Obligatorischer Vaterschaftstest bei Geburt

lirumlarum122
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 18.09.2013
Beiträge: 205
Was meint ihr dazu? Sollen Vaterschaftstest bei Geburt obligatorisch werden? Wäre das für das Kind am besten?
ibex
Dabei seit: 11.07.2012
Beiträge: 546
Ich finde das bei 5-10% Kuckuckskindern mehr als nur hinfällig. Würden im Spital nur halb so viele Kinder verwchselt und den falschen Müttern mit nach Hause gegeben, wäre der Test schon längst obligatorisch.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 23.06.2014 um 10:25.]
Quest
Dabei seit: 05.11.2002
Beiträge: 975
Ich bin dagegen. Und nicht weil ich einer der 5-10% wäre.

Man stellt alle Frauen unter Generalverdacht. Und das finde ich zu viel des Guten.

Wir in der Schweiz sind dazu übergegangen, wenn einige einen Fehler machen, den Rest dafür büssen zu lassen.


Ich bin aber dafür, dass der Mann es einfacher hat einen Test zu machen.
Daran müsste man arbeiten.

Pippilangstrumpf
Dabei seit: 25.10.2007
Beiträge: 1243
wem genau soll es was bringen? dem vater, der mutter, dem Kind oder der Familie?

ich denke, mit dem test würde mehr kaputt gemacht werden, als gewonnen werden würde.

mir ist ein fall bekannt, da hat man durch die blutgruppenbestimmung beim eintritt in die rekrutenschule des sohnes herausgefunden, dass der vermeintliche vater eben nicht der vater des sohnes sein konnte.

nachdem der vater aber den "sohn" 20 jahre grossgezogen hatte, spielte das genetische "Detail" keine rolle mehr.

Was aber wäre geschehen, wenn der "vater" es schon gewusst hätte, als "sohn" zur welt kam? was, wenn er dann die Familie verlassen hätte, auch der früher geborenen tochter kein vater mehr gewesen wäre?

nein, obligatorisch soll er nicht werden. und jeder "vater", der einen begründeten verdacht hat, kann den test machen lassen, so schwierig ist das auch heute nicht.
ibex
Dabei seit: 11.07.2012
Beiträge: 546
@Pippilangstrumpf, das problem liegt darin, dass zu Beginn meistens eben gar kein Verdacht besteht und es erst im Nachhinein Fragen gibt.
Gerade auch weil die Verplichtung der Väter mit Unterhaltszahlungen an die Frau auch bei nichtverheirateten Paaren wieder hinauf geschaubt wurde und die Familien/Paarverhältnisse in der geänderten Gesellschaft immer weiter aufbrechen und 10% längst keine Randerscheinung mehr ist, ist die Sache durchaus berechtigt. Klar verändert es nach 20 Jahren kaum mehr etwas an der Vater-Sohnbeziehung, aber beiden "Vätern" wurde aber der freie Entscheid vorweggenommen und ihnen etwas vom wichtigsten im Leben verschwiegen.
Universum
Dabei seit: 13.05.2013
Beiträge: 1515
Ich bin dafür.

Versprich nichts, wenn Du glücklich bist.
Antworte nicht, wenn Du wütend bist
und triff keine Entscheidungen wenn Du traurig bist.

Autor unbekannt.
KlaraM
Dabei seit: 01.03.2013
Beiträge: 1770
"Pippilangstrumpf" schrieb:

wem genau soll es was bringen? dem vater, der mutter, dem Kind oder der Familie?

ich denke, mit dem test würde mehr kaputt gemacht werden, als gewonnen werden würde.


Sehe ich genauso. Es kommt wohl darauf an, wie man Kinder betrachtet: ob als Bereicherung und oder als Belastung. Fühlt man sich bereichert, spielt es ja wohl keine entscheidende Rolle, ob nun eine biologische Vaterschaft vorliegt oder nicht. Man müsste sich eigentlich fast beim Erzeuger dafür bedanken.
KlaraM
Dabei seit: 01.03.2013
Beiträge: 1770
@ibex

Du hast doch schon (fast) erwachsene Kinder und liebst sie sehr, nicht wahr? Ohne Vaterschaftstest, nehme ich mal an. Ist doch schön, oder, und ein Vaterschaftstest bei der Geburt könnte ebendies auch verhindern.
Arcencielle18
Dabei seit: 25.06.2004
Beiträge: 190
das kann doch keine Lösung sein! Wenn denn einmal der "offizielle" Vater nicht der wirkliche Erzeuger ist, zeigt der Test ja noch nicht an, wer denn das Kind gezeugt hat icon_rolleyes.gif

Und was, wenn ein Test mal ein falsches Resultat angibt?

Hingegen denke ich auch, dass man Vätern den Zugang zu solchen Tests vereinfachen sollte.
RenaW
Dabei seit: 06.10.2005
Beiträge: 1792
@Quest, ja es sollte für Männer die an der Vaterschaft zweifeln, einfacher werden den Test zu machen. Ich finde das reicht.

@Ibex, was ist mit den Vätern, die ahnen, das da war nicht stimmen kann, es aber nicht wissen wollen? Willst Du denen den Test aufzwingen? Wenn es so ist, wie Du schreibst, das die Fragen erst mit der Zeit kommen, dann kann ich mir nämlich auch vorstellen, das es Väter gibt, denen es nach Jahren nicht mehr wichtig ist, weil sie die sozialen Väter sind und es bleiben wollen.