Leute mit Erfahrungen mit Buch schreiben hier?

EmiliaB
Dabei seit: 09.03.2016
Beiträge: 38
Ist bestimmt eine gute Zeit um seine Hobbies wieder mehr in den Fokus zu richten. Natürlich nur solange man die Hobbies auch von zu Hause machen kannicon_smile.gif Aber gerade das Schrieben ist da sicherlich eine gute Sache. Beim Schreiben an sich geht es ja auch darum den Alltag zu entfliehen und sich seine Seele vom leib zu schreiben. Kommt natürlich auch auf die Geschichte an aber wenn es ein Erlebnis aus dem eigenen Leben ist oder zumindest einen Bezug zum eigenen Leben gibt, dann natürlich umso mehr.

Ich denke man kann da jetzt kein Buch nach Plan A,B, oder C schreiben. Bestimmt nicht wenn es so ein persönliches Buch ist, da gibt es sicherlich keine Vorlage dafür.
Ich würde mich an deiner Stelle hinsetzen und einfach schreiben was dir in den Sinn kommt. Nicht alles darauf ausrichten ein professioneller Autor zu werden. Das kann dann mit der Zeit kommen aber ich würde da jetzt wenig darauf ausrichten.
Ich könnte mir vorstellen, dass du jetzt alles Revue passieren lässt was du geschrieben hast und dann deine Vorstellungen mit der Realität vergleichst. Eventuell dann noch Erklärungen dazu wieso es so gekommen ist und nicht anders. Das würde ich zumindest spannend finden.

Es "professioneller" angehen würde für mich bedeuten, dass du nebenbei noch Übungen zu deinen Schreibstil machst oder dir einen Coach an die Seite holst. Dir eventuell auch selbst noch Informationen holst und dich ein wenig einlest.
Ich würde mich mal auf das Schrieben an sich konzentrieren und gar nicht so sehr darum wie und wo du dann dein Buch veröffentlichen kannst. Ich denke nicht, dass man so ein Buch auf eine Veröffentlichung ausrichten kann. Da geht es ja um ganz persönliche Dinge und nicht um eine Geschichte, die 5 Punkte enthalten muss und du diese Punkte dann einfach abarbeitest. Bei so einer persönlichen Angelegenheit würde meiner Meinung nach ein strikter Plan vieles einengen und letztlich würde man es sicherlich auch beim lesen merken.

Wenn, würde ich darauf schauen, dass sich der Schreibstil gleich verbessert und in die Richtung eines professionellen Autors geht. Dafür gibt es Übungen und auch Coachings. Wie das alles jetzt in der Situation stattfinden kann, müsste man erst herausfinden. Vielleicht gibt es sowas in der Art auch Online oder du wartest bis es wieder persönlich möglich ist.
tintenklecks
Dabei seit: 12.04.2021
Beiträge: 9
Hallo,
danke für deine Hilfe.
Ja die Zeit ist wirklich gut um sich solchen Hobbies zu widmen und ja schreiben hilft mir immer sehr mit Sorgen fertigzuwerden. Und gerade jetzt gibt es doch auch viele Sorgen, an die mein jüngeres Ich nie gedacht hätte – ich mein wer hätte schon damit rechnen können, dass unser Leben innerhalb eines Jahres so auf den Kopf gestellt wird…. Also ja der Bezug zu meinem eigenen Leben ist auf jeden Fall ganz stark da. Daher denke ich, dass ich dennoch aufpassen muss, dass dieses Buch etwas ist, was eine größere Zielgruppe anspricht und nicht zu persönlich wird, also, dass es sich eher um jene Probleme/Ängste/Gefühle dreht, die auch andere kennen, sodass man sich mit diesem „Ich“ in dem Buch identifizieren kann.

Es sind also eher solche Schreibtricks oder Stilrichtungen, Dinge an die ich denken sollte oder die ich wissen muss, die mich beschäftigen, weniger jetzt ein Plan mit einzelnen Punkten, die ich abarbeiten muss. Gibt es denn solche Coaches, die einem beim Buchschreiben individuell und auch schon im Schreibprozess unterstützen?

