Wenn sie volljährig werden

goodie
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 12.11.2011
Beiträge: 3352
Wie kommt ihr zurecht?

Ich finde es eine schwierige Phase grad. Irgendwo sind sie jetzt erwachsen/volljährig, aber trotzdem ist es noch das Kind, was zuhause wohnt und manchmal kommt das pubertierende Kind in ihr hoch und macht stunk daheim.

Wie erlebt ihr es?

„Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg."

Mahatma Gandhi
yucca
Dabei seit: 08.02.2007
Beiträge: 2981
Meine Tochter wird im Dez. 20. mit ihr habe ich ein sehr gutes Verhältniss. Sie erzählt mir sehr viel, auch wenn sie mit ihrem Freund, mit dem sie über 1,5 Jahre zusammen ist, Unstimmigkeiten hat. Ich geniesse es sehr wenn wir zusammen Shoppen gehen oder Konzerte besuchen.
Bei meinem Sohn, der im Oktober 18. wird, sieht es ganz anders aus. Er erzählt praktisch nichts, oder nicht viel, alles muss man ihm zur Nase raus ziehen, nur wenn er etwas brauch ist er etwas kommunikativer. Ich weiss nicht ob das eher den Jungs entspricht. Auch er hat seit bald einem Jahr eine nette Freundin.
Für mich ist es schwierig mit ihm, weil ich ihn nicht fassen/unterstützen kann. Ich hoffe dass er etwas kommunikativer wird wenn er im August in die Lehre kommt.
Meine Tochter hat sich so gefreut wenn sie 18./Erwachsen ist, ich finde dass sie es sehr gut macht und bei Unsicherheit auch gerne um Rat fragt. Sie geht in 2 Wochen für 2 Wochen nach Irland und anschliessend für 4 Wochen nach Lyon für einen Sprachaufenthalt. Auch hier, war sie froh dass ich sie begleitet habe um die Sprachschule zu buchen. Bei meinem Sohn bin ich gespannt wie er mit der Volljährigkeit zurecht kommt. Wie gesagt fehlt mir bei ihm das kommunikative.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 03.06.2018 um 22:32.]

Auch aus Steinen, die in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.
goodie
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 12.11.2011
Beiträge: 3352
Ja ich habs auch gut mit meiner Tochter, wobei zwischendurch hat sie so Phasen da ist ihr alles sch.... egal und sie zickt rum. Damit hab ich noch mühe.

Die jüngere ist jetzt mit 15 eben auch grad voll in der Pubertät und ich hoffe dass ich das irgendwie überlebe...

Ich glaub wenn beide ausgezogen sind, machen wir erst mal ein Jahr lang eine Auszeit!! banghead.gif

„Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg."

Mahatma Gandhi
glitzerfee2
Dabei seit: 26.03.2004
Beiträge: 309
Goodie, das haben wir auch gesagt...
Unsere Tochter holt mit 18 die Pubertät nach und zickt und sucht Grenzen und unser Sohn ist mit 14 so voll drin, es ist zum k...
Auf der einen Seite hat Sohn Pickel und bockt und auf der andern hat er noch immer sein Kuscheltier im Bett...
Als Eltern sollte man immer vorausahnen, welche Person man vor sich hat und welcher Ton grad passt..
Finds anstrengend aber auch schön, wenn sie dann mal nicht grad den Kotzbrocken raushängen...
Quest
Dabei seit: 05.11.2002
Beiträge: 975
Mein Sohn wurde im letzten August 18. Schwierig war er eher so um 10. In der Pupertät war er dann viel einfacher und heute ist er einfach super.

Er hat viel Freiheiten. Seit er 8 ist habe ich einen Partner (der von ihm sehr gut akzeptiert wurde) und da wir immer noch in 2 Wohnungen leben, bin ich oft dort. Die Wohnung ist run 20 Min. von meiner entfenrt.
Mein Sohn ist, seit er ca. 12 Jahre alt ist oft über das Wochenende alleine. Er hat für sich gekocht und oft seinen besten Freund eingeladen.

Dadurch hat er, meiner Meinung nach,sehr selbständig geworden.

In der OS war er ein einer Tagesschule und dort wurde es so richtig selbständig und ein super Sohn. Kleinere Streitereien haben wir selten, grosse nie. Ich lasse ihm viel Freiheit. Seine Freundin darf kommen wann er will und er geht zu ihr, wann er will. Es ist sein leben.

