Mit fremder Katze zum Tierarzt. Erlaubt?

nona
Dabei seit: 12.10.2004
Beiträge: 176
Hm. Schwierig. Hast du das Gefühl, das Tier sei auch sonst vernachlässigt? Machen sich deine Nachbarn keine Sorgen, sie wissen ja nicht warum sie hinkt? Mein Kater hinkt auch und sieht erbärmlich aus wegen Artrose und Nierenkrankheit. Gut, er ist sehr alt, aber es könnte ja auch jemand, der ihn nicht kennt, auf die Idee kommen, er sei komplett verwarlost und bräuchte einen Tierarzt...icon_confused.gif Da hätte ich Mühe, wenn jemand meinen Kater einfach schnappen würde und zum Tierarzt fahren. Aber wenn jemand fragt, erkläre ich die Situation. Ich würde deine Nachbarn fragen, wieso sie nicht zum Tierarzt gehen, wieso sie meinen die Katze hätte keine Schmerzen. Das sieht man einer Katze nicht unbedingt an, ob und wieviel Schmerzen sie hat. icon_confused.gif
Pippilangstrumpf
Dabei seit: 25.10.2007
Beiträge: 1243
vielleicht waren die nachbarn auch beim tierarzt, und der konnte nichts anderes feststellen, als dass der kater hinkt... was soll man deiner meinung nach dann tun?

woher willst du wissen, dass sie nicht beim tierarzt waren?
nanny72
Dabei seit: 21.05.2006
Beiträge: 1043
vielleicht war sie schon beim tierartzt und die katze wird bereits behandelt.

sicher, du könntest mit der katze zum artzt gehen und die rechnung selber bezahlen, aber was dann? was wenn ein artztbesuch nicht reicht oder das tier mit medis behandelt werden sollte?

ich denke, es währe besser, wenn du die nachbarin direkt darauf ansprichst, ob sie bereits beim artzt war? und falls sie verneint, kannst du ihr deine bedenken, das ev etwas nicht stimmt,, mitteilen.

und falls du das gefühl hast, das tier wird vernachlässigt oder sogar bewusst gequält, währe es wohl besser, du meldest es direkt dem tierschutz

übrigens noch was zum thema hinken. ich hinke auch hie und da, was auf einen umfall den ich vor 25j hatte zurückgeht. ich merke es häufig nichteinmal das ich hinke und habe auch keine schmerzen deswegen. einfach so nebenbei

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 22.06.2012 um 20:24.]
angelface
Dabei seit: 05.11.2005
Beiträge: 411
Da schliess ich mich klar Goldfischs Statement an.

Wobei ich es rührend finde, wie ein Fisch sich um eine Katze bemüht. 😉
GabrielaA
Dabei seit: 18.10.2002
Beiträge: 5446
Hm. Ich bin im Moment in einer ähnlichen Situation, wo ich einfach sagen muss, ich kann nichts tun. Aber das Tier (in meinem Fall) tut mir einfach leid.

Folgendes: Eine Familie hat einen grossen Hund, grosses Grundstück. Nun sind sie von Freitag Abend bis Sonntag spät weg. Den Hund lassen sie alleine im Garten. Er hat sehr viel Auslauf, genügend zu trinken. Unter dem Haus hat er die Möglichkeit im Trockenen auf einer alten Matratze zu liegen.

Einmal pro Tag - das 1.mal heute Abend - kommt jemand vorbei, um nach dem Hund zu schauen. Ich habe der Besitzerin das Angebot gemacht, dass der Hund bis morgen zu uns kommen kann. Sie möchten das nicht und hat mich explizit gebeten, mich nicht einzumischen. Der Hund kennt uns sehr gut, auch die Besitzer und wir kennen uns sehr gut.

Mein Mann wurde sehr wütend, als er davon erfuhr. Vorallem, dass sie nicht einverstanden sind, dass wir den Hund zu uns nehmen. Er hätte ihn am liebsten zu uns geholt und ihn wieder gebracht, was ich nicht wollte.
Da sie aber findet, der Hund solle ruhig alleine zu Hause bleiben, muss ich es akzeptieren.

Mich nimmt es Wunder, ob
1. Ihr auch einen Hund über 48 h alleine lässt (unter den gegeben Umständen) und
2. Ihr Euch (nicht) einmischen würdet.

Ich habe mein möglichstes getan. Würde ich mit den Besitzern (im nachhinein) wegen dieser Situation stürmen und ihnen gar Vorwürfe machen, muss ich damit rechnen, dass wir uns zerstreiten. Da wir ihrem Kind Paten sind, möchte ich das ihm zu liebe nicht.