Ich hätte eher gedacht, dass es nur Lektoren gibt, die dann das fertige Buch lesen und Feedback geben, aber jemand, mit dem ich meine Idee schon jetzt besprechen könnte und der mir auch Tipps gibt, worauf ich während des Schreibens achten sollte, wäre extrem hilfreich – auch wenn ich es jetzt nicht darauf anlege dieses Buch dann groß zu veröffentlichen. Wobei ich denke, dass man mit so einem Ziel oder Wunsch im Kopf anders an ein solches Projekt herangeht - also sagen wir ich möchte es veröffentlichen, aber ich erwarte mir keinen Riesenerfolg icon_wink.gif

Ich habe auch schon überlegt eventuell einen Workshop zu besuchen, aber ja wie du sagst das ist zurzeit schwierig und nur online möglich, ich bin mir aber auch nicht sicher, ob mir das so viel helfen wird, da ich ja grundsätzlich keine Schreibblockade habe, sondern eher wissen möchte, wie ich all meine Ideen und Gedanken geradlinig und nachvollziehbar in ein Werk packen kann und worauf ich dabei achten sollte.

Aber vielleicht hast du auch recht und ich sollte einfach einmal anfangen zu schreiben.
EmiliaB
Dabei seit: 09.03.2016
Beiträge: 38
Solche Coaches oder Mentoren wird es bestimmt geben. Frage ist halt ob solche Kurse/Workshops/Seminare gerade stattfinden. Eventuell ja online?
Dahingehend würde ich mich informieren. Durchsuche mal Literaturforen was die dazu sagen. Wenn man dort nichts findet dann eventuell in Facebook-Gruppen oder eben sonstigen sozialen Medien. Literaturblogs könnten auch noch helfen. Ich habe es hier schon angesprochen, finde den Blog des Novum Verlags ziemlich gut. Dort erhält man auch Infos rund um das Schreiben. Ob das immer noch der Fall ist weiß ich jetzt nicht. Habe mich schon länger nicht mehr damit beschäftigt. Vielleicht gibt es ja auch Artikel wo es darum geht einige Übungen für den Schreibstil zu machen. All das hilft dir sicher weiter.

Lektoren kommen dann ins Spiel, wenn das Buch fertig ist. Also zumindest das verstehe ich unter einem Lektor. Die helfen einem jetzt nicht beim Schreiben. Dafür sollte es dann eben Coaches geben.
Wenn du Spaß am Schrieben hast und es dich gerade jetzt etwas von der derzeitigen Situation ablenkt, dann mach das doch. Andere versuchen ja auch in ihren Bereichen immer besser zu werden und das auch ohne mit dem Gedanken Profi zu werden. Ich gehe auch laufen und weiß, ich werde nie den Marathon in unter 2 Std schaffenicon_smile.gif Aber trotzdem macht es Spaß und tut gut.

Solche Kurse wird es zu verschiedenen Themen geben. Förderprogramme von Berufsschulen oder sonstigen Lerninstituten könnten vielleicht auch noch eine Anlaufstelle sein. Da musst du dann halt das finden, was in deine Richtung geht. Die Kurse sollte es aber nicht nur zu Schreibblockaden geben, schon eher wie man Charaktere ausbildet oder den Spannungsbogen spannt.
tintenklecks
Dabei seit: 12.04.2021
Beiträge: 9
Oh danke, Facebookgruppen ist ein guter Hinweis, daran hätte ich noch gar nicht gedacht! Literaturforen und Blogs habe ich schon ein bisschen gesucht, aber da gibt es erstaunlich viele… Ja stimmt den habe ich mir auch angeschaut, nachdem ich davon hier schon gelesen habe, sind ein paar interessante Tipps dabei. Habe mich jetzt nochmal genauer dort umgesehen und bin dann auf die Schreibwerkstatt gestoßen, die hier ja auch schonmal erwähnt wurde – dachte eigentlich beim erstem Mal lesen, dass es sich dabei auch eher um schriftliche Tipps und Tricks handelt, aber jetzt habe ich gefunden, dass es da verschiedene Lektorate und Schreibtrainings, aber auch so individuelle Unterstützung beim Konkretisieren von Ideen gibt, wenn ich das jetzt richtig verstanden habe – hast du damit vielleicht schon nähere Erfahrungen gemacht? Das klingt ziemlich nach so einem Mentoring wie du es erwähnt hast und wie ich gebrauchen könnte…