Er nutzt aber diese Freiheit überhaupt nicht aus. Ich erwarte z.B: immer noch, das er sich abmeldet, wenn er nicht zum Essen kommt. Das macht er auch. Am Donnerstag schauen wir immer wie das Wochenende aussieht. Das heisst, wer ist wo und wo brauchen wir das zu Essen. Seine Wäsche macht er schon seit ein paar Jahren ganz selbständig. Nur die Bettwäsche mache ich.

Ich geniesse meine Freiheit und lasse ihm seine sehr gerne.
Übermorgen hat er seinen ersten Prüfungen und ist ziemlich nervös. WIr sprechen jeden Abend beim Essen darüber und versuchen ihn zu beruhigen.

Ich finde mein Sohn ist super und sehr selbständig. Ich geniesse meine Freiheit.

In 3 Monaten werde ich zu meinen Freund ziehen. Sohnemann kommt mit, da er im nächsten Jahr in die RS geht. Danach schauen wir weiter
Er ist uns willkommen, soll aber seine Selbständigkeit unbedingt behalten.

Das mit dem Ferien machen, machen wir wirklich. Ab dem Frühling leben wir auf einem Hausboot und er hat die ganze Wohnung bis ca. Oktober für sich.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 05.06.2018 um 09:58.]
Madruna
Dabei seit: 25.04.2011
Beiträge: 370
Quest, das liest sich gut. So schön, hast du so einen selbständigen Sohn und diese Perspektive mit dem Zusammenziehen.

Meine Töchter sind 16, 18 und 20 Jahre alt. Ich bin mit ihnen alleine seit knapp 17 Jahren. Mein Ehemann und Vater von ihnen hatte mich damals in der Schwangerschaft verlassen. All die Jahre habe ich gut funktioniert und jetzt, da sie in der Pubertät sind, ermüde ich und merke eine schwindende Kraft. Durch den frühen Tod meiner Mutter, die eine wichtige Bezugsperson der Kinder war, sind wir sehr isoliert, zumal ich auch keinen Vater und keine Geschwister habe. Auch haben wir eine sehr turbulente Zeiten hinter uns mit einem Unfall in Italien, bei dem die jüngste Tochter schwer verletzt wurde. Die mittlere Tochter hat dadurch die Orientierung verloren, die ältere Tochter ist ausgezogen. Alle stehen sie an einem anderen Punkt der Entwicklung und Pubertät.
Mit der 20-jährigen habe ich einen sehr guten Kontakt und freue mich, dass sie sehr selbstständig ist.
Die beiden anderen Töchter sind gut erträglich, ich sehe sie aber nur, wenn sie Hunger haben, ins Bad gehen oder sonst etwas brauchen. 🙃
Untereinander haben die beiden jüngeren nicht viel Kontakt und verstehen sich nicht sehr gut.
Für mich ist es eher ein Abwarten, bis alle Mädchen erwachsen und selbstständig sind. Darauf freue ich mich und doch macht mich diese Situation etwas traurig.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 05.06.2018 um 21:58.]

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 05.06.2018 um 21:58.]
Yvonne
Dabei seit: 31.12.2001
Beiträge: 712
Wir hatten es immer sehr guticon_smile.gif
Hängt wohl damit zusammen dass ich schon seit vielen Jahren alleine war und wir somit als "Team" wirklich gut funktioniert haben. Ebenfalls geholfen hat der intensive Sport, meinem Sohn blieb keine Zeit zu pubertierenicon_cool.gif

Und nun, schon länger volljährig, Ausbildung abgeschlossen, Militär abgeschlossen und Studium vor der Türe, hat er gemerkt, dass es nun höchste Zeit ist (Lieblingssatz: ich will hier raus!!).
Dieses Wochenende wird er noch seinen Rest zügeln, die eigene Wohnung ist schon fast eingerichtet Ähnlich wie bei Quest ist er wirklich sehr selbständig und wird das packen!

