Wo Hilfe/Unterstützung holen?

yucca
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Beiträge: 2935
Danke goodie, werde mich im Netz schlau machen...
Was in frage kommt für den Jungen weiss ich nicht, wird sich wohl erst herausstellen, wenn er in einer Institution ist.

Auch aus Steinen, die in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.
Madruna
Dabei seit: 25.04.2011
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My handicap ist auch eine nationale Institution für Betroffene, wie goodie schreibt. Da gibt es Ausbildunge auf verschiedenen Niveaus.
Bei dem Betroffenen käme ev auf Niveau PrA in Frage.
Da fällt mir die Stiftung Battberg ein.
Da der Jugendliche noch nicht volljährig ist, könnte ihm ein Beistand der Gemeinde zur Seite gestellt werden, welcher die Eltern unterstützt.
Ich musste eine Gefährdungsmeldung betreffend meine Tochter bei der KESB einreichen, damit die Behörde aktiv werden durfte und konnte. Damit habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht.
Es gibt zwei verschiedenene Arten von Beistandschaft. Eine bei welcher der Beistand bestimmen kann und eine, bei welcher er den Eltern nur beratend und helfend zur Seite steht.
Da wir als Eltern adäquat agieren, war bei meiner Tochter nur die zweite Art der Beistandschaft errichtet worden.
(Ich weiss jetzt gerade die Nummer des entsprechenden Artikels der Beistandchaft nicht mehr)
yucca
ThemenerstellerIn
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Beiträge: 2935
Danke Madruna.
An die KESB habe ich auch schon gedacht, weiss aber nich wie die Eltern dazu stehen.
Ich habe alle eure Infos der Grossmutter via Mail zukommen lassen.
Ich glaube dass es fünf vor zwölf ist, die Familienangehörigen sind wirklich am Verzweifeln, weil sie pberal auf Ablehnung stossen.

Auch aus Steinen, die in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.
Madruna
Dabei seit: 25.04.2011
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Yucca
Ich kann mich gut in die Situation hinein versetzen. Meine Tochter ist auch eine Betroffene, 17 Jahre alt, sie hat aber nur eine Einschränkung. Seit drei Jahren laufen wir am Limit.
Wenn alle Stricke reissen und niemand sich zuständig fühlt, dann kann die Familie immer noch alle Familienmitglieder ausser den Sohn als gefährdet melden bei der KESB wegen der Behinderungen des Sohnes. Die Gefährdungmeldung würde dann nicht den Sohn betreffen sondern die Familienmitglieder.
Bei einer Gefährdungsmeldung muss die KESB sich einschalten, dann muss behördlich vorgegangen werden.
Ich würde diesen Weg nicht scheuen. Man ist das auch den anderen Familienmitglieder gegenüber schuldig. Meine beiden anderen Töchter haben sehr gelitten. Die Familie ist zerbrochen daran.


Ich hatte vor Jahren eine Arbeitskollegin, deren Sohn hat die Geschwister und auch die Mutter geschlagen. Sie hat ihn nach langer Leidenszeit angezeigt, weil sie sich auch gegenüber den anderen Kindern verpflichtet fühlte. Sie hat es nie bereut und es hat die Situation schnell und deutlich verbessert.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 29.05.2018 um 08:29.]
glitzerfee2
Dabei seit: 26.03.2004
Beiträge: 304
Die Grossmutter darf die Gefährdungsmeldung ebenfalls machen, das müssen nicht unbedingt die Eltern sein. Sie kann sich auch bei der KESB Unterstützung holen, ohne dass sie die Gefährdungsmeldung macht.
yucca
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Beiträge: 2935
glitzerfee2
Ich denke nicht dass sie die KESB kontaktiert, sie ist gesundheitlich sehr angeschlagen, ihr Leben hing vor 3 Jahren an einem Faden, davon hat sie sich nie mehr richtig erholt.
Sie hat mir vorhin aber zugesichert, ihrem Sohn all diese Infos, die ich hier von euch erhalten habe, weiter zu geben.
Übrigens ist sie sehr dankbar für diese Informationen, da auch sie so hilflos zusehen muss.

Auch aus Steinen, die in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.
Madruna
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Beiträge: 361
Das ist ein wertvoller Hinweis von Glitzerfee, dass auch die Grossmutter eine Gefährdungsmeldung machen kann. Das nimmt die Eltern aus der Pflicht und schont diese vermutlich vor negativen Gefühlen/ Ausbrüchen des betroffenen Sohnes ihnen gegenüber.

Wie es um die Hilfe aussieht, wenn keine Gefährdungsmeldung gemacht wird, sollte gut abgeklärt werden. Meist handelt es sich dann um eine freiwillige Zusammenarbeit und wird eher in lockerer Frequenz stattfinden.