Ja das würde ich grundsätzlich auch so verstehen, wobei ich mir da auch noch nicht sicher bin, wie fertig das Buch dazu sein muss, also ob da auch das Gesamtaussehen begutachtet wird – so in Richtung Design gibt es ja auch eine Menge zu beachten, angefangen von der Schriftart und dem Format des Buchs bis hin zur Platzierung der Illustrationen (da habe ich erst kürzlich etwas darüber gelesen, das hat mich ganz fasziniert, weil es so viele weitere Möglichkeiten bietet mit der Gestaltung die Spannung aufzubauen, ein Bild im Kopf der Lesenden zu kreieren oder einfach auch den eigenen Stil hineinzuarbeiten). Hast du damit schon Erfahrungen gemacht zufällig? Schickt man da nur einen Text hin und die Illustrationen (wenn vorhanden) einzeln dazu oder schon die fertige Ausarbeitung der Gesamtgestaltung?
Aber das ist ja noch weit hin zu dem Punkt für mich icon_razz.gif

Das mach ich, das mach ich 😊 Stimmt, aber du würdest vielleicht trotzdem bei einem Marathonevent mitmachen und versuchen einfach diese Strecke zu bewältigen oder? Zumindest hab ich das einmal versucht (und gemerkt, dass ich das nie wieder brauch).

Ah stimmt, das sind auch gute Stellen um nachzusehen, langsam soll sich ja jetzt auch wieder alles öffnen und mehr möglich sein, vielleicht habe ich da dann über den Sommer mehr Möglichkeiten. Und du hast Recht solche Weiterbildungskurse können ja auch manchmal ganz gut sein, wenn man schon eine Idee im Kopf und ein Projekt hat an dem man arbeitet.

Was würdest du sagen, wann wäre der Punkt, an dem man den Schritt wagen sollte von diesem „Spaß am Schreiben“ mit seinen Werken auch an die Öffentlichkeit zu gehen? Ich denke nicht, dass das ganz von selbst passiert, sondern auch viel Engagement und Eigeninitiative dahinter steht.
Yvonne
Dabei seit: 31.12.2001
Beiträge: 693
Hoi zäme
Bin auch ab und an ein bisschen am Tippseln, aber nur für mich.

Im Frauenseminar Bodensee gibt es einige solcher Kurse zum Thema Schreiben, insbesondere Biografie-Schreiben.
Ich habe dort andere Kurse besucht, die Institution als Solches ist sehr empfehlenswert, darum erlaube ich mir hier die Werbung.
Liebe Grüsse Yvonne
EmiliaB
Dabei seit: 09.03.2016
Beiträge: 38
Ja sicherlich findet man da einiges. Such dir die aus, die dir am besten erscheinen oder dich halt ansprechen. Die Schreibwerkstatt ist dann schon wirklich zum Üben da. Dort macht man dann spezielle Übungen. Das ist also nicht nur Theorie, da setzt man dann auch das gelernte gleich um. Oder versucht es zumindest.
Gibt da sicher solche und solche. Ich würde halt die Workshops bevorzugen wo man auch gleich selbst Übungen machen muss. Sonst sitzt man dann wieder nur zu Hause und macht seine Übungen und keiner schaut sich das dann an. Da ist es besser wenn man gleich das Feedback von Coaches bekommt.

Wird wohl bei jedem Verlag anders ablaufen. Da müsste man dann wirklich mal Kontakt mit den Verlagen aufnehmen und nachfragen. Vielleicht findet man das ja auch auf den Homepages oder den FAQ.

Ja schon, aber ich weiß eben nur mit viel Training wird man besser. Und ich freue mich dann halt auch, wenn ich wieder 5 Min schneller bin. Hätte ich da gleich das Ziel unter 2 Std zu laufen, würde ich enttäuscht sein und es vielleicht sogar sein lassen. Daher lieber auf das besinnen, was man hat und sich freuen, wenn man wieder etwas besser wurde. Hat halt etwas mit der realistischen Einschätzung zu tun. Das sollte man sowohl beim Marathon haben als auch beim Schreiben.

Denke über den Sommer bieten sich einem schon wieder viele Möglichkeiten. Da muss man sich halt dann die Kurse ansehen. Da wird es auch Kurse für Anfänger geben. Oder besser gesagt, für Menschen, die noch ganz am Anfang stehen. Und dann wird es Kurse geben, die sich auf einzelne Bereiche fokussieren. Der ist dann eher für Menschen, die wissen, in dem oder dem Bereich habe ich Schwierigkeiten.

