Wo kann man nachhaltige Basics kaufen? Erfahrungen auf diesem Gebiet?

coconutblossom
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 11.04.2018
Beiträge: 42
Hey zusammen, Anfang des Jahres hat mich der Rappel gepackt und ich habe angefangen mit stärker mit dem Thema Nachhaltigkeit zu befassen. Zuerst habe ich meine Kleidung sortiert und erstmal nichts neues dazu gekauft, da ich von dieser fast fashion schiene wegkommen wollte. Nach und nach habe ich dann meine shoppinggewohnheiten geändert, ein paar Teile Second Hand erstanden und seit ende des vorjahres war ich auch in keinem der gängigen Läden, da ich mal vorerst nur Fair fashion erstehen möchte. hier lautet die (neue) Devise: Qualität vor Quantität. das war vorher eher umgekehrt… hierbei ist mir wichtig, dass die Kleidung langlebig ist, damit ich eben auch wirklich über Jahre hinweg etwas habe. die herstellung sollte dabei so Ressourcenschonend wie möglich sein. vielleicht kennt ja jemand ein paar labels, die meinen vorstellungen entsprechen, bin wie gesagt auf der Suche nach Basics für den Alltag. Würd mich über ein paar Tipps freuen, danke schon mal 😊
EmiliaB
Dabei seit: 09.03.2016
Beiträge: 30
Ich habe mich auch schon vor einige Jahren damit auseinandergesetzt. Wollte auch wegkommen von der Maße und hin zu wenigen Stücken mit höherer Qualität. Ich habe auch mein Einkaufsverhalten geändert, denke das war auch entscheidend. Nicht mehr alles kaufen um es dann eventuell mal anziehen zu können sondern nur Sachen kaufen, die man wirklich regelmäßig trägt. Früher hatte ich Sachen im Schrank, die hatte ich noch nie angehabt. Das hat sich mittlerweile geändert bei mir. Hin und wieder kaufe ich zwar immer noch Stücke bei den großen Modeketten, dann aber nur wenn es mir wirklich gefällt und ich weiß ich ziehe es oft an.
Ich würde dir z.B. Grey Fashion Berlin empfehlen. Die stellen ihre Kleidung aus einem ganz speziellen Stoff her. Die gewinnen den Stoff aus Meeresalgen. Das braucht viel weniger Wasser und schont die Umwelt. Positiver Nebeneffekt ist, dass die Algen Vitamine und Mineralstoffe beim Tragen an die Haut abgeben und sie so pflegen. Ich habe selbst einige Shirts und Leggings und habe die schon teilweise mehrere Jahre. Also auch die Qualität ist da super.
fraulein
Dabei seit: 26.10.2003
Beiträge: 1619
Nachhaltigkeit hat bei mir vorallem auch damit zu tun, dass man nicht via Internet bestellt, sondern vor Ort einkauft. Wenn schon in keiner Stadt in der Nähe möglich, kann man den ÖV nutzen.

Nachhaltig produzierte Mode (oder was auch immer), die man dann via Internet bestellt, wo dann Transportkosten, Abgase, Dieselverbrauch und Verpackungsmüll anfällt, ist für mich dann am Ziel vorbeigeschossen.

Secondhand ist für qualitativ hochstehende Ware eine gute Sache. Da würde ich auch "normal" produzierte Ware kaufen, denn produziert ist das Zeugs ja schon lange, so hält man es aber auch lange am leben.

Tupperware geht ja in die gleiche Richtung: wer weniger Plastik möchte, tut der Umwelt einen Bärendienst, wenn er vorhandenes Plastik entsorgt und dafür Glas kauft. Was da ist, soll zu Tod genutzt werden icon_smile.gif
nanny72
Dabei seit: 21.05.2006
Beiträge: 1055
Nachhaltigkeit ist für mich: in erster Linie, wenn ich die Kleider Schuhe ect, solange wie möglich trage. Zb bis sie defekt sind. Dinge, die ich nicht mehr brauche, die aber noch brauchbar sind, weitergeben. Dinge, die nicht mehr brauchbar (defekt) sind, wo immer möglich, ins Recycling.
Und sicher auch darauf achten, nicht mehr zukaufen, als nötig
Vilu
Dabei seit: 18.07.2002
Beiträge: 2006
Schau mal bei Hessnatur.ch
Ich kaufe ab und zu dort und bin stets zufrieden.

Leben und leben lassen
glitzerfee2
Dabei seit: 26.03.2004
Beiträge: 306
Glore Luzern und Zürich
Rrevolve in Zürich

Beide haben ausschliesslich Labels, die fair und nachhaltig produzieren.

