Konsequenzen

BlackOnyx
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 10.10.2018
Beiträge: 3
Unsere Tochter hat zuhause geraucht und dummerweise ein neueres Möbel beschädigt, als wir weg waren. Wir wissen, dass sie ab und zu raucht, wir reden darüber und sie weiss, dass wir es nicht toll finden. Item, wir sind überrascht, dass sie überhaupt in der Wohnung raucht. Es gibt niemanden, der bei uns zuhause drinnen rauchen darf und das weiss sie. Deshalb haben wir es auch nicht ausdrücklich verboten.
Nun, hätte sie nicht drinnen geraucht, wäre ihr dieses Missgeschick nicht passiert. Sie hat sich entschuldigt, das ist ja schon mal gut. Es ist aber leider nicht das erste Mal, dass sie in der Art etwas macht, deshalb finden wir, das eine Konsequenz angebracht ist. Bloss welche?
fraulein
Dabei seit: 26.10.2003
Beiträge: 1619
Teenager und Konsequenzen ist immer schwierig. Vorallem, das Umsetzung der Konsequenzen ist nervenaufreibend, da dies selten reibungslos vonstatten geht.

Wie du schreibst, ist schon anderes vorgefallen. Steht das auch im Zusammenhang mit dem Rauchen oder gibt es noch andere Baustellen?

Ich hab es jeweils auf die Art versucht, dass das betroffene Kind selber einen Vorschlag machen musste, wie das "Vergehen" abgearbeitet/ausgeglichen wird.

Da in diesem Alter nicht mehr zwingend eine Verbindung "Straftat/Konsequenz" bestehen muss, da die Teenies ja genau wissen, was sie angestellt haben, steht sonst eine Vielzahl an Strafarbeiten zur Verfügung. So in dem Sinn "Schadenhöhe in Franken zu einem Stundenlohn à x = x Stunden Arbeitseinsatz". Da steht ja dann ein weites Feld offen.....
goodie
Dabei seit: 12.11.2011
Beiträge: 3317
Ist in dem Alter wirklich schwierig mit den Konsequenzen. Ich denke dass sie entweder beim ersetzen der Ware mitzahlen kann oder dafür arbeiten muss.
Sowas mussten wir zum Glück noch nie entscheiden, kaputt gemacht hat sie noch nie was, aber das mit dem Rauchen ist so eine Sache, sie ist eigentlich nur mit Rauchern zusammen und macht halt oft mit. Für uns ist das aber oberstes Gebot, dass in der Wohnung und auf dem Balkon nicht geraucht wird. Das muss zwingend eingehalten werden, sonst hat das für uns alle Konsequenzen, da wir in einem Gesundheitshaus wohnen und das Bestandteil des Mietvertrages war. Da bin ich aber immer am arbeiten mit Ihr, sie hört das regelmässig dass wir das nicht wünschen und dass sie das woanders machen muss mit ihren Freunden.

Ansonsten kann ich mich gar nicht beklagen, sie hilft so viel mit und kocht öfters mal für uns, putzt und macht Wäsche usw...
Bei der jüngeren müssen wir noch etwas formen, sie drückt sich noch vor Hausarbeit. icon_frown.gif

„Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg."

Mahatma Gandhi
BlackOnyx
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 10.10.2018
Beiträge: 3
Fraulein: das letzte Mal war's eine "Party" (also nach ihr einen Videoabend mit einigen Leuten, weil wir Parties verboten hatten) wo etwas kaputt ging. Wir haben ein Auge zugedrückt - "einmal ist kein Mal".

Sie hat (obwohl ich ihr gesagt habe, sie solle sich etwas überlegen), nichts als Konsequenz beigetragen: Sie findet, dass wir übertreiben.

Item - sie musste die Vorhänge abnehmen und waschen. Weiters hat sie die Wahl, einen Schreiner nach Rat und Lösung zu fragen und dann einen zusammen abgemachten Betrag für die Reparatur mitzubezahlen oder wir ziehen ihr einen von uns bestimmten Betrag vom Sackgeld ab. Sie hat noch Zeit, um darüber nachzudenken.
Universum
Dabei seit: 13.05.2013
Beiträge: 1515
Die einzige logische und richtige Konsequenz in diesem Fall ist, dass sie für die komplette Reparatur/Ersatz dieses Möbels aufkommt. Entweder vom Ersparten oder vom Taschengeld.

