 13.05.2013
Beiträge: 1515
Meiner Meinung nach ist es in erster Linie eine Frage der Weltanschauung auf diesem Gebiet.
Ich persönlich stehe der Pharma schon lange nicht mehr nahe.
Drogistin ist viel interessanter und auch anspruchsvoller. Man lernt alles über die Heilkräuter und stellt auch Salben, Trpf. etc her. Ist eine vierjährige Ausbildung, Pharmaassistentin drei Jahre.
Als Drogistin kann man eine Drogerie führen ( mit entsprechender Weiterbildung) eine Apotheke kann man als Pharmaassistentin nicht führen.
Als Drogist kann man Kräuterwanderungen und Kräuterkurse anbieten etc. Die Beratung hat einen viel grösseren Stellenwert als Drogist als Pgarmaassistent.
Es ist nicht das erstemal, dass ich mich wundere über die Aussagen der Berufsberatungen...

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Autor unbekannt.
fraulein
Dabei seit: 26.10.2003
Beiträge: 1573
Pharma-Assistentin lernt eine meiner Töchter. Sie könnte anschliessend ein 4. Ausbildungsjahr/Weiterbildung anhängen und verdient damit auch mehr (weiss grad nicht mehr, wie es dann heisst icon_smile.gif
Sie kann nach der Ausbildung die BMS machen und könnte dann weitermachen bis zur Apothekerin.

Sie plant zusätzlich noch die medizinische Sekretärin zu machen, hat dann Vorteile, da das ganze Pharmazeugs nicht mehr gelernt werden muss.

Sie schätzt, dass sie später leicht Teilzeit arbeiten kann, da z.b. an ihrer Arbeitsstelle viele Teilzeitstellen vorhanden sind.

Und ganz davon abgesehen:
Wieso soll es nur eine Weiterbildung im eigenen Beruf geben? In unserem Betrieb arbeiten einige (ursprüngliche) Hallenarbeiter, die durch entsprechende Weiterbildungen im kaufmännischen Bereich tätig sind.

Ausbildung wählen, heisst heutzutage nicht mehr, am gleichen Berufszweig kleben zu bleiben.

Ich persönlich habe es immer sehr wichtig gefunden, dass man als erste Ausbildung etwas wählt, dass man gerne macht und somit auch durchhält. Man schafft ne Grundlage. Wohin es dann weiter geht, sieht man dann. Zumal viele auch erst mit "reiferem" Alter entdecken, was ihnen wirklich liegt.
Universum
Dabei seit: 13.05.2013
Beiträge: 1515
Apotheker kann jede Berufssparte werden, wenn man BMS plus Passarelle macht nach der Lehre. Dann hat man Zugang zur ETH wo Apotheker studieren.

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Autor unbekannt.
nanny72
Dabei seit: 21.05.2006
Beiträge: 945
Um eine Apotheke zu leiten, reicht die ausbildung als drogistin auch nicht. Da brauchst du ein studium in farmacie, sprich in medicamenten herstellung.
Und auch zum drogerieprodukte herstellen zu können, wird eine normale verkaufslehre in der drogerie nicht reichen. Nur weil jenand weiss, welches produkt man, wann verkaufen muss, heisst das noch nicht, das er das produkt auch herstellen kann.
Also ist doch die frage, was möchte man für einen job machen und muss sich dann für eine entsprechende ausbildung entscheiden
Universum
Dabei seit: 13.05.2013
Beiträge: 1515
Logisch kann man als Drogist keine Apotheke führen aber eine Drogerie😉

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bimbam
Dabei seit: 29.05.2012
Beiträge: 539
nach der Pharma-Assistentin kann man noch die Pharma-Betriebs-Assistentin machen, man verdient dann ca. Fr. 500.-- mehr pro Monat. Pharma-Assistentinnen stellen unter Aufsicht des Apothekers auch Medikamente wie Kapseln, Cremen und Tropfen her. Wie schon erwähnt kann man die Berufsmatur machen und mit der anschliessenden Passerelle steht dann alles offen. In der Apotheke arbeitest du einfach mehr mit Medikamenten aber auch mit Kosmetik, Nahrungsergänzung und Pflanzenheilkunde, da kommt es ganz auf die Apotheke drauf an wo man die Lehre macht.

Zur Drogerie kann ich nicht viel beitragen. Sie haben viel mehr Chemie und Kosmetik und pflanzliche Arzneimittel.

Beides sind halt eher Frauenberufe und daher ist der Lohn nicht so hoch und die Arbeitszeiten sind halt auch nicht überall so toll (z.B. in Shoppingcenter). Mann kann in diesen Berufen natürlich gut in Teilzeit arbeiten.

KlaraM
Dabei seit: 01.03.2013
Beiträge: 1770
Nach der Drogisten-Lehre kann man zum Beispiel Nationalratspräsident werden.

Wie Fraulein schon geschrieben hat, grundsätzlich kann man nach einer ersten Ausbildung noch fast alles werden. Aber natürlich verbunden mit mehr oder weniger Aufwand (Zeit, Geld, Einsatz).

Drogist ist aber sicher kein Beruf mit rosiger Zukunft. Auch Pharma-Assistenten wird es weniger brauchen. Die Branche wird sich dahingehend entwickeln, dass einerseits Immer mehr via online-Handel abgewickelt wird, andererseits wird vieles in den nicht bedienten Bereich des Detailhandels abwandern. Rezeptfreie Medis werden im Coop im Gestell stehen, genauso wie es gewisse Drogerie-Produkte heute schon tun. Gut möglich, dass auch viele Apotheken verschwinden bzw. in den Detailhandel integriert werden, wie wir es beispielsweise von Amerika kennen. Und auch da nimmt der Online-Handel enorm zu.
glitzerfee2
Dabei seit: 26.03.2004
Beiträge: 304
Pharmaassistenten sind auch im Büro gerne gesehen, zb in der Pharmamarktforschung oder bei den Pharmafirmen, von denen es in der Schweiz ein paar gibt. Sie arbeiten im Aussendienst für eine Pharmafirma, besuchen Aerzte und Spitäler. Hier arbeiten sie häufig auf Provisionsbasis und verdienen entsprechend gut.
Dass deine Tochter sich Gedanken macht, ob man in ihrem Beruf Teilzeit arbeiten kann ist grundsätzlich gut. Nur, bis sie Kinder hat ist sie wahrscheinlich doppelt so alt wie heute und wie sich die Berufswelt bis dann verändert wissen wir alle nicht. Wichtig finde ich auch, dass sie eine Erstausbildung wählt, die ihr Freude macht, die Lehrzeit ist anstregend genug, da soll es auch passen!
Mertante
Dabei seit: 10.05.2017
Beiträge: 4
Man kann auch wunderbar eine Fortbildung zum Handelsfachwirt oder ähnliches machen. Keine Ahnung was man noch alles machen will.