Ich habe mein Einkaufsverhalten auch so verändert, dass ich weniger aber dafür hochwertiger einkaufe.
EmiliaB
Dabei seit: 09.03.2016
Beiträge: 30
Ich denke jeder sollte das machen, was er auch leisten kann. Nicht jeder hat einen Bio-Supermarkt ums Eck oder eben ein nachhaltiges Modegeschäft.
Wenn man aber sieht, diese Geschäfte haben einen regen Zulauf, dann wird es auch bald mehr Filialen geben. Und dann kann eben das neue Pop-Up Geschäft dauerhaft ein Lokal eröffnen und dann irgendwann ein weiteres,...
Im Grunde muss es halt auch einfach für die Menschen sein. Wenn nicht ist die Gruppe einfach zu klein, die etwas auf sich nimmt, um Lebensmittel oder Mode zu kaufen. Dann gehen doch viele ins Geschäft ums Eck und es interessiert dann auch weniger, wo die Sachen herkommen.
Ich verstehe natürlich den Einwand, ich bin aber froh, dass es beispielsweise so Firmen gibt wie Grey Fashion Berlin, die es auf sich nehmen mal so einen ganz neuen Stoff zu entwickeln weil man damit eben einen Großteil an Ressourcen spart. Das muss man ja auch unterstützen sonst macht es ja in Zukunft keiner. Und wenn das gut läuft, wird es ja auch in Zukunft Filialen in der Nähe geben. Bis dahin muss man aber das Konzept unterstützen.
Ich denke gutes Beispiel hierfür sind ja Bio-Supermärkte. Da gibt's jetzt auch schon viel mehr als noch vor 5 Jahren. Wenn das Konzept niemand unterstützt hätte, würde es da jetzt auch nicht so viele davon geben.
fraulein
Dabei seit: 26.10.2003
Beiträge: 1619
Ich finde immer noch, dass man dann aber zuerst zumindest innerhalb der Schweiz sucht, bevor man ausländische Firmen und internationaleTransporte bemüht, wenn man betont nachhaltig leben will.

Auch da hilft dr. google - mir ist so ein Zürcher Modelabel aufgefallen, dass auch in Zürich einen Store betreibt. In der Schweiz ist ja vieles ums Eck, ausser wenn man einen Unverpackt-Laden sucht icon_smile.gif

goodie
Dabei seit: 12.11.2011
Beiträge: 3317
Vilu, habe schon lange nichts mehr von Hessnatur gelesen, ich hab oft Kleider für die Kinder dort bestellt weil die Kleider einfach qualitativ gut waren und auch bei Jako-O dasselbe.

„Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg."

Mahatma Gandhi
coconutblossom
ThemenerstellerIn
Dabei seit: 11.04.2018
Beiträge: 42
"fraulein" schrieb:

Nachhaltigkeit hat bei mir vorallem auch damit zu tun, dass man nicht via Internet bestellt, sondern vor Ort einkauft. Wenn schon in keiner Stadt in der Nähe möglich, kann man den ÖV nutzen.


Secondhand ist für qualitativ hochstehende Ware eine gute Sache. Da würde ich auch "normal" produzierte Ware kaufen, denn produziert ist das Zeugs ja schon lange, so hält man es aber auch lange am leben.

Tupperware geht ja in die gleiche Richtung: wer weniger Plastik möchte, tut der Umwelt einen Bärendienst, wenn er vorhandenes Plastik entsorgt und dafür Glas kauft. Was da ist, soll zu Tod genutzt werden icon_smile.gif


ich weiß was du meinst... in meinem fall ist es so, dass ich nicht wirklich die möglichkeit habe, in meiner nähe nachhaltige mode einzukaufen. hin und wieder mal am flohmarkt ja. da würde ich schon in erwägung ziehen, wohl überlegt mal was zu bestellen, was dann natürlich keinen ewig langen transportweg zurücklegen muss. ist dann vielleicht immer noch besser, als mein bisheriges vergangenes shoppingverhalten. ich denke, man sollte da genau abwägen.

"EmiliaB" schrieb:
Nicht mehr alles kaufen um es dann eventuell mal anziehen zu können sondern nur Sachen kaufen, die man wirklich regelmäßig trägt. Früher hatte ich Sachen im Schrank, die hatte ich noch nie angehabt. Ich würde dir z.B. Grey Fashion Berlin empfehlen. Die stellen ihre Kleidung aus einem ganz speziellen Stoff her. Die gewinnen den Stoff aus Meeresalgen. Das braucht viel weniger Wasser und schont die Umwelt. Positiver Nebeneffekt ist, dass die Algen Vitamine und Mineralstoffe beim Tragen an die Haut abgeben und sie so pflegen. Ich habe selbst einige Shirts und Leggings und habe die schon teilweise mehrere Jahre. Also auch die Qualität ist da super.


ja ich kenne das, es ist wirklich oft vorgekommen, dass ich etwas gekauft habe, was ich nicht wirklich brauche nur weils nicht viel gekostet hat. mein kleiderschrank war daraufhin überfüllt und vieles noch ungetragen... da möcht ich einfach weg von diesem: "ich muss das haben" das label klingt spannend, wusste gar nicht, dass man aus algen stoffe machen kann! weißt du ungefähr, um wieviel der wasserverbrauch weniger ist als jetzt bei anderen materialien?

"nanny72" schrieb:
Nachhaltigkeit ist für mich: in erster Linie, wenn ich die Kleider Schuhe ect, solange wie möglich trage. Zb bis sie defekt sind. Dinge, die ich nicht mehr brauche, die aber noch brauchbar sind, weitergeben. Dinge, die nicht mehr brauchbar (defekt) sind, wo immer möglich, ins Recycling.
Und sicher auch darauf achten, nicht mehr zukaufen, als nötig


du hast es auf den punkt gebracht. die dinge nutzen solange sie gehen und wohlüberlegt einzukaufen. sich wirklich doppelt und dreifach überlegen ob man das jetzt wirklich braucht und wenn ja unbedingt auf gute qualität achten, damit man es eben lange nutzen kann.

"glitzerfee2" schrieb:
Ich habe mein Einkaufsverhalten auch so verändert, dass ich weniger aber dafür hochwertiger einkaufe.


genau das habe ich auch vor: weniger shoppen, notwendigkeit abwägen und auf langlebigkeit achten