Und ich? Habe mich immer sehr darauf gefreut, meine "Freiheit" zurückzubekommen und mich auch gut dafür vorbereitet - nochmals eine Ausbildung gemacht, Hobbys aktiviert und ausgebaut, damit ich ganz bestimmt nicht in ein Loch fallen würde, falls es dann soweit war. Als ich mich dann grad so "kuschlig" für mich eingerichtet hatte - läuft mir ein Mann über den Weg icon_biggrin.gif
Nun werde ich im Herbst zu meinem Partner ziehen und dort nochmals gefordert, 2 permanent anwesende Pubertierende (16/1icon_cool.gif und die 13-jährige in Teilzeit. Manchmal kommt es anders als man denkt.
(Die Auszeit ist nun einfach um ca. 8 Jahre verschoben).

Alles Gute euch allen

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 06.06.2018 um 11:28.]
goodie
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 12.11.2011
Beiträge: 3352
Oh das finde ich schön dass ihr eure Erfahrungen mit mir teilt.

Madruna dein Text hat mich etwas traurig gestimmt. Ist ja voll hart dass ihr so aus den fugen geraten seid.
Damals als ich Teenie war ist unsere Familie auch aus den Fugen geraten. Als ich 14 war meine Schwester 15 und mein Bruder 19, ist meine Mutter gestorben, unser Lebensmittelpunkt. Das hat uns wirklich auseinander gerissen als Familie. Jeder ist so seinen Weg gegangen. Meine Schwester ist ziemlich schnell mit 16 ausgezogen mein Bruder war auch in der *Pubertät* und ich war das verwöhnte Gör. Mein Vater hat einfach nur existiert für ein paar Jahre. Ihn hat es auch sehr getroffen. Naja heute sind wir wieder sehr Eng zusammen, ich und meine Geschwister, aber das hat etwas gedauert. Du weisst nie was die Zukunft bringt. Deine Kinder werden sich sicher wieder finden.


Bei uns ist es aktuell so, dass eigentlich nur ich mit unserer älteren Tochter wirklich gut auskomme im Moment, weil ich es immer wieder probiere und ich sie halt auch über alles liebe. Ihr Papa der kommt mit ihrer Art nicht so klar und meine jüngste die hat ihre eigenen Probleme mit ihr.
Mir macht nur diese schlagartigen Stimmungswechsel mühe und dass sie halt auch dinge tut die ich nie machen würde, aber es ist Ihr leben, ich möchte ihr da nicht rein reden, obwohl sie weiss dass es eigentlich nicht gut ist. icon_redface.gif rauchen icon_evil.gif Ich will nicht dass sie das macht. Was kann ich da nur dagegen tun? Es geht um ihre Gesundheit.


„Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg."

Mahatma Gandhi
yucca
Dabei seit: 08.02.2007
Beiträge: 2981
goodie, das mit dem rauchen ist so eine Sache...
Ich habe unseren Kinder immer gesag dass ich es ihnen nicht verbiete und sie es selber entscheiden müssen ob sie rauchen wollen oder nicht und dass es enorm schwer ist, damit aufzuhören. Da ich selber fast 20 jahre geraucht habe, weiss ich wovon ich rede. Einziges Verbot wäre, dass sie zuhause nicht rauchen dürfen. Bis jetzt raucht keines von ihnen. Erst letzthin hat unsere Tochter zu mir gesagt, dass sie genau deswegen nie angefangen hat, weil wir es nicht verboten haben. Sie fand dass ihr der Reiz gefehlt hat. Für unseren Sohn ist es auch kein Thema (jedenfalls im Moment...) er geht 4x die Woche ins Krafttraining.

Auch aus Steinen, die in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.
Shajta
Dabei seit: 29.09.2016
Beiträge: 46
Irgendwie ist es schon ein komisches Gefühl, wenn die Kinder erwachsen werden. Auch wenn sich mit der Zahl ja nicht wirklich viel ändert...

Ich muss sagen, dass wir es auch total gut haben miteinander. Meine Kids sind nicht mal richtig pubertär- ich weiss auch nicht warum. Vielleicht weil sie viele Freiheiten haben, vielleicht weil sie einfach anständig sind, vielleicht weil wir auch eine sehr offene und herzliche Familie sind. Die Kids erzählen immer noch richtig viel von sich, gehen mit uns auf Urlaub und sind auch bei Besuchen bei Freunden, oder beim essen gehen gerne mit dabei.

Und ich geniesse es einfach, weil ich ja weiss, dass es bald vorbei sein kann. Ich denke, das ist das Beste was ich tun kann im Moment icon_smile.gif