Somit intressiert mich einfach Eure Meinung, ändern kann ich nichts mehr.


carola
Dabei seit: 07.01.2002
Beiträge: 643
@GabrielaA: hm... grosser Hund, grosses Grundstück = evtl. auch grosses Haus und grosse Angst vor Einbrechern? Hund = Wachhund? Oder wenigstens als Abschreckung für Einbrecher zu gebrauchen?
Ich weiss nicht, ich kenn mich mit Hunden nicht wirklich aus, aber soooo schlimm finde ich das nun nicht, wenn der Hund mal zwei Tage alleine ist, vielleicht ist er sich ja gewohnt, auch mal alleine zu sein und solange er nicht die ganze Zeit rumjault, weil er sich einsam fühlt, find ich das ok. Offensichtlich bekommt er ja zu fressen und verdursten muss er auch nicht.
nanny72
Dabei seit: 21.05.2006
Beiträge: 1043
GabrielaA
da der hund euch kennt und ihr gleich nebenan wohnt, währe es wohl das einfachste gewesen, wenn sie euch gefragt hätte, ob ihr ihm schauen könnt.
wichtig ist doch aber, das es dem tier gut geht und es war ja anscheinend so, das auch jemand da war, um nach dem hund zu schauen.
Milana98
Dabei seit: 08.09.2020
Beiträge: 2
Hallo, da sich hier glaube ich ein paar Leute auskennen, wollte ich mich nur mal nach eurer Meinung/Einschätzung erkundigen.
Ich habe so ein ähnliches Problem.
Bei uns ist dieses Jahr ein Pärchen neu in die Nachbarschaft gezogen. Mit 2 Hunden und 2 Katzen.
Und seitdem sie hier wohnen, sind die Katzen immer bei uns im Garten (auch bei Regen, nachts und tagsüber) Und auch in der restlichen Nachbarschaft unterwegs. (Wir haben mit den anderen Nachbarn gesprochen.)
Und die Katzen holen sich überall etwas zu fressen ab.
Anfangs wussten wir nicht, wem sie gehören und dachten es wären streunende Katzen. (Darum haben wir angefangen sie zu füttern.)
Als uns die Nachbarn angesprochen haben, und uns gebeten haben, das nicht mehr zu tun, haben wir aufgehört, jedoch sahen die Katzen von Anfang an ziemlich vernachlässigt aus. (Sehr dünn, regelmäßig Zecken, die nicht entfernt wurden, etc.)
Darum haben wir nach 3 Wochen wieder angefangen (heimlich) uns um die Katzen zu kümmern: gefüttert, große Zecken entfernt etc.

Im Endeffekt möchte ich mich nicht einmischen, da die Nachbarn auch sehr freundlich waren und gesagt haben: streicheln ist ok.
Jedoch haben sie auch erzählt, dass sie in der Regel nie Nassfutter für die Katzen kaufen. Und mir scheint auch, dass sie sich nicht sehr gut kümmern.

Nun hat eine der Katzen seit ca. 2 Wochen einen Hotspot auf dem Rücken und er wird immer größer.(Flohbefall deutlich erkennbar)

Ich weiß, dass Tiere rechtlich gesehen nur als Sachgegenstand gelten. Und man sich deshalb nicht einmischen sollte.
Jedoch kann ich es nicht mehr mit ansehen. Und eine andere Nachbarin meinte, dass man mit so etwas eigentlich dringend zum Tierarzt muss, bevor es noch schlimmer wird.
Nun frage ich euch nach eurem Rat.
Ich möchte nicht großartig Ärger mit unseren Nachbarn bekommen. Aber ich würde schon gerne mal mit den Katzen zum Tierarzt.
Was soll ich tun?
Wirbelsturm
Dabei seit: 10.08.2013
Beiträge: 315
Dann sprich die Nachbarn darauf an, und falls sie der gleichen meinung sind, kannst du ja anbieten mit der Katze zum Arzt zu fahren. Selbständig ohne einverständniss der Besitzer ist heikel. Und füttern ohne erlaubniss würde ich auch nicht. Falls Du trotzdem handeln möchtest, kannst du mal unverbindlich beim Tierschutz nachfragen wie Du vorgehen könntest.

Mir egal ob ich in den Himmel oder in die Hölle komme, ich hab auf beiden Seiten Freunde.

Menschen glauben oft der Mehrheit und nicht der Wahrheit.

Einige Menschen sind nicht Dumm, die haben einfach nur Pech beim Nachdenken
Milana98
Dabei seit: 08.09.2020
Beiträge: 2
Vielen Dank @Wirbelsturm!
Wir haben nun im Verbund mit 2 anderen Nachbarn einen Brief geschrieben, in dem wir freundlich darauf aufmerksam machen, da sie es ja vielleicht noch nicht gesehen haben. (Die Katzen sind ja nur selten zu Hause.)
Wenn es sich nun aber doch im Verlauf der nächsten Tage/Wochen verschlechtert bzw. der Hotspot nicht besser wird, werde ich mal deinem Rat nachgehen und beim Tierschutz anfragen.
Vielen Dank!