Schwer zu sagen. Denke das ist halt sehr unterschiedlich. Je nach Person und Ziel. Wenn ich es jetzt wieder mit dem Marathon vergleiche, dann kommt da halt auch der Gedanke beim Training, eigentlich könnte ich es schaffen. Und dann trainiert man halt mal eine Zeit darauf hin. Denke so ist es auch bei einem Buch. An die Öffentlichkeit zu gehen ist ja nicht so schwer. Schwer wird es dann eher Menschen zu finden, die das Buch auch lesenicon_smile.gif Daher ist halt dann auch die Frage welches Ziel man hat. Ich würde mich da jetzt nicht damit zufrieden geben, eine Geschichte zu veröffentlichen. Das könnte man ja auch mittels PDF im Internet. Das kann aber nicht das Ziel sein. Daher eher mal etwas mehr Zeit in die Übungen und die eigene Weiterentwicklung stecken und dann ein gutes Buch zu haben, mit dem man auch wirklich an die Öffentlichkeit gehen möchte. Also dann wirklich als gedrucktes Buch.

@Yvonne genau solche Seminare sind dann auch hilfreich. Denke die bringen wirklich viel. Wie man sieht, werden die ja überall angeboten. Auch im kleineren Kreis. Zu empfehlen sind sie aber sicherlich.
tintenklecks
Dabei seit: 12.04.2021
Beiträge: 9
@Yvonne: Danke für den Hinweis und deine Erfahrungswerte icon_smile.gif Dann werde ich mir das einmal anschauen, wenn ihr beide meint, dass Workshops eine gute Hilfestellung bieten. War zuerst nicht wirklich darauf eingestellt, aber auf der anderen Seite, ist das auch ein Ort, an dem viele verschiedene Menschen mit dem gleichen Interesse zusammenkommen und es auch Vortragende/Workshopleiter gibt, die viel Erfahrung in dem Bereich und Professionalität mitbringen. Also eigentlich auch abgesehen von den Inhalten des Kurs, eine perfekte Gelegenheit um sich auszutauschen, die eigenen Ideen zu besprechen, Feedback einzuholen und Kontakte zu knüpfen, die dann, sollte man sich doch für eine Veröffentlichung entscheiden, wertvoll sein können. Danke also für den Tipp!

@Emilia: Aaaah ok alles klar, dachte da hat man dann auch einen Coach an der Seite.
Ist gut, dann werde ich mich da auch einmal genauer umsehen, was es da so gibt und wie die Voraussetzungen oder Anforderungen dann beim jeweiligen Verlag sind.

Sich auf das zu konzentrieren, was man hat und sich darüber freuen, wenn doch mehr geht sind weise Ratschläge, nicht nur beim Schreiben, da kann ich dir ja grundsätzlich nur zustimmen icon_smile.gif. Ein Ziel vor Augen zu haben und darauf hinzuarbeiten ist aber auch wertvoll, man sollte das Ziel aber so stecken, dass es realistisch ist und nicht mit zu viel Enttäuschung verbunden, oder zumindest den Zeitrahmen so setzen, dass er erfüllt werden kann – das ist denke ich der Punkt an dem ich drehen werde icon_wink.gif.

Also mein Ziel ist es schon ein Buch zu schreiben, das so gut ist, dass es veröffentlicht werden kann und dann auch von vielen Menschen gelesen wird, sodass ich diese Menschen mit meiner Geschichte erreiche, inspiriere und motiviere, ihnen vielleicht sogar helfen kann. Aber dafür werde ich mir auch die Zeit nehmen zu üben, an meinem Ausdruck zu feilen und das Buch wachsen zu lassen. Momentan habe ich schon die ersten Kapitel fertig, also rein von der Umsetzung der Idee funktioniert es, ich weiß nur noch nicht, ob die Idee auch so gut ist, dass andere Menschen die Geschichte lesen werden.

Aber danke euch auf jeden Fall einmal für die ganzen Tipps und den netten Austausch hier! Hat mir schon sehr geholfen und mir auch eine andere Sichtweise gezeigt bzw. Möglichkeiten gezeigt, die ich noch nicht bedacht hatte.