Versprich nichts, wenn Du glücklich bist.
Antworte nicht, wenn Du wütend bist
und triff keine Entscheidungen wenn Du traurig bist.

Autor unbekannt.
yucca
Dabei seit: 08.02.2007
Beiträge: 3069
Ich sehe das wie Universum.
Es ist eure Wohnung und sind eure Möbel. Finde es geradezu frech wenn Kinder gegen solche Regeln verstossen. Wenn sie alt genug ist dass sie rauchen darf, ist sie auch alt genug um zu wissen dass sie in der Wohnung nicht rauchen darf, ohne dass ihr das expliziet kommunizieren müsst. Mag jetzt hart klingen, aber Wunschkonzert würde es glaub bei mir in diesem Fall nicht geben.


Auch aus Steinen, die in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.
Regina Richter
Dabei seit: 22.10.2018
Beiträge: 42
Oh Mann! Das ist natürlich eine Doofe Sache. Darf sie denn überhaupt schon rauchen? Würde meiner Tochter in dem Fall so lange Taschengeld streichen bis die Reparatur dadurch abgegolten wäre. Falls Taschengeld noch ein Thema ist bei deiner Tochter.
fraulein
Dabei seit: 26.10.2003
Beiträge: 1619
Regina
Keins meiner Kinder, das raucht, hat mich vorher um Erlaubnis gefragt.
BlackOnyx
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 10.10.2018
Beiträge: 3
fraulein: es geht nicht um die Erlaubnis. Es geht darum, dass es doch einfach nur logisch ist, dass man in einem Nichtraucherhaushalt nicht raucht...

Zur Frage, ob sie schon rauchen darf: gesetzlich gesehen kann sie in unserem Kanton schon straffrei Tabakwaren kaufen. Ansonsten finden wir es natürlich nicht toll, dass sie raucht. Aber wir verbieten es nicht, sondern weisen sie immer Mal wieder auf die gesundheitlichen Schäden hin.

Sie muss nun eine neue Tischplatte berappen, das Geld wird vom Freizeitanteil ihres erweiterten Sackgeldes abgezogen.
Franz Josef Neffe
Dabei seit: 17.11.2006
Beiträge: 1040
Die Signale zeigen, dass sie als Persönlichkeit SCHWACH ist und das fühlt und dass sie nicht weiß, wie man sich stärkt und wächst.
Wenn man gar nichts weiß, macht man dieselben Dummheiten wie alle: man übertritt Ge- und/oder Verbote.
Gib ihr eine wichtige Rolle! Vor 140 Jahren gab es in Marseile einen Jesuitenpater namens A.Eymieu, der behandelte die Leute erfolgreich so ALS OB sie schon so gut wären, wie er sie erleben wollte.
Wir sind ja alle auf die Welt gekommen, um die Hauptrolle in unserem eigenen Leben zu spielen, und was geschieht mit uns? Von klein auf drängt man uns in eine Statistenrolle im Leben anderer nach der anderen: für die Eltern ein braves Kind, für die Lehrer ein braver Schüler, dann ein braver Lehrling, ein braver Ehemann/frau, ein braver Steuerzahler usw.usw.usw. Es fällt uns gar nicht auf, wie uns das auslaugt.
Ich behandle die Leute in meinen Veranstaltungen immer als Könige ihres Königreichs und bin mir bewusst, dass ich der König in meinem Königreich bin und wir unterhalten uns stets von Majestät zu Majestät. Ich habe noch niemand getroffen, der unbedingt schlechter kommunizieren wollte. Auf Youtube, Facebook und überhaupt im Net findest du unter meinem Namen mehr dazu. Ich freue mich auf euren Erfolg.
Franz Josef Neffe

"Wenn ich Sie in dem Irrtum lasse, dass ich es bin, der Sie gesund macht, dann mindere ich Ihre Persönlichkeit!" Émile Coué