Wann hört die Pflicht der Eltern?

GabrielaA
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 18.10.2002
Beiträge: 5509
Was denkt ihr? Wann bzw. bis zu welchem Alter sollten Eltern für ihre Kinder da sein?

Bsp: Geschiedenes Ehepaar. Beide leben wieder in neuer Partnerschaft. Kind ca. 25 J. verheiratet, schwanger musste während der SS ins Spital (Komplikationen).


Die Mutter weilte in dieser Zeit mit ihrem Partner im Ausland, wegen eines Todesfsfalls in seiner Familie.

Der Vater der Schwangeren warf seiner Ex Egoismus vor, weil sie die Reise nicht abgebrochen hatte und beim Partner blieb, statt der Tochter zur Seite zu stehen.

Ich finde, auch wenn es Komplikationen gab, könnte die Mutter nicht viel ausrichten. Das Kind ist längstens erwachsen, verheiratet und hat auch noch einen Vater. Ist es wirklich Egoismus, wenn sie nicht alles stehen und liegen lässt, um bei der Tochter zu sein?
Anders sähe es aus, wenn der Tochter oder dem Baby etwas zugestossen wäre.

Oder :
Die Tochter einer Witwe lernt mit Anfang 20 einen Mann kennen und wird von ihm schwanger. Kurz nach der Geburt merkt sie, dass es für sie und das Kind besser ist, sich von dem Mann zu trennen (Gewalt etc). Da er keiner Erwerbstätig nach ging, musste die junge Mutter vollzeitlich arbeiten. Ihre eigene Mutter gab ihr Geschäft auf und schaute zum Enkel.

Ich weiss nicht, ob ich wirklich mein Geschäft zu Gunsten meines (Enkel-) Kind aufgeben würde. Ich glaube, ich hätte versucht, der Tochter anders zu helfen.

Wss denkt ihr? Es gäbe noch einige Beispiele.
goodie
Dabei seit: 12.11.2011
Beiträge: 3317
1. banghead.gif auch er als Vater kann seiner Tochter beistehen. Er ist genau so egoistisch. Aber Hauptsache man kann mit dem Finger auf andere zeigen.

2. Ja ich würde meine Tochter unterstützen und aufs Enkelkind aufpassen, damit sie Teilzeit arbeiten könnte. Gibt nix schöneres wenn man Anteil haben kann an den Enkelkinder.

„Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg."

Mahatma Gandhi
nanny72
Dabei seit: 21.05.2006
Beiträge: 1055
Zum ersten Fall:
Zum einen könnte Vater sich auch kümmern, zum andern würde ich als Mutter versuchen telefonisch mit der Tochter in Verbindung zu bleiben und dann würde ich entscheiden, ob es Sinn macht, zurück zu kommen

Zum zweiten Fall:
Sicher würde ich versuchen, meiner Tochter zu helfen. Aber ist es richtig, das Mutter ihre "Karriere" aufgibt, damit Tochter arbeiten gehen kann?
Kommt auf die Situation drauf an. Wie lange hat Frau noch, bis zur Pensionierung? Wie wichtig ist es, das Tochter Vollzeit arbeiten gehen kann? Oder hätte es nicht gereicht, wenn Mutter etwas reduziert hätte und Tochter auch Teilzeit arbeitet
Sandi1969
Dabei seit: 02.09.2020
Beiträge: 1
Also ich bin da anderer Meinung. Meine Söhne sind erwachsen, haben Ihre Ausbildung fertig und stehen im Berufsleben. Damit stehen Sie selber imLeben , müssen selber Fehler ausbaden und mit Konsequenzen leben. Ich kenne genug junge Männer und Töchter die zum Mami und Papi rennen, wenn sie einen Seich gemacht haben, und Mami und Papi zücken das Portmonee und beseitigen das Problem.
Und die lieben Kinder stolpern dann durchs Leben ohne das sie selber ihre Fehler lösen müssen. Aber auf grossem Fuss leben mit allem was man sich wünschen kann, und ich als Mutter spare mir alles Vom Mund ab und habe deshalb etwas auf der Seite und muss dann davon meinen Kindern unter die Arme greifen?. Nur das diese dann beim nächsten Besuch ihr neues Handy zücken für 1000.-,banghead.gifbanghead.gif
Unsere Kinder sind die neue Chefs und Führungen dieses Landes, oder wertvolle Mitarbeiter eines Unternehmens - wie sollen sie erfogreich werden, wenn Mami und Papi alles,schwierige aus dem Weg räumen und sie nie auf etwas verzichten müssen?
Ja, dann kauft man halt nicht das neuste Handy, sondern ein billiges Occasion, dann least man nicht den teuren Chlapf, fliegt man nicht ständig in die Ferien.

Selber geradestehen für Seich, das ist die wichtigste Lebenschule, die man heute seinen Kindern mitgeben kann. Und die Kinder danken es einem später, weil sie gelernt haben selber durchs Leben zu gehenicon_razz.gif

Das heisst ja nicht, das man nicht immer für Rat für seine Kinder da ist.
Dafür ist man immer Eltern und in der Pflicht. Für Taten sind sie dann aber selber zuständig.

fraulein
Dabei seit: 26.10.2003
Beiträge: 1619
Gesetzlich ist man unterstützungspflichtig, bis ein Kind eine Erstausbildung abgeschlossen hat.

Wie sehr man Kinder danach bäbelet, unterstützt, begleitet oder ignoriert liegt im persönlichen Ermessen.

Ich bin der Meinung, dass man Kinder auf den Weg bringt, sie diesen dann aber selber gehen müssen. Wenn es für mich stimmt, werde ich sie in bestimmten Bereichen unterstützen, aber für sie nicht mein Leben aufgeben. Denn man kann sich auch umgekehrt provokativ fragen: wann beginnt die Pflicht der Kinder, die Eltern zu unterstützen?